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Döbeln Ein Erlebnis: Große Klänge von ganz jungen Solisten
Region Döbeln Ein Erlebnis: Große Klänge von ganz jungen Solisten
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07:00 14.03.2016
Schüler der Musikschule Carl Philipp Emanuel Bach spielen zum Musikerlebnistag mit der Mittelsächsischen Philharmonie, hier am Blüthnerflügel: Jennifer Weber. Quelle: Gerhard Dörner
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Döbeln

In einem Punkt sind die jungen Solisten vom Abschlusskonzert des Musikerlebnistages schon ganz Profis: Ihnen ist kein Fünkchen Aufregung anzumerken. Im Döbelner Theater sitzen sie am Sonntag noch selbst in den Zuhörerreihen, als auf der Bühne mit dem Orchester der Mittelsächsischen Philharmonie geprobt wird. Musikschulleiterin Margot Berthold von der Musikschule Carl Philipp Emanuel Bach beschließt ihre Moderation mit den Worten an die Zuhörer: „Ich möchte, dass sie alle staunen.“ Schon während der Generalprobe kann sie weder ihre Aufregung noch Begeisterung verbergen, mit der sie die Darbietungen der Jugendlichen verfolgt. Da ist sie bereits vollkommen überzeugt, dass es ein gelungener Tag werden wird.

Ernst wird es ab 16 Uhr, als Margot Berthold die Eröffnung des Konzertes der jugendlichen Musikschüler ankündigt. Als Erste setzt sich Jennifer Weber an den Flügel. Die 14-Jährige spielt das Andante maestoso aus Alec Rowleys Miniature Concerto in G-Dur mit beeindruckender Souveränität. An den Flügel folgt ihr mit dem 13-jährigen Philipp Hoffmann der Jüngste unter den Solisten. Als er fünf Jahre alt war, begann er zu spielen, ist bereits Preisträger von „Jugend Musiziert“ und bringt in Döbeln aus Joseph Haydns Klavierkonzert D-Dur das Vivace zu Gehör.

Die 18-jährige Josephine Hoffmann, an der Blockflöte, hat alle drei Sätze von Antonio Vivaldis Concerto per flauto C-Dur drauf. Mit sechs Jahren begann sie zu spielen, stand als 11-Jährige erstmals mit einem Orchester in der Leisniger Stadtkirche St. Matthäi vor großem Publikum. Die gleichaltrige Lea-Marie Berger trägt Carl Maria von Webers Klarinettenkonzert Nummer 1 f-Moll vor, ein Stück, an welchem sich sonst Musikhochschul-Studenten versuchen. Lea-Marie spielt bereits im Landesjugendorchester Sachsen. Mit ihrer Querflöte beschließt die 17-jährige Johanna Hübler den ersten Teil des Konzertes mit Vivaldis Concerto für Flöte in g-Moll.

Während der Generalprobe sitzt Johanna Hübler mit in den Zuhörerreihen des Theaters. Zum Thema Aufregung sagt sie: „Natürlich ist sie schon da vor so einem Auftritt. Aber wenn erst einmal die ersten drei Töne gespielt sind, verfliegt sie schnell." Sie spiele das Vivaldi-Stück schon geraume Zeit. Am 2. Juni wird sie es vor kleinerem, jedoch wichtigem, weil extrem fachkundigem Auditorium vortragen: Dann absolviert sie ihre Oberstufenprüfung. Ein Studium der Musik möchte sie nach ihrem Abitur nicht beginnen, sieht ihre berufliche Zukunft eher im Sektor der Medizin. „Aber die Musik möchte ich unbedingt in meinem Leben behalten“, sagt sie und kann sich gut vorstellen, einmal in einer Gruppe zu spielen.

Den fünf Solisten ist ihr Applaus auf jeden Fall sicher, bevor sich weitere sechs Musikschul-Eleven mit in das Orchester setzen für Anitras Tanz und die Morgenstimmung aus Edvard Griegs Peer Gynt Suite. Im letzten Teil des Konzertes zeigt die Schulband des Lessing-Gymnasiums Döbeln ihr Können.

„Der Musikerlebnistag ist mit dem Familientag der VR-Bank organisatorisch sehr gut verknüpft, es klappt alles wunderbar“, lobt Margot Berthold. „Eltern mit Kindern können das Haus als Spielstätte für sich entdecken, die Kinder zum ersten Mal den Umgang mit einem Musikinstrument erproben.“ Dies hatte Andreas Berger ermöglicht. Der Leiter des Blasorchesters der Musikschule ließ schon die Kleinsten in Tuba und Trompete blasen. Dabei stellten sich die Steppkes viel besser an als die Erwachsenen, „die gehen viel zu verkopft an die Sache“, konstatiert Berger, und Margot Berthold ergänzt lachend, den Kindern müsse man nur sagen, sie sollen mal einen Pups nachmachen. „Dann klappt auch der erste Ton aus der Tuba.“ Sie freut sich darüber, dass es am Musikerlebnistag sogar Anmeldungen für die Musikschule gegeben hat.

Von Steffi Robak

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