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Döbeln Ehrenmedaille für Wilfried Adolph und Susanne Röder
Region Döbeln Ehrenmedaille für Wilfried Adolph und Susanne Röder
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21:33 12.01.2018
Sowohl Wilfried Adolph, Vorsitzender des Roßweiner SV (v.l.), als auch Roßweins Kantorin Susanne Röder (v.r.) wurden mit der Ehrenmedaille der Stadt geehrt. Quelle: Foto: Sven Bartsch
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Rosswein

Über 100 geladene Gäste aus Wirtschaft und Politik, Vereinen, Händlerschaft, sozialen Einrichtungen der Stadt zollten den beiden Ausgezeichneten im großen Ratssaal ihren Respekt.

Nicht nur musikalisch bot der kurzweilige offizielle Teil des Abends eine große Bandbreite – „Steh auf“ von den Toten Hosen erklang genauso wie „Lobet den Herrn“. Während Roßweins Oberschüler in Chor und Instrumentalgruppe wieder für die musikalische Ausschmückung des Abends sorgten, bedankte sich Susanne Röder gemeinsam mit fünf Mitgliedern der Kantorei für die Auszeichnung mit einem Lied. Die stets offen stehende Tür des Musik- und Notenarchivs der Kantorei Roßwein sei ein Sinnbild für die Kirchenmusik in Roßwein, die durch die Arbeit von Susanne Röder eine „Qualität erlangt hat, die sich hören lassen kann“, beschrieb Pfarrer Dr. Heiko Jadatz in seiner Laudatio. Kirchenmusik in Roßwein sei etwas Lebendiges, Offenes und bereichere das Leben der Stadt. Bürgermeister Veit Lindner (parteilos), der seine Redebeiträge trotz des offiziellen Rahmens zwanglos und humorvoll gestaltete, betonte, dass man als Stadt dankbar und stolz sein könne auf dieses Juwel.

Dankbar ist das Stadtoberhaupt auch für die jahrzehntelange Arbeit von Wilfried Adolph, der schon Mitglied im heutigen Roßweiner SV war, als der Bürgermeister noch nicht einmal geboren war. Peter Krause, sowohl stellvertretender Vorsitzender des RSV, als auch stellvertretender Bürgermeister der Stadt, beschrieb Adolph in seiner Laudatio als durchaus unbequemen, aber im Sinne der Sache stets kämpferischen Vereinschef, der in den zurückliegenden Jahrzehnten unschätzbar viel für den Sport in Roßwein getan hat. Im Mai dieses Jahres will Adolph aus Altersgründen nicht wieder als Vereinschef kandidieren.

Hinter den Roßweinern liegt ein Jahr, das nach Bürgermeister Veit Lindner „nicht das schlechteste für unsere Stadt“ gewesen ist. Den Rückblick auf die verschiedenen Investitionen – in Höhe von 1,7 Millionen Euro – ersparte er den Gästen mit Blick auf die Redezeit, denn es gab erstmals auch noch einen Impulsvortrag von Walter Stuber, einem der Geschäftsführer der Gerüstbau Gemeinhardt GmbH zum Thema Mut in der Unternehmensentwicklung. Dafür konnte jeder auf einem Blatt im Programm nachlesen, was geschafft wurde und was im Jahr 2018 ansteht. Eines allerdings hob Lindner dennoch mündlich hervor: Die Fertigstellung des Staatsstraßenrings S34/39 durch die Stadt. Nach 27 Jahren müsse endlich niemand mehr durchgeschüttelt werden auf seinem Weg zum Markt. Und auch an die Ampelanlage hätten sich die Roßweiner jetzt, nach einem halben Jahr, gewöhnt, meinte er mit einem Augenzwinkern. Weniger amüsant sei die Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr gewesen, das bei der Umsetzung der Maßnahme nicht auf die Bedürfnisse der Menschen vor Ort eingegangen war. Dankbar sei man deshalb für den Wirbel, den der Behindertenbeirat und Landtagspolitiker ausgelöst hatten, so dass die Stadt im Nachhinein doch noch einen Fuß in die Lasuv-Tür bekam, um Abänderungen herbeiführen zu können.

Lindner blickte zurück auf ein Jahr, in dem mit der Übernahme des Schmiedewerkes durch die österreichische Frauenthal-Gruppe Arbeitsplätze in der Stadt erhalten werden konnten, in dem gleichzeitig Arbeitsplätze durch die Insolvenz der traditionsreichen Wäscherei im Gewerbegebiet vermutlich unwiederbringlich verloren gingen. Die Lösung für die alte Post (Ärztehaus) und für das Studentenwohnheim (Altergerechtes Wohnen) seien ein wichtiger Schritt; Freude herrscht auch darüber, dass so manche graue Fassade im Zuge der Straßenbaumaßnahmen im vergangenen Jahr durch Eigentümer-Initiative verschwunden ist. „Ich hoffe, dass noch viele dem guten Beispiel folgen werden“, sagte Lindner.

Die Menschen in Roßwein waren und sind es, die das Leben der Stadt ausmachen. Unternehmer und Händler, Ehrenamtler in sozialen Einrichtungen und Vereinen und die Mitarbeiter der Stadt hätten als Teile des großen Ganzen gut zusammen fungiert, wie Zahnräder ineinandergegriffen. Ihnen allen sprach Veit Lindner seinen Dank aus., bevor die Schüler der Förderschule, die am Abend traditionell bei der bewirtungs halfen, mit Sekt zum gemeinsamen Anstoßen den Saal eroberten.

Von Manuela Engelmann

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