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Ebersbach: So kommt der Apfel in die Flasche

Ebersbach: So kommt der Apfel in die Flasche

Seit einer Woche werden Äpfel für Lohnmost angenommen und vor wenigen Tagen startete in Sachsen offiziell die diesjährige Apfelsaison.

Ebersbach.

 

 

 

 

Es war schon der fünfte Tag der offenen Tür, zu dem Geschäftsführer Steffen Rockmann mit seinem Team in die Kelterei eingeladen hatte. Dank eines umfangreichen Rahmenprogramms mit Musik, Sport, Quiz und Verkostungen glich das Kelterei-Areal gestern einem Volksfestgelände. Im Mittelpunkt stand trotzdem die Herstellung der beliebten Säfte, Nektare und anderer Getränke von Sachsenobst. Hunderte Besucher nutzten die Gelegenheit, um den Mitarbeitern über die Schulter zu schauen.

So sahen sie zum Beispiel das neue Herzstück der Abfüllerei - einen Füllautomaten aus Italien, der seit Februar in Betrieb ist. Die ständig rotierende Maschine kann sowohl Glas- als auch Kunststoffflaschen befüllen, was eine Besonderheit ist. "Der neue Automat arbeitet etwas schneller und geht noch schonender mit den Produkten um, als der Vorgänger", erklärt Johannes Zimmermann, Technischer Leiter der Keltrei. Zudem könne die Umstellung von Glas- auf PET-Flaschen schneller erfolgen. In der Presserei verfolgten die Gäste, wie aus dem Obst die für die Saftherstellung notwendige Maische erzeugt wird. 140 Tonnen Äpfel können dort täglich gepresst werden. "Zwischen 80 und 85 Prozent beträgt dabei die Ausbeute", erklärte Mitarbeiter Ronny Markert. Was an Schalen, Kernen oder Gehäusen vom Apfel übrig bleibt, bekommen Schafe und Kühe als Futter. Ein regionaler Kreislauf also in jeder Beziehung, was Geschäftsführer Steffen Rockmann gern hervorhebt.

"Regionalität gewinnt bei der Lebensmittelerzeugung zunehmend an Gewicht. Wir haben schon vor 15 Jahren dafür die richtige Investitionsentscheidung getroffen", sagte der Keltereichef. Das verarbeitete Obst, egal ob es von den Plantagen der Unternehmensgruppe oder von privaten Streuobstwiesen stammt, kommt aus der Umgebung. Es wird in der Ebersbacher Kelterei zu Saft oder anderen Getränken verwandelt. "Unser Saft ist Direktsaft und wird nicht aus Konzentrat hergestellt", betont Rockmann. Dicht an der Natur und dicht am Verbraucher, das sind zwei Devisen der Kelterei. Letztere ist Ausgangspunkt für den Tag der offenen Tür. Rockmann: "Wir wollen zeigen, was und wie bei uns produziert wird und so das Vertrauen der Verbraucher gewinnen." Die Strategie geht auf. Im Vorjahr konnte laut Geschäftsführer eine deutliche Absatzsteigerung erreicht werden. Der gestrige Keltereitag kam bei den Besuchern gut an. "Eigentlich wollten wir an der Mulde entlang bis Klosterbuch radeln. Nun bleiben wir vermutlich hier hängen", sagte Bernd Grotz aus Nossen, der sich mit seiner Familie interessiert alle Abteilungen der Kelterei ansah.

Es konnten auch die neusten Getränke von Sachsenobst probiert werden - ein Erdbeer-Fruchtsaft und ein Rote Früchte-Nektar. Und bei Silvia Reinsch im Lager durfte jeder flache Pappkisten falten, die später für die Präsentation der Kelterei-Produkte in Supermärkten verwendet werden. Aus flachen Pappen drei Kisten und das nach Zeit, die Schnellsten erhielten Preise. Reinsch: "Der beste Teilnehmer bislang hat eine Minute und 25 Sekunden gebraucht, eine wirklich gute Zeit." Olaf Büchel

 

-Kommentar

 

Im Altkreis Döbeln werden an folgenden Stellen Äpfel für die Lohnmosterei von Sachsenobst angenommen:

Kelterei Sachsenobst, Ebersbach, Neugreußniger Straße 16, Montag und Mittwoch 9 - 12 und 12.30 - 18 Uhr;

bei Sonnenberg, Simselwitz, Am Wasserwerk 6, Mittwoch, Sonnabend und Sonntag ganztägig;

bei Priemer, Zaschwitz, Nr. 14, Sonntag 9 - 11 Uhr;

bei Straube, Gorschmitz, Nr. 30, Montag und Donnerstag 14 - 18 Uhr;

Raiffeisen-Handelsgenossenschaft, Hartha, Schillerstr. 19 (nur Apfelannahme, Ausgabe in Kelterei), Dienstag 15 - 17.30 Uhr/Sonnabend 8.30 - 11.30 Uhr;

bei Graichen, Wendishain, Nr. 62, Montag und Donnerstag 14 - 17.30 Uhr.

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