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Döbeln Ein Wohnblock weniger in Roßwein
Region Döbeln Ein Wohnblock weniger in Roßwein
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00:36 26.07.2015
Nicht mehr viel übrig ist vom Wohnblock in der Roßweiner Schrebergartenstraße 8 bis 12. Der Abrissbagger erledigt heute den Rest. Quelle: Olaf Büchel
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36 Zweiraum-Wohnungen befanden sich in dem Block der Roßweiner Wohnungsgenossenschaft. Diese entschied sich wegen des zunehmenden Leerstandes in dem Haus zum Abriss. Es ist der erste Rückbau überhaupt, den die Genossenschaft realisiert.

"Die Nachfrage nach Zweiraum-Wohnungen stagniert und wir haben auch ohne die Schrebergartenstraße 8 bis 12 genügend im Bestand, um den Bedarf zu decken", begründet Genossenschaftschef Lutz Hammer den Schritt. Der Erstbezug des vierstöckigen Hauses mit drei Eingängen war zum Jahreswechsel 1963/64 erfolgt. "Wenn die Mieter damals um die 25, 30 Jahre alt waren, weiß man, wie alt sie heute sind und das es einige von ihnen nicht mehr gibt", sagt Hammer. Alle, die noch in dem Haus lebten, haben eine andere Wohnung von der Genossenschaft angeboten bekommen. Lutz Hammer: "Der Großteil hat das auch genutzt und sich damit verbessert. So konnten die Mieter in tiefere Stockwerke ziehen oder verfügen jetzt über einen Balkon."

Den Abriss erledigt die Rochlitzer Firma Umtech. Fördermittel hat die Wohnungsgenossenschaft zwar beantragt, aber keine erhalten. So bringt sie die notwendigen rund 100 000 Euro vollkommen alleine auf. Wo das Gebäude stand, soll Grünfläche entstehen. "Das Gelände wird aufgeschüttet und begradigt und die Fläche dann neu eingesät. Bis zum Winterhalbjahr wird das ganze ein ordentliches Bild ergeben", kündigt der Genossenschaftsvorsitzende an.

Die Nachfrage potenzieller Mieter sei zurzeit nicht schlecht. Sechs Wohnungen werden gerade neu hergerichtet. Und durch den Abriss des Blockes könnte der Leerstand bei der Genossenschaft bald auf ein Prozent sinken.

Auch für die Attraktivität der Wohnungen unternimmt der Vermieter einiges. So erhalten zwölf Wohneinheiten in der Straße des Friedens 13/15 bis Mitte September neue Balkone. Der Bau der Fundamente dafür startet Anfang August, ab 13. August erfolgen die notwendigen Mauerdurchbrüche. Nächstes Jahr gibt es laut Hammer weitere Balkone für 18 Wohnungen in der Straße des Friedens 7/9/11. obü

Olaf Büchel

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