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Döbeln Ein Nichtsnutz auf der Suche nach dem Ich
Region Döbeln Ein Nichtsnutz auf der Suche nach dem Ich
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23:07 23.06.2014
Gestenreiches Spiel im sparsamen Bühnenbild verspricht die heutige Premiere. Quelle: Bartsch
Döbeln

Von Thomas Sparrer

Gemeinsam mit Janny Fuchs (31), Dramaturgin und Theaterpädagogin am Schauspiel Hannover, und mit Französisch-Lehrerin Danielle Sturm (56), die den Theater-Kurs leitet, haben sich die Schüler für das Stück entschieden, das auf Henrik Ibsens dramatischem Gedicht beruht. Seit Oktober wird geprobt. Aus dem Text heraus entwickeln die 20 Schüler ihr Spiel und dabei auch einiges an Wortwitz. Die dramatische Geschichte vom Taugenichts Peer Gynt soll dabei keineswegs nur ein Drama bleiben.

Janny Fuchs spielte in ihrer Schulzeit selbst in der Theater AG des Lessing-Gymnasiums mit. Nach ihrem Studium der Literaturwissenschaften und der Philosophie schrieb sie selbst Stücke und brachte sie erfolgreich auf die Bühne. Als sie beim Döbelner Theaterprojekt zugesagt hatte, arbeitete sie noch freischaffend in Dresden. Zwischenzeitlich ist sie am Schauspiel Hannover angestellt. Im Team mit Danielle Sturm, der Leiterin der Theater AG, gelang es dennoch, die Probentermine so zu koordinieren, dass Janny Fuchs nicht jede Woche aus Hannover anreisen musste. "Wir sind ein gutes Team", sagen beide Frauen lachend. Auch die Acht- bis Zwölftklässler versprühten bei der gestrigen Generalprobe viel Lust am Spielen. Dabei sind die Rollen nahezu alle Hauptrollen und es war viel Text zu lernen. Zweitbesetzungen gibt es nicht. Jeder hat seinen großen Auftritt.

Die moderne Fassung von Henrik Ibsens Stoff beschreibt fantasievoll und spannend das Erwachsenwerden und die Suche nach dem richtigen Weg. In seinem Dorf als Nichtsnutz und Angeber verrufen, träumt der junge Bauernbursche Peer davon, König der Welt zu werden. Er verlässt seine Mutter und Solveig, die ihn liebt, und will, dass sie auf ihn wartet. Er geht um die halbe Welt, gelangt zu den Trollen, verfällt der Tochter des Trollkönigs, wird reich durch Sklavenhandel und landet schließlich in einem Irrenhaus in Kairo. Als alter Mann und unerkannt kehrt Peer nach Hause zurück. Nur Solveig wartet auf ihn. Die Premiere, heute Abend, um 19.30 Uhr, ist ausverkauft. Für Schüler der neunten bis 11. Klassen sind am Mittwoch und Donnerstag, jeweils 11 Uhr Vorstellungen. Abendvorstellungen gibtes zudem am Mittwoch und Donnerstag jeweils um 19.30 Uhr. Für beide Vorstellungen gibt es an der Theaterkasse noch Karten.

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