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Döbeln Döbelns Insel aus der Vogelperspektive: Erstes Vormodell in schweinchenrosa
Region Döbeln Döbelns Insel aus der Vogelperspektive: Erstes Vormodell in schweinchenrosa
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18:05 30.05.2018
Stimmen die Details? Gemeinsam mit dem Künstler Egbert Broerken (2.v.r.) schauen sich die Lionsclub-Mitglieder das maßstabsgerechte Vormodell an. Quelle: Thomas Sparrer
Döbeln

Ein erstes Vormodell des Stadtreliefs der Döbelner Muldeninsel hat der Künstler Egbert Broerken am Dienstagabend im kleinen Sitzungssaal des Döbelner Rathauses vorgestellt. Gemeinsam mit Döbelns Technischen Dezernenten und Stadtplaner Thomas Hanns nahmen die Lionsfreunde das Modell in Augenschein. Der Bildhauer hat für sein Vormodell alle Gebäude auf der Döbelner Muldeninsel im Maßstab 1:650 aus Styrodur geschnitten. Grundlage seiner Arbeit bildeten dabei Luftaufnahmen, Stadtpläne und Katasterpläne, welche ihm unter anderem das Stadtplanungsamt zur Verfügung stellte. Zudem fotografierte der Künstler bei seinen Rundgängen durch die Stadt viele Details. Die Lionsfreunde schauten am Dienstag genau hin. Wurde auch nichts vergessen? Wie wird der neue Flutgraben dargestellt sein? Was ist mit dem Schlossberg? Genau dieses topografischen Strukturen sowie Dachmusterungen oder Grünflächen wird der Künstler in einem weiteren Wachsmodell einarbeiten. Das jetzt vorgestellte Vormodell wird als nächstes in Silikon ausgeformt und mit Wachs ausgepinselt. „Das Wachsausgussverfahren ist feiner als etwa beim Glockenguss mit Sandformen“, beschreibt der Bildhauer. Auch Döbelns Brücken und die Pferdebahn werden noch verewigt, bevor irgendwann im Sommer endlich Bronze in eine Schamotteform gegossen wird und daraus das Stadtmodell von Döbeln entsteht.

Döbelns Muldeninsel als Bronzemodell aus der Vogelperspektive ist in seinem Ursprung ein Angebot für blinde und sehbehinderte Menschen, die damit sozusagen eine Stadt erfühlen können. Dazu gibt es auf dem Modell Informationen in Normal- und Brailleschrift.

Die Döbelner Lions beauftragten im vergangenen Jahr den Bildhauer Egbert Broerken. Er hatte die Idee zu dem bronzenen Stadtreliefs, als er in seiner Heimatstadt Soest die Schüler der dortigen Blindenschule bei einem Stadtrundgang sah. Zwischenzeitlich hat er 130 solcher Modelle gefertigt und lässt damit Blinde etwa den Dom zu Münster oder die Städte Osnabrück und Solothurn in der Schweiz ertasten.

Aufgestellt wird das Modell vor dem Alten Amtshaus auf dem Obermarkt, direkt neben der Durchfahrt der Großen Kirchgasse. Hier hat der Betrachter eine gute Orientierung zwischen Rathausturm und Nicolaikirche. Die Pferdebahn hält an diese Stelle und spannt das Pferd um. Fußgänger kommen aus Richtung Kirche, Busbahnhof oder Rathauspassage vorbei und das Modell kann an diesem Standort nicht zugeparkt werden. Am jetzt gewählten Standort gibt es ausreichend Platz, etwa für Gruppen bei Stadtführungen. Hinzu kommt, dass das Kunstwerk auch ein weiteres Puzzlestück bei der Belebung auf diesem Teil des Obermarktes wird.

„Ich denke, dass wir im Herbst soweit sind, dass das Modell aufgestellt werden kann“, sagt Lions-Präsident Klaus-Peter Ende. Auch die Finanzierung des 40 000 Euro teuren Kunstwerkes ist zum großen Teil aus Spenden gesichert. Etwa 35 000 Euro sind eingeworben. Vor allem Firmen hatten größere Summen gespendet. Doch auch möglichst viele Döbelner sollen sich durch kleinere Spenden direkt mit der Idee verbunden fühlen. „Alle Spender werden auf der Internetseite des Lions Clubs genannt. Größere Spender werden direkt am Modell verewigt.

Wer für das Stadtmodell spenden möchte, kann dies mit einer Überweisung an den Förderverein des Lions Club Döbeln e.V. bei der Kreissparkasse Döbeln, IBAN: DE 49 8605 5462 0391 0045 49 tun – Verwendungszweck: Stadtmodell.

Von Thomas Sparrer

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