Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Döblelner Bauhof spart Streusalz
Region Döbeln Döblelner Bauhof spart Streusalz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:21 03.01.2012
Die Mitarbeiter des Döbelner Baubetriebshofes brauchen keine Schneemassen und kein Glatteis. So können wenigstens Dinge erledigt werden, für die sonst kaum Zeit bleibt - wie gestern die Befestigung des Parkplatzes am Ende der Heinrich-Heine-Straße. Quelle: Wolfgang Sens

"Auch wenn kein Schnee liegt und die Bürger es vielleicht nicht mitbekommen, so sind doch Arbeits- trupps unterwegs, um an bestimmten Stellen zu streuen", erklärt Jürgen Aurich, Leiter des Baubetriebsamtes. Gerade Temperaturen um die null Grad seien tückisch. Nasse Straßen und Wege, die in Tälern oder an schattigen Stellen liegen, könnten leicht überfrieren und stellen so eine Gefahr dar. Gestern sei der Streudienst beispielsweise in Ebersbach unterwegs gewesen. Auch in Gärtitz, am Holländer oder im Bärental gebe es neuralgische Stellen. Nicht zu vergessen sind die Fußgängerbrücken mit Holzbelag, die über die Mulde führen. "Nässe und Temperaturen um den Gefrierpunkt sind nicht zu unterschätzen. Deshalb wird regelmäßig vor Ort kontrolliert und bei Bedarf durch unsere Handtruppen mit Splitt abgestumpft", sagt Gerd Günter, Sachgebietsleiter Straßenunterhaltung. Das betrifft vor allem den Staupitzsteg und die Brücken bei Kaufland und an der Breitscheidstraße.

Dass trotz dieser Aufgaben der Winterdienst bei weitem nicht so benötigt wird, wie in der vergangenen Saison, verdeutlicht eine Zahl besonders gut. "Bislang haben wir in diesem Winter rund fünf Tonnen Streusalz verbraucht. Im vergangenen Winter waren es zu dieser Zeit bereits um die 200 Tonnen", so Gerd Günter. Eingelagert hat die Stadt rund 400 Tonnen, zu Engpässen dürfte es also nicht kommen. Wenn es bei dem geringen Verbrauch bleibt, kann die Stadt nur sparen. "Das Salz wird nicht schlecht und verliert auch nicht an Wirkung. Es befindet sich in Foliesäcken, dann noch einmal in so genannten Big Bags, also in großen Folie-Gewebe-Beuteln und es ist trocken in Hallen gelagert", erklärt Jürgen Aurich.

Gespart wird durch die milden Temperaturen übrigens nicht nur an Salz, sondern auch erheblich an Diesel und Fahrzeugmaterial. "Vergangenen Winter waren wir rund um die Uhr im Einsatz, es musste auf Verschleiß gefahren werden", so Günter. Zudem kann das Personal des Baubetriebshofes Resturlaub und Mehrstunden besser abbauen.

Was keinesfalls bedeutet, dass es nichts zu tun gibt. Die Mischanlagen liefern zwar zurzeit keinen Bitumen und auch keinen Beton. Die Männer der städtischen Straßenunterhaltung haben trotzdem genug Arbeit. Gestern wurde ein Parkplatz an der Heinrich-Heine-Straße mit Fräsgut befestigt. Der Stellplatz wird sowohl von Gartenfreunden als auch von Besuchern der Klosterwiesen rege genutzt. Straßeneinläufe zum Beispiel in der Engen Gasse, im Goetheweg oder in der Bertholdstraße wurden erneuert. Für die Reinigung von insgesamt 2500 Straßeneinläufen ist die Stadt verantwortlich. Die Kehrmaschine kann fahren, was bei Schnee und Eis nicht möglich ist. Durchlässe müssen gereinigt oder erneuert werden, Bäche sind zu kontrollieren. Die Gärtnerabteilung pflegt öffentliche Grünanlagen, Bäume und Sträucher, wie bei Kress in Döbeln-Ost, werden verschnitten. Der Zentrale Dienst des Baubetriebshofes kümmert sich um Spielplätze, repariert Bänke, pflegt Wanderwege oder bringt die Weihnachtsmarktbuden fürs nächste Fest in Ordnung. "Uns wird es nicht langweilig, wir brauchen keinen strengen Winter", sagt Straßenmeister Günter.

Jürgen Aurich studiert dennoch jeden Tag den Wetterbericht. Und auch eine Winterdienstbereitschaft steht Gewehr bei Fuß - unter anderem für besagte Null-Grad-Situationen. Zwei Fahrzeuge sind ständig mit Streusalz bestückt. Schneefall kündigen die Wetterfrösche zumindest mittelfristig nicht an. Doch das kann sich ändern. Aurich, Günter und die ganze Bauhof-Mannschaft wollen sich vom richtigen Winter nicht überraschen lassen.

Olaf Büchel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ein Bulle, der nicht ordentlich deckt, erzeugt keinen Nachwuchs. Keine Kälber - keine Milch - kein Erlös aus dem Verkauf von Milchprodukten. Das Jahr 2011 war kein einfaches für das Pulsitzer Hofgut.

03.01.2012

Ein überaus erfolgreiches Jahr 2011 haben die Mitglieder des Döbelner Welwel Sport- und Tanzvereins zu verbuchen. Zirka 40 neue Mitglieder in einer neuen Tanz-Abteilung (DAZ berichtete), ein Deutscher Meistertitel, die Rock'n'Roll-Weltmeisterschaft im eigenen Haus, Platz fünf für die "Smileys" bei den Mädchen-Formationen.

03.01.2012

Siegfried Hinkel bleibt auch 2012 Vorsitzender des Heimatvereines Ganzig-Kleinragewitz. Bei den jüngst durchgeführten turnusmäßigen Vorstandswahlen wurde er von den Mitgliedern im Amt bestätigt.

03.01.2012
Anzeige