Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Ein „Wieder-Singen“ mit Johannes Dickert im früheren Wirkungskreis
Region Döbeln Ein „Wieder-Singen“ mit Johannes Dickert im früheren Wirkungskreis
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:13 08.08.2016
Kirchenmusikdirektor Johannes Dickert leitet am 13. August das Konzert der Jugendkantorei des Wurzener Domes in der Marienkirche Roßwein. Quelle: Dickert
Anzeige
Roßwein/Hartha

Mit dem Konzert am Sonnabend kehrt der heutige Kirchenmusikdirektor in seinen früheren Wirkungskreis zurück – mit den heutigen jungen Chormitgliedern. Die wechselvolle Geschichte des Chors hat ihren Ausgangsort in Hartha, als Dickert bei der dortigen Kirchgemeinde als Kirchenmusiker angestellt war. Er zog nicht allein mit diesem musikalischen Angebot Jugendliche aus dieser Stadt wie auch aus Waldheim, Döbeln oder anderen Orten der Umgebung nach Hartha. In den letzten Jahren der DDR bot er damit jungen Christen auch einen Ort, wo sie sich mit ihrer Art, christliche Gemeinschaft zu leben, geborgen fühlen konnten.

Sänger wechselten mit nach Wurzen

1986 wechselte Johannes Dickert von Hartha nach Wurzen, wurde zunächst Kantor und Organist der Stadtkirche St. Wenceslai und des mittelalterlichen Doms St. Marien in Wurzen und im selben Jahr zum Kirchenmusikdirektor des Kirchenbezirks Wurzen berufen.

Zu einigen Sängern der damaligen Jugendkantorei Hartha war die Verbindung so stark, dass sie fortan nach Wurzen fuhren, um dort mit Dickert weiter zu singen. In Hartha löste sich die Jugendkantorei dennoch nicht auf. Die hier Gebliebenen probten fortan mit dem Waldheimer Kantor Wolfgang Ihl. In Roßwein besteht nun die Chance für die damaligen Chormitglieder, sich miteinander und auch mit dem vielleicht ersten Kantor ihres Sängerdaseins zu treffen. Noch heute sind Sängerinnen und Sänger von damals in den Kirchenchören der Region aktiv.

Chor gastierte in der Schweiz und Österreich

Nach Dickerts Wechsel nach Wurzen zählte der Chor zunächst nicht mehr als zehn Mitglieder. Zur Jugendkantorei des Wurzener Domes gehören heute etwa 30 junge Leute im Alter zwischen 16 und 30 Jahren. Sie kommen aus verschiedenen Orten in Sachsen und Sachsen-Anhalt, wo sie zumeist studieren. Einmal monatlich wird unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Johannes Dickert zu Chorwochenenden in Wurzen geprobt. Konzerte im gesamtdeutschen Raum, von München, Leipzig oder Berlin bis nach Hamburg, spornen an zu neuen musikalischen Herausforderungen. Ebenso gastierte der Chor bereits in Gemeinden in Österreich und der Schweiz.

In Dresden eröffnete der Chor im Juli 1997 eine neue Konzertreihe zum Wiederaufbau der Frauenkirche. Erarbeitung werden vorrangig geistliche A-capella-Werke alter und neuer Meister. Gemäßigt moderne Chorliteratur gehört ebenso zum Repertoire wie Spirituals. In der Roßweiner Marienkirche tritt der Chor am Sonnabend 17 Uhr mit Werken unter anderem von Sethus Calvisius, Max Reger, aber auch aus der Feder verschiedener Dresdener Kreuzkantoren auf.

Von Steffi Robak

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mehrere hundert Euro Sachschaden sind entstanden, als am Sonntag in Döbeln Müllbehälter brannten. Eine 1000-Liter-Restmülltonne sowie drei weitere Restmüllbehälter mussten von der Feuerwehr gelöscht werden.

08.08.2016

Es gibt feste Größen im Waldheimer Stadtfestprogramm, das dieses Jahr zum 26. Mal über die Bühne ging. Und doch gibt es immer etwas Neues. Zum Beispiel einen Drei-Bürgermeister-Frühschoppen. Sowohl das amtierende Stadtoberhaupt Steffen Ernst gab sich offiziell die Ehre, als auch Nach-Wende-Bürgermeister Karl-Heinz Teichert und Ernsts Vorgänger Steffen Blech.

08.08.2016

Ausnahmezustand an der Zschopau: In Waldheim steppt jetzt bis Sonntag der Bär beim 26. Stadtfest. Auf zwei Bühnen geht die Luzie ab und die dargebotene Kultur reicht von Rock bis Barock. Eine lange Schlange bildete sich am Freitagabend am Bierfass, das Bürgermeister Steffen Ernst zünftig angezapft hat.

05.08.2016
Anzeige