Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Ehemalige Poliklinik in Döbeln wird Flüchtlingsheim
Region Döbeln Ehemalige Poliklinik in Döbeln wird Flüchtlingsheim
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:34 08.12.2015
Im leerstehenden Haus A des früheren Gesundheitsamtes werden in den nächsten Tagen die ersten Flüchtlinge einziehen. Foto: Sven Bartsch
Anzeige
Döbeln

Wohin mit all den Menschen? Der Druck auf die Kreisbehörde wächst. Wöchentlich werden dem Landkreis Mittelsachsen 250 Flüchtlinge zugewiesen. Der Druck, die Menschen unterzubringen steigt. Deshalb greift der Landkreis jetzt auf eine größere, eigene Immobilie in Döbeln zurück. Noch in dieser Woche könnten in den Häusern A und C der ehemaligen Poliklinik in der Mastener Straße die ersten Flüchtlinge untergebracht werden.

„Teile der Gebäude stehen leer und sollen nun bezogen werden. Größere Arbeiten müssen nicht vorgenommen werden“, sagt André Kaiser, Pressesprecher des Landratsamtes. Es handelt sich um Verwaltungsgebäude in einem guten Zustand, die aber über keine Duschen verfügen. Deshalb sind beispielsweise Sanitärcontainer erforderlich, die bereits am Montag per Kran angeliefert wurden. Möbelpacker haben bereits massenweise Betten in die Räume geschleppt, die zuletzt vom Gesundheitsamt genutzt wurden. „Konkret geht es um die Gebäude Haus A und C. Betreiber wird die Gesellschaft für Strukturentwicklung und Qualifizierung mbH Freiberg, die auch schon die Notunterkunft an der Döbelner Bahnhofsstraße betreibt“, so André Kaiser. Wie viele Personen nach jetzigem Stand in der ehemaligen Poliklinik unterbracht werden, entscheidet sich am Dienstag im Laufe des Tages.

Der Kreistag von Mittelsachsen hat auf seiner Sitzung am Mittwoch über überplanmäßige Ausgaben in Höhe von 3,1 Millionen Euro für die Unterbringung von Flüchtlingen zu entscheiden. Insgesamt muss der Landkreis damit in diesem Jahr 19,3 Millionen Euro für die Unterbringung und Betreuung von Asylbewerbern sowie die Sicherheit der Unterkünfte ausgeben. Der Kreis rechnet dabei fest damit, dass diese Kosten zu 100 Prozent vom Bundeshaushalt übernommen werden.

Das Ende der Fahnenstange ist bei der Unterbringung der Flüchtlinge im Kreis aber noch nicht erreicht. Weiterhin wird nach geeigneten Gebäuden gesucht, um die Flüchtenden unterzubringen und die Lasten breiter auf alle Städte und Gemeinden zu verteilen. „Auch die leerstehende Chorener Schule in der Gemeinde Mochau ist weiterhin ein Thema für die Nutzung als Unterkunft für Asylsuchende“, sagt dazu Landkreissprecher André Kaiser.

Von Thomas Sparrer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ein zukunftsweisendes Projekt wird gerade in der Westewitzer Kläranlage des Abwasserzweckverbandes (AZV) Döbeln-Jahnatal vorbereitet. Es geht darum, den im Abwasser vorhandenen Kohlenstoff so gut wie möglich vor dem Belebungsbecken herauszufiltern, um ihn zum Beispiel für die Energiegewinnung nutzen zu können.

08.12.2015

Wohl zum letzten Mal hat die IG Dampflok Nossen einen historischen Sonderzug zwischen Dresden und Leipzig fahren lassen. Bald ist auch mit dem regulären Personenverkehr auf der Strecke bis Meißen Schluss. Dann ist in Döbeln Endstation für die Regionalbahn.

06.12.2015

Nicht mit einem Exemplar erzgebirgischer Schnitzkunst, sondern mit schnöden Schlosserhämmern wetteiferten zwei Waldheimer Vereine am Sonnabend um den Sieg bei der diesjährigen Stadtwette auf dem 20. Historischen Weihnachtsmarkt an der Zschopau.

07.12.2015
Anzeige