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Doppelter Grund zur Freude: Roßwein feiert Aufstieg und Meisterschaft

Doppelter Grund zur Freude: Roßwein feiert Aufstieg und Meisterschaft

Am vergangenen Sonntag entschied das Spitzenspiel zwischen den beiden Mannschaften, wer sich den Meistertitel holt. Dass Roßwein aufsteigen würde, war da bereits bekannt, denn die Hochweitzschener hätten auf den Aufstieg verzichtet.

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Gegen die Roßweiner Fußballer (in blau-weiß) hatten die Hochweitzschener keine Chance. Verdient sicherten sich die Gäste so den Sieg und feierten ausgelassen.

Quelle: G. Dörner

Doch auch aus eigenen Stücken hätten die Roßweiner den Aufstieg perfekt gemacht. Sie gewannen mit 2:0 - Aufstieg und Meisterschaft waren damit gebongt. Für die RSV-Kicker geht es damit ab der kommenden Saison ein Stück weiter nach oben - in die Kreisoberliga.

 

Emotionen, Spannung, Partyrausch

 

"Emotionen und Spannung bis hin zum totalen Partyrausch. Momente eines Sonntages, die in Erinnerungen bleiben werden - zeitgleich aber den Startschuss für neues gegeben haben", lassen die RSV-Kicker auf ihrer Internetseite verkünden. Bereits um 11.30 Uhr starteten die Roßweiner mit ihrem Fanbus (150 Leute wollten dabei sein) in Richtung Hochweitzschen. Angekommen und völlig überrascht von den Mühen der Gastgeber. Eine Choreographie der Heimfans und der Nachwuchs stimmten die Zuschauer rund um das Geläuf ein.

 

Weil sich ein Spieler bei der vorangegangenen Partie verletzte, begann das Spitzenspiel später. Schiedsrichter Oliver Fix aus Grimma begann die Partie schließlich mit sattem Pfiff - das Saisonfinale begann.

 

Unfall verschiebt Spielstart

 

Roßwein agierte spielbestimmend - Hochweitzschen blieb hellwach. Waren die RSV-Fußballer zu Beginn noch ein wenig beeindruckt, merkte man davon nach 15 Minuten nichts mehr. Ein guter Spielaufbau mit leichten Fehlern in der letzten Instanz prägten die erste Halbzeit. David Renner und Jens Arnold dirigierten mit Schlussmann Torsten Jentzsch die Reihen von Trainer Gerd Hentzschel. Dieser erteilte immer wieder Korrekturen und forderte einen disziplinierten Spielaufbau. Die Mediziner verkauften sich gut - doch bis auf Standards war keine Gefahr zu erkennen. Dennoch wurde der RSV kämpferisch gefordert.

 

Das Remis zur Halbzeit war fast schon beschlossene Sache, doch da machten viele die Rechnung nicht mit Jens Arnold: Nach guter Vorarbeit durch das Mittelfeld machte er es auf seine Art und traf sehenswert zur umjubelten Roßweiner Führung. Danach ertönte der Halbzeitpfiff.

 

Rote Karten für Handgreiflichkeiten

 

Nach Wiederanpfiff dann das schnelle Spiel durch Roßweins Wim Burkhardt. Kay Lehmann, der an diesem Tag mehr als brillierte, ging die Außenbahn runter und konnte nur durch ein Foul gestoppt werden. Ein Strafstoß war das Resultat. Arnold nahm sich das Leder und vollendete souverän - 2:0 für den Roßweiner SV. Die Mediziner wirkten schockiert und zugleich aggressiv: Steffen Peter kontrollierte eine Ball aus dem Halbfeld. Nach dem er im Rasen hängenblieb stieß ihn ein Mediziner zu Boden. Die Emotionen kochten hoch. Renner rannte zum verletzen Mitspieler und klärte die Angelegenheit mit seinem Gegenspieler. Der Schiedsrichter gab beiden Akteuren die rote Karte.

 

Die Mediziner gaben sich langsamer aber sicher geschlagen. In der 97. Minute dann der erlösende Schlusspfiff mit Gelb für Steenbeck, wegen freudigen Ballwegschlagens - und der emotionalen Feier des gesamten Teams. Alle lagen sich in den Armen und feierten die erreichte Meisterschaft.

 

Harte Arbeit und viel Disziplin und der Kurswechsel Anfang des Jahres wurden belohnt. Konsequenz, Ehrgeiz, Willen und Leidenschaft waren die Leitworte, mit der man die Arbeit der ersten Männermannschaft beschrieben kann.

 

Kurswechsel wurde belohnt

 

Gemeinsam mit dem verletzten Teamkollegen Steffen Peter, welcher pünktlich aus dem Krankenhaus Döbeln zurück kam, tanzten die Roßweiner gemeinsam bis in die Abendstunden. Den Rahmen für den gelungenen Saisonabschluss legten die Gastgeber aus Hochweitzschen mit einer hervorragenden Anlage und einem gut organisierten Finale im Klinikgelände. rsv/sj

 

SV Medizin Hochweitzschen: Lange, Reinhold, S. Helm, Petrik (Kaulich), Schönberg, Haußmann, M. Helm (Pranke), Wiesner, Hanke, Klingner, Hesse (Richter).

 

Roßweiner SV: Brambor, Peter (Koch), Lehmann, Arnold (Kropp), Hauck, Jentzsch, Renner, Steenbeck, Burkhardt, Kaulich (Wolf), Burkhardt.

 

Torfolge: 0:1/0:2 Arnold (45./47.)

 

Schiedsrichter: Oliver Fix. Zuschauer: 486.

Jankowsi, Stephanie

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