Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Döblelner Bauhof spart Streusalz

Döblelner Bauhof spart Streusalz

Rund um die Uhr in zwei Schichten war vor einem Jahr der städtische Winterdienst im Einsatz, um der Schneemassen Herr zu werden. Ganz im Gegensatz dazu ist jetzt weit und breit keine Schneeflocke in Sicht.

Voriger Artikel
Hofgut Pulsitz überwindet Krise
Nächster Artikel
Döbelner Theater nach Umbau nie wieder im Dunkeln

Die Mitarbeiter des Döbelner Baubetriebshofes brauchen keine Schneemassen und kein Glatteis. So können wenigstens Dinge erledigt werden, für die sonst kaum Zeit bleibt - wie gestern die Befestigung des Parkplatzes am Ende der Heinrich-Heine-Straße.

Quelle: Wolfgang Sens

Döbeln. "Auch wenn kein Schnee liegt und die Bürger es vielleicht nicht mitbekommen, so sind doch Arbeits- trupps unterwegs, um an bestimmten Stellen zu streuen", erklärt Jürgen Aurich, Leiter des Baubetriebsamtes. Gerade Temperaturen um die null Grad seien tückisch. Nasse Straßen und Wege, die in Tälern oder an schattigen Stellen liegen, könnten leicht überfrieren und stellen so eine Gefahr dar. Gestern sei der Streudienst beispielsweise in Ebersbach unterwegs gewesen. Auch in Gärtitz, am Holländer oder im Bärental gebe es neuralgische Stellen. Nicht zu vergessen sind die Fußgängerbrücken mit Holzbelag, die über die Mulde führen. "Nässe und Temperaturen um den Gefrierpunkt sind nicht zu unterschätzen. Deshalb wird regelmäßig vor Ort kontrolliert und bei Bedarf durch unsere Handtruppen mit Splitt abgestumpft", sagt Gerd Günter, Sachgebietsleiter Straßenunterhaltung. Das betrifft vor allem den Staupitzsteg und die Brücken bei Kaufland und an der Breitscheidstraße.

Dass trotz dieser Aufgaben der Winterdienst bei weitem nicht so benötigt wird, wie in der vergangenen Saison, verdeutlicht eine Zahl besonders gut. "Bislang haben wir in diesem Winter rund fünf Tonnen Streusalz verbraucht. Im vergangenen Winter waren es zu dieser Zeit bereits um die 200 Tonnen", so Gerd Günter. Eingelagert hat die Stadt rund 400 Tonnen, zu Engpässen dürfte es also nicht kommen. Wenn es bei dem geringen Verbrauch bleibt, kann die Stadt nur sparen. "Das Salz wird nicht schlecht und verliert auch nicht an Wirkung. Es befindet sich in Foliesäcken, dann noch einmal in so genannten Big Bags, also in großen Folie-Gewebe-Beuteln und es ist trocken in Hallen gelagert", erklärt Jürgen Aurich.

Gespart wird durch die milden Temperaturen übrigens nicht nur an Salz, sondern auch erheblich an Diesel und Fahrzeugmaterial. "Vergangenen Winter waren wir rund um die Uhr im Einsatz, es musste auf Verschleiß gefahren werden", so Günter. Zudem kann das Personal des Baubetriebshofes Resturlaub und Mehrstunden besser abbauen.

Was keinesfalls bedeutet, dass es nichts zu tun gibt. Die Mischanlagen liefern zwar zurzeit keinen Bitumen und auch keinen Beton. Die Männer der städtischen Straßenunterhaltung haben trotzdem genug Arbeit. Gestern wurde ein Parkplatz an der Heinrich-Heine-Straße mit Fräsgut befestigt. Der Stellplatz wird sowohl von Gartenfreunden als auch von Besuchern der Klosterwiesen rege genutzt. Straßeneinläufe zum Beispiel in der Engen Gasse, im Goetheweg oder in der Bertholdstraße wurden erneuert. Für die Reinigung von insgesamt 2500 Straßeneinläufen ist die Stadt verantwortlich. Die Kehrmaschine kann fahren, was bei Schnee und Eis nicht möglich ist. Durchlässe müssen gereinigt oder erneuert werden, Bäche sind zu kontrollieren. Die Gärtnerabteilung pflegt öffentliche Grünanlagen, Bäume und Sträucher, wie bei Kress in Döbeln-Ost, werden verschnitten. Der Zentrale Dienst des Baubetriebshofes kümmert sich um Spielplätze, repariert Bänke, pflegt Wanderwege oder bringt die Weihnachtsmarktbuden fürs nächste Fest in Ordnung. "Uns wird es nicht langweilig, wir brauchen keinen strengen Winter", sagt Straßenmeister Günter.

Jürgen Aurich studiert dennoch jeden Tag den Wetterbericht. Und auch eine Winterdienstbereitschaft steht Gewehr bei Fuß - unter anderem für besagte Null-Grad-Situationen. Zwei Fahrzeuge sind ständig mit Streusalz bestückt. Schneefall kündigen die Wetterfrösche zumindest mittelfristig nicht an. Doch das kann sich ändern. Aurich, Günter und die ganze Bauhof-Mannschaft wollen sich vom richtigen Winter nicht überraschen lassen.

Olaf Büchel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Döbeln

Was beschäftigt die Menschen in den kleinen Orten zwischen Döbeln, Waldheim und Hartha? Wir besuchen jene kleinen Dörfer, denen normalerweise wenig Beachtung geschenkt wird, geben einen Einblick in die Geschichte des Ortes und sprechen mit den Bewohnern über früher und heute. mehr

  • LVZ-Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Das LVZ-Sommerkino lädt vom 20. Juli bis 16. August 2017 zu unterhaltsamen Filmabenden ins Scheibenholz. Alle Infos zum Programm und Ticketverkauf... mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr