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Döbeln Ein Tag für die Döbelner Skateboarder
Region Döbeln Ein Tag für die Döbelner Skateboarder
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18:08 18.03.2012
Döbeln

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Die Atmosphäre vor der Skaterhalle ist locker, Jugendliche sitzen plaudernd auf Plüschsofas. Hier und da wird ein Bierchen getrunken. Wer es bis dato noch nicht wusste, erfährt es hier: Skaten ist mehr als ein Sport für zumeist junge Leute, ist vielmehr Ausdruck eines Lebensgefühls, bei dem der Spaß im Mittelpunkt steht. "Just for Fun" lautet denn auch das gängige Motto unter den Contest-Teilnehmern.

Daran hat sich in dem reichlichen Jahrzehnt, seitdem Robert Gerten seine ersten Skatererfahrungen in der Halle sammelte, nichts geändert, an anderen Dingen indes schon. "Wir haben die Halle damals halblegal genutzt, waren froh, bei Regen ein Dach über dem Kopf zu haben", so der gebürtige Döbelner, der seinen Lebensmittelpunkt mittlerweile nach Dresden verlagert hat. "Dass die Sache irgendwann einmal ganz legale Züge annehmen würde, war für uns damals so weit weg, dass wir uns darüber überhaupt keine Gedanken gemacht haben", erzählt der 26-Jährige. "Ich laboriere seit geraumer Zeit an einer Handverletzung, die eine Teilnahme derzeit nicht möglich machen", berichtet der Wahl-Dresdener. Trotzdem sieht er im Skaten keinen Sport mit überdurchschnittlich großem Verletzungsrisiko. "Ungefährlich ist es nicht, aber verletzen kann man sich auch beim Fußball."

Fußball gespielt wird am Sonnabend in der Roßweiner Straße zwar auch, im Mittelpunkt jedoch steht die Fortbewegung auf dem mit Rollen bestückten Brett. Um auf diesem stehend über den Döbelner Parcours zu gehen, ist auch "Felle" aus Leipzig in seine alte Heimatstadt gekommen. "Schön zu sehen, dass die Halle weiterlebt", berichtet der 28-Jährige. Seit knapp eineinhalb Jahrzehnten frönt er dem Skatersport.

Am Sonnabend gehen zum einen die gesponserten Skater der Kategorie A an den Start - also jene, die von Firmen aus der Szene Skates, Start- und teilweise auch Fahrtgeld zur Verfügung gestellt bekommen. Außerdem dabei: die ungesponserten Skater die Kategorie B sowie die Acht- bis Vierzehnjährigen in der Kategorie C.

Der Parcours liegt laut Sven Barthel hinsichtlich seines Schwierigkeitsgrades im Durchschnitt. Der Meißner, der am Sonnabend als A-Skater an den Start geht, bezeichnet sich mit seinen 33 Jahren als "Opa der Szene". "Ich komme aber immer wieder gern nach Döbeln, um viele Leute wieder zu sehen, die man über den Winter hinweg nur selten sieht, und um die Veranstaltung und die hier betriebene Nachwuchsarbeit zu unterstützen." Und: Es gibt noch eine weitere Begründung für den 33-jährigen Domstädter: "Die Bierpreise sind fair."

Große Preisgelder gab es übrigens nicht für die Sieger. "Wir teilen die Startgelder auf die Sieger auf, prinzipiell geht es bei uns um den Spaß an der Sache und nur sekundär um Geld", erzählt Turnier-Mitorganisatorin Ruth Porstmann. "Mit unseren Veranstaltungen wollen wir jenen Leuten, die die Skater-Szene in Döbeln mit aufgebaut haben, aber zum Großteil nicht mehr in der Stadt leben, die Möglichkeit geben, zusammen zu kommen." Roger Dietze

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