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Döbelner und Waldheimer schaffen Fakten für neue Leitstelle

Feuerwehr-Alarmierung aus Chemnitz Döbelner und Waldheimer schaffen Fakten für neue Leitstelle

Damit die Computer der neuen Rettungsleitstelle künftig punktgenau alarmieren kann, braucht er Futter. Etwa Einsatzstärke, Ausrüstungsstand, besondere Objekte im Bereich der jeweiligen Feuerwehr. Diese Daten und viele anderen Daten müssen die Feuerwehrleute derzeit zusammentragen. Ein immenser Aufwand.

In Großleitstellen, wie der in Leipzig, arbeiten die Disponenten viel mit Computern. Eine ähnliche Einrichtung soll noch in diesem Jahr in Chemnitz in Betrieb gehen und die Einsatzkräfte in der Region Döbeln alarmieren. Dafür leisten die Kameraden gerade wichtige Zuarbeit.
 

Quelle: LVZ

Waldheim/Döbeln.  Viel Schreib-Arbeit haben derzeit die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren, unter anderem in Döbeln und Waldheim. Sie tragen wichtige Daten für die neue Rettungsleitstelle in Chemnitz zusammen. Das ist notwendig, damit die Disponenten die Einsatzkräfte ordentlich koordinieren können, wenn die Leitstelle ihren Betrieb aufnimmt. „Die Integrierte Regionalleitstelle Chemnitz (IRLS) soll nach derzeitigen Planungen im Laufe diesen Jahres in Betrieb gehen“, informiert André Kaiser, Sprecher des Landratsamtes Mittelsachsen, auf Nachfrage der DAZ. Die Wehren und Rettungsdienste im Altkreis Döbeln sollen die ersten sein, die die neue ILRS von Chemnitz aus in die Einsätze schickt. Später soll diese die Einsatzkräfte mehrerer Landkreise alarmieren, wie die in Mittelsachsen und im Erzgebirgskreis sowie in der Stadt Chemnitz.

Bärendienst im Ehrenamt

Ein großes Gebiet. Je detaillierter die Informationen für das computergesteuerte System der ILRS sind, desto präziser kann dies am Ende die Retter alarmieren: Ob der Hubsteiger ausrücken muss, ob eine Ölsperre zu errichten ist, ob hydraulische Scheren notwendig sind, weil die Blaulichtfahrt zu einem Verkehrsunfall führt – die Bandbreite der Einsätze ist für die Wehren in Waldheim und Döbeln ist groß. „Die Daten sind alle in die Einsatzleitrechner einzupflegen. Dazu gehören unter anderem Fahrzeugdaten, Schwerpunktobjekte und Brandmeldenlagen“, sagt Falko Bartz, Wehrleiter in Waldheim. Schwerpunktobjekte sind zum Beispiel Seniorenheime. Auch Personalstärke und Sondergeräte, wie zum Beispiel die Ölsperre der Waldheimer Wehr, gehören zu den Informationen, die die Kameraden zusammentragen und weitermelden müssen. „Was ich schade finde ist, dass wir die Daten von Grimma nicht eins zu eins übernehmen konnten, sonder alles erneut zusammentragen mussten“, sagt Falko Bartz. In Waldheim hat diesen Bärendienst Kamerad Peter Schröder geleistet – ehrenamtlich, wie das beim Feuerwehrdienst in Waldheim eben so ist. „Ich möchte allerdings keinem Mitarbeiter der Verwaltung zumuten, diese Daten zusammenzustellen“, sagt Falko Bartz. In Döbeln hat Gemeindewehrleiter Thomas Harnisch gerade alle Hände voll damit zu tun, die Zuarbeiten für die ILRS zu liefern. Bei dieser Gelegenheit überarbeitet er zugleich die Ausrückeordnung der Döbelner Wehr.

Disponent kennt gesamtes Gebiet nicht im Detail

„Wir warten darauf, dass es losgeht, auch wenn diese Geschichte nicht einfach werden wird“, sagt der Waldheimer Wehrleiter Falko Bartz über die neue Rettungsleitstelle. Er hofft jedoch, dass auch Chemnitz die Einsatzkräfte ordentlich und detailliert alarmieren wird, dass diese zeitnah zum Ziel gelangen können. Geänderte Straßennamen, etwa durch Eingemeindungen, sollen kein Problem darstellen, sagt Kreissprecher André Kaiser. „Wie in bestehenden Leitstellen bisher auch, so wird auch in der IRLS kein Disponent sein gesamtes Zuständigkeitsgebiet persönlich kennen. Deshalb erfolgen Einsatzdisponierungen bereits jetzt mit IT-Unterstützung“, sagt er. Die Angaben der Notrufenden zum Einsatzort laufen in das Einsatzleitsystem ein, noch während der Anrufer mit dem Disponenten telefoniert. Mit Hilfe des Computers alarmiert der Leitstellen-Mitarbeiter das jeweils zuständige Einsatzmittel. „Dies erfolgt unter anderem durch Übertragung von GIS-Koordinaten und Nutzung von Routingsystemen“, verweist Kaiser auf die elektronischen Möglichkeiten, um einen Standort zu bestimmen.

Von Dirk Wurzel

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