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Döbeln Ehemalige Erzieherinnen besuchen Waldheimer Zschopauknirpse
Region Döbeln Ehemalige Erzieherinnen besuchen Waldheimer Zschopauknirpse
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00:47 29.04.2018
Zum 70-jährigen Bestehen der Zschopauknirpse schauten auch ehemalige Erzieherinnen in der Waldheimer Kita vorbei. Quelle: Sven Bartsch
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Waldheim

Zum 70-jährigen Bestehen der Waldheimer Kita Zschopauknirpse hat sich Einrichtungsleiterin Nicole Mann vorgenommen, das Alte und das Neue miteinander zu verbinden. Seit Montag läuft die Festwoche, noch bis inklusive Sonnabend mit dem Tag der offenen Tür wird gefeiert. Und immer wieder werden die Kinder mit der Vergangenheit in Berührung gebracht – etwa durch alte Bewegungsspiele wie „Herr Fischer, Herr Fischer, wie tief ist das Wasser?“, die es der Kitaleitung angetan haben. „Es gibt so viele wunderbare Spiele, die leider nicht mehr oft gespielt werden, aber nicht verloren gehen sollen“, sagte Nicole Mann am Mittwoch.

Auch die ehemaligen Erzieherinnen nahmen das Karussell unter die Lupe. Quelle: Sven Bartsch

Doch nicht nur scheinbar in Vergessenheit geratene Spiele kehren zu den Zschopauknirpsen zurück, sondern auch ehemalige Erzieherinnen. Zehn einstige Kolleginnen folgten der Einladung und schauten sich an, was aus ihrer früheren Wirkungsstätte geworden ist. „Wir haben eigentlich immer viel Spaß gehabt. Am aufregendsten war der Bau der Kinderkrippe“, berichtet Karin Lässig. 1969 stieß sie zu den Zschopauknirpsen und war bis zu ihrem Abschied im Jahr 2011 mehr als 40 Jahre lang Leiterin der Einrichtung. In all diesen Jahren ist viel passiert. „Als ich hier angefangen habe, war dort noch ein Pool“, sagt Lässig und zeigt neben die Kita, wo heute ein Spielturm steht. „Den haben wir damals gestrichen und Ball darin gespielt. Das war auf dem abschüssigen Gelände sonst schwierig.“ Auch die Bauarbeiten im Haus sind der ehemaligen Kitaleiterin bestens im Gedächtnis geblieben. Denn alle Umbaumaßnahmen wurden bei voller Belegung durchgezogen. Ohne das Engagement der Erzieherinnen wäre viel nicht möglich gewesen. „Es steckt viel Herzblut darin. Das war mein Hobby und meine Arbeit“, resümiert Lässig. So manches hat sich auch bis heute nicht geändert. „Jeder Tag ist anders. Man hat zwar immer einen Plan, aber der kann auch oft wieder über den Haufen geworfen werden. Das ist das Schöne an unserem Beruf“, findet Nicole Mann.

Das Karussell kam bei den Kindern besonders gut an. Quelle: Sven Bartsch

Das spiegelt gewissermaßen auch die Festwoche wieder, zu der sich die Erzieherinnen an jedem Tag etwas anderes für die Kinder ausgedacht haben. Während heute Sport in der Turnhalle angesagt ist, stand am Mittwoch ein Karussell im Außenbereich parat. Schöner Zufall: Das Gerät ist in diesem Jahr, gleich der Kita, 70 Jahre alt geworden. „Das Karussell habe ich vor zwölf Jahren vor der Verschrottung gerettet und anschließend restauriert“, verrät Inhaber Heiko Fichter aus Weinböhla. Fast täglich ist damit unterwegs, Interesse bestehe bundesweit. Die Besonderheit an Fichters Karussell: Es läuft mit einem sogenannten Salzwasseranlasser. Diese Technik arbeitet mit Elektroden, die in Salzwasser abgesenkt werden. Dadurch schließt sich der Stromkreis, das Karussell beginnt sich zu drehen und Kinderaugen zu strahlen. Die Freude stand den Zschopauknirpsen gestern jedenfalls ins Gesicht geschrieben.

Von André Pitz

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