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Döbeln Ein Knall, Verletzte und Blut: Döbeln und Leisnig üben für den Ernstfall
Region Döbeln Ein Knall, Verletzte und Blut: Döbeln und Leisnig üben für den Ernstfall
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22:00 12.11.2017
Fiktive Gasexplosion: Im Döbelner Klinikum wurde der Umgang mit Schwerverletzten geübt. Quelle: Foto: Gerhard Dörner
Döbeln

Ein ohrenbetäubender Knall, Feuer, Qualm, Gebäudeteile stürzen auf einen Supermarkt, Menschen schreien, Verletzte liegen blutend auf dem Boden. Ein grausiges Szenario – zum Glück ist es nur eine Katastrophenschutzübung.

Die größte Übung dieser Art in Sachsen absolvierte der Landkreis Mittelsachsen vor wenigen Tagen gemeinsam mit fünf Kliniken und mehreren Hilfsorganisationen. Angenommen wurde eine Gasexplosion mit 110 Verletzten. Die über 300 Beteiligten probten die Verteilung und Behandlung verletzter Personen in fünf Krankenhäusern, darunter die Kliniken in Leisnig und Döbeln. „Es war eine Herausforderung für die Rettungsdienste und Notaufnahmen“, sagt die zuständige Referatsleiterin Jana Lützner nach der Übung und zieht ein positives Fazit. Die Alarmierungspläne für einen solchen Fall waren hochgefahren worden, die Kräfte schnell einsatzbereit. In der Regel dauert das rund zwei Stunden, die Zeiten wurden laut Lützner unterboten.

Viele Freiwillige wirkten bei der Übung als Statisten mit, sie wurden extra geschminkt, mussten über die fiktiven Schmerzen klagen oder sogar schreien. Lützner: „Es sollte so realistisch wie möglich sein.“ Die Krankenhäuser zeigten an, dass sie entgegen den Erwartungen weitere Kapazitäten für schwerst- und leichtverletzte Personen haben. „Durch solche Übungen halten wir uns fit für den Ernstfall. Das Szenario des Landkreises ist eine große Chance, unter verschärften Bedingungen zu trainieren“, erklärte Dr. René Schwarz, Ärztlicher Direktor der Helios Kliniken Leisnig.

In der Realität ruft der Landrat als Leiter der Unteren Katastrophenschutzbehörde den Katastrophenfall aus. „Das geschieht dann, wenn bei einem Großschadens­ereignis die verantwortlichen Kräfte vor Ort die Lage allein nicht bewältigen können oder wenn mehrere Gemeinde­gebiete betroffen sind“, sagt Jörg Höllmüller, Leiter des Verwaltungsstabes im Landratsamt. Rettungsdienste und Feuerwehren verfügen über Kat-Schutz-Einheiten, die dann ausrücken. Döbeln ist zudem einer von zwei Standorten im Landkreis mit Technik und Kräften des THW, das über den Bund angefordert werden kann. Eingetreten ist der Katastrophenfall im Raum Döbeln zuletzt bei den Hochwasser­ereignissen 2002 und 2013.

Von obü

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