Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln EC-Karte wird teurer, kann aber auch mehr
Region Döbeln EC-Karte wird teurer, kann aber auch mehr
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:51 23.10.2017
Kontaktlos bezahlen – das ist auch mit den alten Karten der Döbelner Sparkasse noch nicht möglich. Diese werden jetzt sukzessive umgetauscht. Die neuen Kundenkarten sind etwas teurer, haben dafür aber die neue Funktion. Quelle: Archiv
Döbeln

Uwe Krahl, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Döbeln, erklärt die Anpassungen mit der seit Jahren anhaltenden Niedrigzinsphase und den Nullzinsen seit zwei Jahren.

Steigende Kosten abfedern

„De facto leben die Banken in ganz Europa schon seit geraumer Zeit sogar schon in einer Niedrigzinsumgebung. In dieser Zeit ist es für Banken und Sparkassen mehr denn je notwendig, die Produkt- und Preispolitik regelmäßig auf den Prüfstand zu stellen und die Herausforderung anzunehmen, die Preise möglichst stabil zu halten“, so Krahl. Die Sparkasse wolle die Belastung, die die Niedrigzinsphase für das Wirtschaftsunternehmen bedeute, nicht an die Kunden weiterreichen und habe bislang auch darauf verzichtet. „Die Ertragsseite unserer Sparkasse wird dadurch belastet.“ Genauso müsse die Sparkasse wie alle anderen auch mit generell steigenden Kosten umgehen.

Die monatlichen Kontoführungsgebühren können unverändert bleiben, der Kartenpreis steigt ein wenig. Und indem das Tagesgeldkonto gebührenpflichtig wird, könne die Sparkasse auch weiterhin darauf verzichten, Negativzinsen im Privatkundenbereich einzuführen. „Viele Kunden gehen davon aus, dass wir als Sparkasse mit den Einlagen auf den Tagesgeldkonten und Spareinlagen Erträge generieren können.“ Dies sei allerdings mit Eintritt der Niedrigzinsphase nicht mehr der Fall, so Krahl. Natürlich: „Wir stehen gut da als Unternehmen. Aber das soll auch so bleiben.“ Deshalb versuche man mit diesen kleinen Maßnahmen ein Stück weit gegenzusteuern. Die Kunden werden in den kommenden Wochen mit ihren Kontoauszügen über die Veränderungen informiert.

Neue Karte kann noch mehr

Außerdem werden sukzessive die alten Karten – insgesamt 39 000 – umgetauscht. Mit der neuen Karte hält der Kunde dann ein noch vielseitiger einsetzbares Zahlungsmittel in der Hand, wie Jürgen Kolbe vom Vertriebsmanagement erklärt. Die gestiegenen Produktionskosten gibt die Sparkasse über die Erhöhung des Kartenpreises an die Kunden weiter. Dafür wird zukünftig mit den Karten auch kontaktloses Bezahlen möglich sein, was zu erkennen ist am sogenannten WLAN-Symbol, das sich neben dem Karten-Chip befindet.

Kontaktloses Bezahlen – also ohne Einführen der Karte ins Gerät, ohne PIN und ohne Unterschrift – ist möglich bis zu einem Betrag von 25 Euro. Erforderlich ist dafür in den Geschäften ein entsprechend ausgestatteter Terminal. In zahlreichen Supermärkten und größeren Ketten in Döbeln sei das Zahlen auf diesem Weg schon möglich. Dabei genügt es, die Karte an das Terminal zu halten. Jürgen Kolbe sieht großes Potenzial für diese Art zu zahlen bei Einzelhändlern, insbesondere Bäcker oder Fleischer, wo häufiger kleine Beträge gezahlt werden. Im Lebensmittelverkauf habe es auch einen hygienischen Aspekt, wenn ohne Bargeld gezahlt werden könne. „Wir wünschen uns, dass sich noch mehr Gewerbetreibende diesem Thema öffnen“, so Kolbe. Neben entsprechenden Informationsveranstaltungen für Händler gebe es im Haus auch einen extra Ansprechpartner, der sich speziell um das Thema kümmert. Deutschland generell hinke in Sachen kontaktlos Bezahlen stark hinterher.

Von Manuela Engelmann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Eine Roßweinerin leitet jetzt den mittelsächsischen Kreisverband der Partei Die Linke. Auf ihrem Kreisparteitag in Leisnig wählten die Delegierten die 33-jährige Marika Tändler-Walenta mit 94,1 Prozent der Stimmen zur Kreisvorsitzenden.

25.10.2017

Ein großer Erfolg war der vierte Käse- und Spezialitätenmarkt im Kloster Altzella am vergangenen Wochenende für die Händler und den Veranstalter. Tausende Besucher zogen aufs Klostergelände, um die Käsevielfalt Mitteldeutschlands zu schmecken und mit nach Hause zu nehmen.

25.10.2017

Die Martinshörner hatten sich am Sonnabend zum großen Orchester zusammengefunden. Im gefühlten Minutentakt rollten die Rettungswagen in die Notaufnahmen der Krankenhäuser in Döbeln und Leisnig. Sanitäter brachten Menschen zur ärztlichen Behandlung, die schlimm zugerichtet aussahen. Eine Katastrophenschutzübung.

25.10.2017