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E-Book-Ausleihe in Hartha: „Der große Andrang blieb aus“

Stadtbibliothek geht mit der Zeit E-Book-Ausleihe in Hartha: „Der große Andrang blieb aus“

Seit März dieses Jahres können in der Harthaer Stadtbibliothek neben gedruckten Büchern auch sogenannte E-Books ausgeliehen werden. Damit reagierte die Einrichtung auf einen Trend im digitalen Zeitalter. Doch der Zuspruch hält sich in Grenzen, die große Flut blieb aus – trotz des vielseitigen Angebotes.

Literatur in gedruckter und digitaler Form gibt es in der Stadtbibliothek in Hartha.

Quelle: Sven Bartsch

Hartha. Seit März dieses Jahres kann man sich als Mitglied der Harthaer Stadtbibliothek neben dem klassischen Buch in gebundener Form auch mit E-Books eindecken. E-Books sind digital verfügbare Titel, die sich der Verbraucher entweder auf Laptop, Smartphone oder direkt dafür gemachte Lesegeräte, sogenannte E-Reader, downloadet.

Mit der Einführung dieses digitalen Lesestoffs reagierte die Stadtbibliothek auf einen zeitgenössischen Trend. „Wir müssen ja mit der Zeit gehen. Das Angebot besteht zusätzlich zu unserer Ausleihe direkt vor Ort“, erklärt Andrea Zenker. „Das Hauptaugenmerk ist und bleibt das Buch zum in die Hand nehmen.“ Seit etwas mehr als acht Monaten steht die Ausleihe dieser E-Books zur Verfügung. Der große Andrang darauf blieb aus. „Es haben schon einige danach gefragt und ich biete es unseren Nutzern auch immer mit an, die große Flut ist aber ausgeblieben“, so Zenker weiter. Nach wie vor bevorzugen die Leser in Hartha das Lesen eines Buches, das sie auch wirklich in den Händen halten können.

50 angemeldete Nutzer

Von etwa 500 Nutzern, die die Harthaer Bibliothek jährlich zählt, haben sich rund 50 die Voraussetzungen für die E-Book-Ausleihe geschaffen. Denn um sich den digitalen Lesestoff zu beschaffen, sind Anmeldedaten nötig, die es für Bibliotheksnutzer vor Ort gibt. Das Angebot bringt für den Nutzer keine zusätzlichen Kosten mit sich. In den zwölf Euro Jahresgebühren für Erwachsene ist die Nutzung der E-Book-Ausleihe inklusive. „Die E-Books gibt es bei uns nur für Erwachsene. Kinder sollen schon noch ein richtiges Buch in die Hand nehmen und darin lesen“, erklärt Andrea Zenker, wie wichtig ihr trotz des technischen Fortschrittes die klassische Literatur ist.

Die Harthaer Stadtbibliothek nutzt das Portal „bibo-on“, wie übrigens auch die Bibliotheken in Leisnig, Waldheim und Roßwein. Dort warten über 2000 digitale Medien zur Ausleihe. Begrenzt ist die Ausleihe auf acht Medien gleichzeitig. „Das wurde vor einigen Wochen angepasst. Vorher waren es nur fünf“, weiß Andrea Zenker. Die Leihfrist beträgt dabei drei Wochen, bei Zeitschriften einen Tag. Ist die Zeit verstrichen, stellt sich das Buch automatisch zurück ins digitale Regal und kann damit weiterverliehen werden. Wie viele der zirka 50 Leute das Angebot tatsächlich nutzen, weiß Andrea Zenker nicht. „Wir gehen natürlich davon aus, dass jemand, der sich die Anmeldedaten dafür geben lässt, das Angebot auch nutzt. Einblick in die Statistik bekommen wir aber erst nach etwa einem Jahr.“ Andrea Zenker nutzt das E-Book-Angebot auch, vor allem, um den Nutzern der Bibliothek Hilfestellung geben zu können. „Ich muss wissen, wovon ich rede, wenn ich den Leuten das Angebot näherbringe“, sagt sie.

Leseumfang hat sich verringert

Eine Sache ist der Bibliotheksleiterin in letzter Zeit aber doch aufgefallen: „Der Leseumfang hat sich verringert. Unsere Nutzer leihen nicht mehr so viel aus wie noch vor einiger Zeit.“ Zurückzuführen ist das auf die immer mehr Zeit einnehmende digitale Welt. „Man ist permanent abgelenkt“, weiß Zenker. Ihr selbst gehe es ähnlich, auch wenn sie als Bibliotheksmitarbeiterin quasi an der Quelle sitzt.

Von Stephanie Helm

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