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Döbeln Döbelnerin geht mit Freund und Hund auf europaweite Fahrrad-Tour
Region Döbeln Döbelnerin geht mit Freund und Hund auf europaweite Fahrrad-Tour
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17:32 01.06.2016
Marianne Unsinn begibt sich bald auf große (Fahrrad-)Fahrt – mit Hündin Biene versteht sich.  Quelle: Sven Bartsch
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Döbeln

 Von Aufregung bei Marianne Unsinn keine Spur. Dabei hat sich die 28-Jährige gemeinsam mit Freund Richard ein großes Abenteuer vorgenommen. Für anderthalb Jahre wollen die beiden mit ihren Fahrrädern durch ganz Europa touren. Und Mischlingshündin „Biene“ (8) ist mit dabei. Der Start kann jederzeit erfolgen. Er hängt von einer Geburt ab.

Der Freund ist schon mal vorgefahren, an die Küste Norddeutschlands. Marianne reist bald samt Fahrrad und Hund mit dem Zug hinterher, um Richard zu treffen und die Europa-Tour zu starten. Eigentlich wäre auch sie längst fort, wenn da nicht ein großes Familienereignis anstünde. „Mein Cousin wird Papa. Das Baby ist schon überfällig und kann jeden Moment zur Welt kommen. Ich möchte es gern sehen, bevor ich mich für über ein Jahr von Zuhause verabschiede“, erklärt die junge Frau.

Marianne ist gern Weltenbummlerin. Ihre längste Reise dauerte mehrere Wochen und führte sie auf dem Jacobsweg bis nach Santiago de Compostela. Für die nun anstehende, noch längere Auszeit sollte es ursprünglich der Appalachian Trail im Osten der USA sein. Aber: Hündin „Biene“ soll mit. Mit einem Tier in die Staaten zu reisen ist teuer und schwierig. Den vierbeinigen Freund Zuhause zu lassen, kam nicht in Frage. Mit dem Fahrrad durch Europa ist nun die Alternative. Die Testfahrt gab es im April und führte von Döbeln nach Hamburg. „Es war total ungemütlich, hat geregnet und geschneit und im Zelt hatten wir sogar Frost“, berichtet Marianne und geht davon aus, dass die anstehende Route so durch Europa führt, dass es keine Minusgrade gibt.

Doch was heißt Route? Einen großen Plan hat die gelernte Physiotherapeutin nicht gemacht. „Ich möchte mich treiben lassen und schauen, was auf mich zukommt.“ Zunächst soll es von der deutschen Küste in Richtung Westen gehen, vermutlich weiter am Meer entlang, bis nach Portugal. Dann weiter in den Süden. Nach Griechenland oder auf den Balkan? Mal sehen. Die Ausrüstung ist auf ein Mindestmaß reduziert und fürs Campen ausgelegt. Trockenfutter für „Biene“, die vorn im Fahrradkorb mitfährt oder nebenher rennt, muss mit.

Marianne hat einige Zeit gespart, um während der Reise finanziell klar zu kommen. Arbeit und Wohnung sind gekündigt, persönliche Dinge hat sie bei der Mutter im Haus am Döbelner Stadtrand untergebracht. Es kann also losgehen – wenn das Baby da ist. Die 28-Jährige unternimmt das Abenteuer, um Länder, interessante Menschen und andere Mentalitäten kennenzulernen. Ein Stück weit geht es ihr auch um Selbsterfahrung, nicht um sportliche Leistung. Und sie will jeden Abend Tagebuch führen, um das Erlebte besser zu reflektieren.

Von Olaf Büchel

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