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Doreen Richter: 20 Jahre Physiotherapiepraxis in Großweitzschen

Doreen Richter: 20 Jahre Physiotherapiepraxis in Großweitzschen

Großweitzschen. "Es begann im Döbelner Staupitzbad", so Doreen Richter. Mit der Wende hätten sich die Physiotherapeuten alle selbstständig machen müssen: "Das war der sprichwörtliche Wendepunkt.

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Physiotherapeutin Doreen Richter im Sportraum ihrer Praxis in Großweitzschen. 15 Jahre praktizierte sie im Honigweg, seit fünf Jahren in der Schulstraße.

Quelle: Allner

" Richter gründete deshalb die Großweitzschener Praxis. Erst arbeitete sie im Honigweg, seit fünf Jahren in der Schulstraße. Anfang Februar wurde das 20-jährige Geschäftsbestehen gefeiert.

"Die Praxis wurde in Großweitzschen ein richtiger Erfolg. Zum einen war der Bedarf da, zum anderen wurde den Klienten der Weg nach Döbeln erspart", resümiert die Mockritzerin. Angeboten wird das komplette "moderne Therapieprogramm", dazu gehören Unterwassermassagen und Aktivkurse, wie Nordic Walking im Westewitzer Wäldchen. Mittlerweile gibt es sogar reine Männergruppen in Sachen Rückengymnastik. Im Herbst startet der nächste Kurs. Derzeit umfasst das Team drei Therapeutinnen und einen Therapeuten, zwei Masseurinnen und eine Servicekraft. Geplant ist die Einstellung einer weiteren Mitarbeiterin.

Vor 20 Jahren fängt Doreen Richter allein an, die Mutter hilft manchmal aus: "Das war für mich sehr schwer. Ich kam aus einem großen Kollegenteam im Stadtbad und war plötzlich für alles allein verantwortlich. Termine, Behandlung, Putzen, eben alles." Absolutes Neuland - Doreen Richter hat harte Nüsse zu knacken. Ohne die Unterstützung der Familie hätte sie das kaum gestemmt. Damals ist die Physiotherapeutin 26 Jahre alt und hat einen fünfjährigen Sohn. Ein trauriger Einschnitt in ihrem Leben - die Mutter stirbt im zehnten Praxisjahr - führt sie zur Ausbildung als Sterbebegleiterin. Seit der Zeit betreut Richter auch Krebspatienten, ehrenamtlich. In ihrer Praxis ist die Ausbildung ebenfalls von Nutzen: "Ich berate Krebspatienten und deren Familien.Da sind sehr nette Kontakte über den Tod des Patienten hinaus entstanden und geblieben. Außerdem hat es mir selbst geholfen, mit dem frühen Tod meiner Mutter umzugehen."

Richter mag es familiär, betont sie selbst und man glaubt ihr: "Das Menschliche bleibt bei uns nicht auf der Strecke." Die Praxisräume auf 150 Quadratmetern, gepachtet von der Gemeinde, sind sehr wohnlich eingerichtet. Fotos an den Wänden zeugen von der guten Zusammenarbeit des Teams, von Patienten und Feierlichkeiten.

Das Besondere aber ist die farbliche Gestaltung der Räume. "Ich mag gemütliche Farben. Farbe ist Leben. Ich möchte hier Wohlfühl-Atmosphäre schaffen. Normalerweise tragen wir auch alle farbige T-Shirts." Außerdem dekoriert Richter manchmal auch ein wenig um. Die Bestätigung durch Patienten zeige, dass sie damit auf dem richtigen Weg ist. Den Firmengeburtstag hat das Team mit einem Tag der offenen Tür und einer kleinen Feier verbunden. "Da waren sehr viele Leute da, ich fühlte mich richtig geehrt", sagt die jetzt 46-Jährige. Deren Klienten alle Altersstufen umfassen: Die Älteste ist 93 Jahre alt, der Jüngste gerade einmal sieben Monate.

Seit 2010 gibt es sogar eine zweite Praxis - im Döbelner Stadtbad. Dort wird unter anderem Wassergymnastik angeboten. "Mit Humor ist die ganze Arbeit zu deckeln", räumt Richter ein."Daneben sind Fortbildungen und Qualifikationen zu absolvieren. Man muss immer am Ball bleiben, sonst funktioniert es nicht. Ich ruhe mich nicht auf meinen Lorbeeren aus."

N. G. Allner

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