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Ebersbach: Kreuzung birgt Gefahren

Ebersbach: Kreuzung birgt Gefahren

Gefährlich leben die Neudorfer, die mit dem Bus fahren wollen. Sie müssen alle Sinne zusammennehmen, wenn sie die Bundesstraße 169 zur Haltestelle an der Geyersbergstraße überqueren.

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Wer hier über die Straße will, muss sich einmummeln, denn Lastwagen verursachen durch ihr Tempo viel Wind und wirbeln Staub auf. Andererseits sollte jeder zweimal hinschauen, bevor er die Fahrbahn betritt, denn die Kreuzung ist durch ihre vielen Einmündungen unübersichtlich.

Quelle: G. Dörner

Neudorf. Von allen Seiten kommen Autos. Sie prasseln durch von Döbeln nach Hainichen und in der Gegenrichtung. Manche kommen aus Neudorf und Ebersbach. Und ob das noch nicht reichen würde, auch von der Geyersbergstraße biegen Kraftfahrer auf die Hauptstraße ab.

Nur der permanente Rundumblick schützt Leib und Leben. Einmal nicht richtig aufgepasst, schon quietschen Reifen. Da hilft auch die Verkehrsinsel wenig, die das Überqueren der Bundesstraße erleichtern soll, aber mitten drin im Chaos liegt. Im Gegenteil: Wenn schwere Sattelschlepper vorbeisausen, entwickelt sich ein Sog, der einem schwindlig werden lassen kann. Zudem wird einem Dreck ins Gesicht gewirbelt.

Ortsvorsteher Jürgen Müller kennt das Problem. Und er sieht noch mehr Unzulänglichkeiten. Kürzlich unternahm er frühmorgens eine Begehung. "Die Schulkinder, die um diese Zeit über die Fahrbahn gingen, waren überhaupt nicht im Scheinwerferlicht der Autos zu sehen, da die Bundesstraße in diesem Bereich zusätzlich eine Krümmung aufweist", sagt er. "Zwischen der Einmündung nach Neudorf und der Verkehrsinsel stehen keine Straßenlampen; dort ist es - wenn kein Schnee liegt - zappenduster."

Nun sollen in dem Bereich Lampen aufgestellt werden. Der Auftrag, so Müller, sei an eine Firma vergeben. Sobald jetzt der Frost den Boden verlassen hat, werde mit den Arbeiten begonnen.

Zeitgleich soll das Geländer an der Straße nach Neudorf erneuert werden, das Fahrbahn und Gehweg voneinander trennt. Eigentlich kann es gar nicht mehr Geländer genannt werden, denn es besteht aus dünnen Ketten, die zum Teil bis zum Boden durchhängen. "Sie erfüllen ihren Zweck, den Kindern Sicherheit zu bieten, längst nicht mehr", räumt der Ortsvorsteher ein.

Beide Probleme kann die Kommune lösen. Bei einem dritten ist sie auf fremde Hilfe angewiesen. "Wir wollen, dass die Höchstgeschwindigkeit auf der Bundesstraße herabgesetzt wird", sagt Jürgen Müller. Bislang können die Autos mit einer 70 durchdonnern, denn es handelt sich nicht um eine geschlossene Ortschaft, sondern um eine Trasse zwischen zwei Ortsteilen.

Ein Antrag auf Temporeduzierung beim Straßenbauamt scheiterte. "Mit der Begründung, die Frequenz des Verkehrs sei nicht hoch und die Zahl der Fußgänger zu niedrig, hat die Behörde unser Anliegen nicht befürwortet", formuliert Müller zunächst vorsichtig. Dann wird er deutlicher: "Das haben sie vom grünen Tisch aus entschieden."

Nun versucht er, mit der Landesdirektion Chemnitz eine Lösung zu finden. Sein Ziel: Nicht schneller als mit 50 Kilometern pro Stunde sollen Autos und Motorräder die Stelle passieren dürfen. Ansonsten, da ist er sich sicher, wird es irgendwann einen großen Crash geben. "Bis jetzt haben wir noch keine Häufung von Unfällen. Aber wenn es dort einmal kracht, dann richtig", nimmt Müller an.

Etliche Neudorfer sehen das offenbar ähnlich. 20 Schulkinder sind in dem Ebersbacher Ortsteil registriert. "Viele werden aber von ihren Eltern gefahren, die Angst davor haben, dass ihre Kinder die Straße überqueren müssen", sagt Jürgen Müller und gibt zu bedenken: "Wir haben aber auch viele ältere Bürger, die auf den Bus angewiesen sind und sicher zur Haltestelle gelangen müssen." Frank Pfeifer

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