Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Ein Krippenplatz kostet 880 Euro im Monat

Ein Krippenplatz kostet 880 Euro im Monat

Ab heute gilt der Rechtsanspruch auf einen Kinderkrippenplatz auch für Döbelner Eltern. Aktuell hält die Stadt Döbeln insgesamt 155 Betreuungsplätze für Kinder bis drei Jahre bereit und hat hierbei noch einen kleinen Puffer.

Voriger Artikel
Bienchen für Bauarbeiter
Nächster Artikel
Christian Ludwig für Flutstiefel vorgeschlagen

Hier ist noch Platz: Alex, Auxilia und Alejandro sind die drei Kinder, die Tagesmutter Renate Suhr aktuell in ihrer kleinen Einrichtung in Döbeln-Nord betreut. Seit Ende Februar ist sie mit bis zu fünf zu betreuenden Kleinkindern zwischen einem und drei Jahren offiziell im Bedarfsplan der Stadt Döbeln aufgenommen.

Quelle: Gerhard Dörner

Döbeln. Bis zu fünf Kinder im Alter von einem bis drei Jahren darf die Tagesmutter in der extra umgebauten und kindgerecht eingerichteten Erdgeschosswohnung in Döbeln-Nord aufnehmen. Vier Kinder hat sie seit dem Start Ende Februar betreut. Seit Montag ist der erste Schützling in den Kindergarten gewechselt. Ein weiteres Kind geht ab September in den Kindergarten.

Ab Anfang des nächsten Jahres sollen in Döbeln 48 neue Krippenplätze zur Verfügung stehen. Der Bau der neuen Kinderkrippe hinter der Grundschule in Döbeln-Ost ist beschlossene Sache. Er könnte, wenn alles gut geht, in den nächsten Wochen starten. Die Aufträge wurden im Stadtrat am 11. Juli vergeben.

"Die Zahl der angemeldeten Krippenkinder ist derzeit aber auch ohne die neugebaute Kinderkrippe noch händelbar", verkündete Birgit Hummitzsch, Amtsleiterin für Schulen, Soziales und Wohnen im Döbelner Rathaus, zuletzt auch im Döbelner Stadtrat. Es gibt in den Einrichtungen im Stadtgebiet noch einen kleinen Puffer.

Die Plätze stehen also zur Verfügung. Doch die Kinderbetreuung kostet auch Geld. Hier gibt es für die Eltern von Kleinkindern zwischen null und drei Jahren schlechte Nachrichten: Denn der Elternbeitrag für die Krippenbetreuung wird ab 1. September angehoben. Döbelner Eltern von Kindern im Krippenalter müssen dann 176 Euro im Monat berappen. Das sind vier Euro mehr als bisher. Die Eltern der 16 Krippenkinder in der Ziegraer Kindertagesstätte "Spatzennest" müssen sogar 13 Euro mehr bezahlen. Hier lag der Kinderkrippenbeitrag vor der Eingemeindung nach Döbeln bei 163 Euro im Monat.

Alljährlich muss die Stadt die Betriebskosten aller acht städtischen Kindereinrichtungen und der vier Einrichtungen von Freien Trägern analysieren und die durchschnittlichen Betriebskosten pro Platz in Krippe, Kindergarten und Hort ermitteln. Zwischen 20 und 30 Prozent dieser Gesamtkosten pro Platz muss laut sächsischem Kindertagesstättengesetz der Elternbeitrag angesiedelt werden. Mit 82,95 Euro lag der Kindergartenbeitrag in allen Döbelner Einrichtungen nach der letzten Abrechnung bei 20,45 Prozent der Gesamtbetriebskosten pro Platz und damit am unteren Limit. Für die 22 Kindergartenkinder in Ziegra wird der Kindergartenbeitrag durch die Eingemeindung nach Döbeln sogar monatlich 11,05 Euro günstiger. So würden sich die höheren Krippenbeiträge für Ziegraer Eltern später wieder ein wenig ausgleichen. Beim Hortbeitrag liegt die Stadt noch knapp über dem unteren Limit. Für die fünfstündige Betreuung kann der Betrag deshalb bei 41,90 Euro bleiben. Bei der Sechs-Stunden-Hortbetreuung müssen Eltern künftig aber 1,40 Euro drauflegen und kommen auf 48,40 Euro im Monat.

Insgesamt kostet ein Krippenplatz in Döbeln pro Monat 879,05 Euro, der Kindergartenplatz 405,71 Euro und der Hortplatz 197,79 Euro. Die Eltern tragen an diesen Gesamtkosten also nur reichlich ein Fünftel. Der Löwenanteil wird aus dem städtischen Haushalt beglichen. Zudem steuert das Land etwa ein Drittel bei.

 

 

1488 Kinderbetreuungsplätze hält die Stadt Döbeln in acht eigenen und vier freien Kindereinrichtungen vor, davon 255 Krippenplätze, 633 für Kindergartenkinder sowie 611 Hortplätze.

Zudem gibt es eine Tagesmutter, die insgesamt fünf Kleinkinder im Alter von einem bis drei Jahren betreuen darf.

Für diese von der Stadt angebotenen Betreuungsangebote gelten überall die gleichen vom Stadtrat beschlossenen Elternbeiträge für Krippe, Kindergarten und Hort. Das ist unabhängig davon, ob es sich um eine städtische Einrichtung oder eine von einem Freien Träger geführten Einrichtung handelt. Auch die Tagesmutter ist im Bedarfsplan der Stadt verankert und so an die festgelegten Elternbeiträge für Krippenkinder gebunden.

In der Kinderkrippe sind ab 1. September monatlich 176 Euro als Elternbeitrag zu berappen. Im Kindergarten sind es 82,95 Euro. Die Hortbetreuung für die Erst- bis Viertklässler nach Ende des Unterrichtes kostet für fünf Stunden 41,90 Euro und für sechs Stunden 48,40 Euro. Für Geschwisterkinder und für Alleinerziehende gibt es Abschläge.

Mit einem Etat von 7,2 Millionen Euro im städtischen Haushalt ist Kinderbetreuung die zweitgrößte Ausgabenposition nach den Personalkosten. Nimmt man die Schulen noch dazu, dann gibt die Große Kreisstadt Döbeln jährlich zehn Millionen Euro und damit ein Drittel aller Ausgaben für Kinder- und Jugendliche aus. 1,23 Millionen Euro fließen als Elternbeiträge zurück, zwei Millionen Euro kommen als Landeszuschuss für die Kitas dazu. Damit bleiben 3,87 Millionen Euro, also mehr als 50 Prozent der Kinderbetreuungskosten, als Ausgaben bei der Stadt.

Thomas Sparrer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Döbeln
  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr

  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

Was beschäftigt die Menschen in den kleinen Orten zwischen Döbeln, Waldheim und Hartha? Wir besuchen jene kleinen Dörfer, denen normalerweise wenig Beachtung geschenkt wird, geben einen Einblick in die Geschichte des Ortes und sprechen mit den Bewohnern über früher und heute. mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Das LVZ-Sommerkino lud wieder zu unterhaltsamen Filmabenden ins Scheibenholz ein. Sehen Sie hier einen Rückblick in Fotos und Geschichten. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

22.09.2017 - 10:27 Uhr

Die Stadtliga Leipzig geht am kommenden Wochenende in ihre sechste Runde. Den Auftakt macht die Partie zwischen der Sachsenliga-Reserve des SSV und den Lok-Kickern. Die Elf vom Trainerduo Klinger/Mißlitz möchte nach drei Pleiten in Serie dabei endlich wieder punkten.

mehr