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Döbeln Ein neues Konzept für Döbelns Innenstadt
Region Döbeln Ein neues Konzept für Döbelns Innenstadt
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22:42 09.02.2012

"Wir wollen mit dem Einzelhandelskonzept den Handel und die Attraktivität der Döbelner Innenstadt sichern. Neben der Innenstadt als wichtigstem Handelsplatz der Stadt wollen wir auf der Grundlage eines solchen Konzeptes aber auch die Nahversorgung in den Wohngebieten sichern", umriss Döbelns Baudezernent Thomas Pfeiffer die Ziele des Einzelhandelskonzeptes. Stadtrat Sven Weißflog (Freie Wähler) hatte zuvor kritisiert, dass ein solches Papier seit Jahren überfällig sei und auf dieser Grundlage schon in der Vergangenheit manche Fehlentwicklung hätte verhindert werden können. So hätte der Elektronikgroßmarkt im Gewerbegebiet Döbeln-Ost viel besser in die Innenstadt gepasst. "Wir müssen unser Stadtzentrum weiter stärken, um Kaufkraft hier zu halten und die Innenstadt vital zu machen. Wir können uns nicht auf dem jetzigen Stand ausruhen. Wir müssen dran bleiben, damit nicht irgendwann die Rollladen runter gehen wie am Markt in Roßwein", so Weißflog.

Die Kritik wies CDU-Fraktionschef Bernhard Maluck zurück: "Die positive Entwicklung unserer Innenstadt bis jetzt ist kein Zufall. Dafür haben wir hier im Ratssaal viel gekämpft, diskutiert und gestritten". Auch Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU) bekräftigte, dass alles, was jetzt in dem Einzelhandelskonzept festgeschrieben werden soll, in der Vergangenheit im Rat auch schon bedacht wurde. Er erinnerte an die lange intensive Diskussion mit dem Stadtwerbering über die Kauflandansiedlung an der Schillerstraße. "Der Verkehr rollt heute. Die von Kaufland geforderte Fußgängerbrücke zur Innenstadt wird angenommen. Wir müssen auf diesem Weg weiter machen", so Egerer. Dass es bislang noch kein Einzelhandelskonzept gibt, begründete Baudezernent Thomas Pfeiffer damit, dass die Stadt bisher versucht habe, die Kosten des Konzeptes im Rahmen des europäischen Efre-Programmes oder über das Programm Stadtumbau-Ost gefördert zu bekommen. Da das nicht gelang, muss das Geld nun aus dem Stadtsäckel locker gemacht werden.

Um herauszufinden, wo in der Döbelner Geschäftswelt Nachholbedarf besteht, wird der aktuelle Handelsatlas der IHK Chemnitz für das Konzept genutzt. Es sind Haushalts- und Kundenbefragungen geplant; Stadtwerbering und der Bund der Selbstständigen werden einbezogen.

Für knapp 200 000 Euro erwirbt die Stadt per gestrigem Ratsbeschluss die 18 500 Quadratmeter große Fläche des ehemaligen BMK-Süd von einem Hamburger Privatmann. Damit kann zusammen mit dem Gelände der ehemaligen Möbelwerke zwischen B 169 und Feldstraße das rund 4,7 Hektar große Gewerbegebiet-Süd entwickelt werden. Mit bereits genutzten Gewerbeflächen (Vergölst, Clariant) hat das Gebiet eine Gesamtfläche von rund 9,5 Hektar. Für die städtischen Flächen gibt es zwei potenzielle Investoren. Mit ihnen sollen noch dieses Jahr Kaufverträge abgeschlossen werden. Ein dritter Interessent, Partzsch Elektromotoren, ist zwischenzeitlich auf ein baureifes Grundstück im Gewerbegebiet Fuchsloch in Mochau ausgewichen.

Thomas Sparrer

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