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Döbeln Durch Kiebitz kann ab Donnerstag wieder der Verkehr rollen
Region Döbeln Durch Kiebitz kann ab Donnerstag wieder der Verkehr rollen
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17:24 15.04.2019
Rund elf Millionen Euro hat der Landkreis Mittelsachsen in diesem Jahr für Investitionen in Kreisstraßen im Haushalt eingestellt. Fördermittel vom Freistaat lassen auf sich warten. Quelle: mhp/Fotolia
Region Döbeln/Mittelsachsen

Da bekommen die Kiebitzer aber ein schönes Osterei! Und das schon am Gründonnerstag. Die Verkehrsfreigabe der Kreisstraße 7547 soll am Donnerstag in der Mittagszeit erfolgen. Ohne großes Tamtam. Das wird dann am 29. April nachgeholt,wenn Landrat Matthias Damm (CDU) zur offiziellen Übergabe der neu gebauten Straße nach Kiebitz kommt. In Höhe des Abzweiges Feldhäuser soll dann an diesem Tag um 13 Uhr der Festakt über die Bühne gehen.

Bauzeit und Kosten im Rahmen

„Es war ein komplexes Projekt, bei dem alle Medien neu verlegt, eine Stützwand und eine Brücke gebaut worden“, sagt Claudia Richter, Leiterin des Referates Straßenbau im Landratsamt. Zwei Jahre haben die Arbeiten auf einer Länge von 700 Metern gedauert, auf denen die Straße jetzt über Normbreite verfügt. Die Kosten betragen rund 1,9 Millionen Euro, was laut Richter eine kleine Steigerung gegenüber den ursprünglichen Plänen bedeutet. Aber: „Wir haben die Bauzeit eingehalten und bewegen uns auch bei den Kosten im Rahmen“, sagt die Referats-Chefin.

Mit dem ersten Bauabschnitt der Langenauer Straße in Geringswalde endet bald eine weitere große Maßnahme des Landkreises. Der Verkehr soll dort nach jetzigem Stand wieder ab 26. April nachmittags rollen. Die offizielle Freigabe ist am 8. Mai. Gebaut wurde auf einer Länge von 1,5 Kilometern und mit über 1,1 Millionen Euro.

Ab August Straßenbau in Forchheim

Zu den sechs Baumaßnahmen, die der Landkreis im Bereich der Hochwasserschadensbeseitigung noch dieses Jahr abgeschlossen haben will, gehört der Ersatzneubau einer Brücke am Fuße des Littdorfer Berges. Die Arbeiten im Umfang von 855.000 Euro laufen seit Februar und sollen im Oktober abgeschlossen sein. Die Kreisstraße 7596 nach Grunau ist deshalb voll gesperrt. „Eigentlich handelt es sich dort nicht um eine große Brücke. Aber es ist sehr viel Erdbewegung notwendig und die Renaturierung eines Baches, verbunden mit neuen Anpflanzungen“, erklärt Claudia Richter.

Im August sollen die Tiefbauarbeiten in der Kreisstraße 7532 in der Ortslage Forchheim starten. Sie sind auf einer Länge von einem Kilometer geplant. Vor dem Straßenbau erfolgt laut Richter die Verlegung von Abwasser- und Trinkwasserleitungen. Fertig sein soll alles im Frühsommer des nächsten Jahres. Die Straßenführung bleibt im wesentlichen wie sie ist. Eine Kurve werde entschärft, dafür konnte Einigung mit dem Landeigentümer erzielt werden, so Claudia Richter. Die Gehwege werden teilweise in Ordnung gebracht. Zwar führe die Baustrecke der Kreisstraße etwa 150 Meter über die Ortsgrenze hinaus. Der enge, besonders problematische Bereich am Berg sei aber noch nicht Bestandteil der Maßnahme.

Verantwortungslos

Sauer ist Landrat Matthias Damm über die Fördermittelvergabepraxis des Freistaates Sachsen. „Wir haben im Februar 2018 Mittel für das Jahr 2018 beantragt, erhalten daraufhin erst jetzt eine Nachricht, dass wir 2019 bauen könnten, würden das Geld aber erst 2020 erhalten.“ Damm kritisiert dieses Verfahren des SPD-geführten Wirtschaftsministeriums. Die Fördermittelsituation sei noch nie so schwierig gewesen, wie in diesem Jahr. Rund 3,6 Millionen Euro habe der Landkreis 2018 insgesamt beantragt, lediglich 2,9 Millionen Euro seien nun trotz anhaltender Preissteigerung in Aussicht gestellt, Zahlung 2020. Kompensieren könne der Landkreis das nur „durch eine Zwischenfinanzierung aus dem Haushalt oder notfalls über eine Kreditaufnahme“, so Damm. Weiteres Problem: Wertvolle Zeit bis zur Ausschreibung und damit bis zum möglichen Baustart geht verloren. Der Landrat: „Ich weiß nicht, was da im Wirtschaftsministerium vor sich geht. Nur von Planlosigkeit kann man nicht reden, das ist Verantwortungslosigkeit.“

Von Olaf Büchel

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