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Döbeln Eine Autodesign-Legende beim Döbelner Käfertreffen
Region Döbeln Eine Autodesign-Legende beim Döbelner Käfertreffen
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20:22 05.06.2016
Süßer Käfer zum Bemalen, und der kleine Hugo oben drauf.   Quelle: Sven Bartsch
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Döbeln

Viel besser hätten sich die Organisatoren des 24. Döbelner Käfertreffens vom Verein Döbelner Käferbande den Sonnabend nicht wünschen können: Strahlender Sonnenschein, voll besetzte Klosterwiesen mit Käfern, Karman Ghian und Bullis soweit das Auge reicht und mittendrin – eine Käfer-Ikone.

Brunhild Liljequist, einst einzige Frau im männerdominierten VW-Designteam in Wolfsburg, war mit ihrem Hausjournalisten Martin Santoro (Magazin Gute Fahrt) extra aus Gifhorn angereist, um das in der Käfer-Szene inzwischen weit bekannte Döbelner Treffen zu besuchen.

Die heute 80-Jährige hatte vor 30 Jahren rund ein Dutzend Sondermodelle des Käfers geschaffen: Jeans-Käfer, Auberginen-Käfer, Silver Bug oder den Samtrotenen mit geschwungenen schwarzen Tribals auf den Türen und weiteren feinen Details. In eben einem solchen nahm sie am Sonnabend auch Platz und wunderte sich über das große Interesse der Besucher an ihr, die vom Veranstalter als besonderer Gast angekündigt worden war. „Ich kann das Gefühl gar nicht beschreiben, es ist ein Erlebnis. Die Menschen hier sind wunderbar, damit hätte ich nicht gerechnet“, schwärmte sie.

Über ihre Zeit bei VW kam sie am Steuer des roten Flitzers von 1984 ein wenig ins Plaudern. Damals hatte sie den Auftrag erhalten, aus dem Käfer etwas Besonderes zu machen, da die Verkaufszahlen sanken. „Das haben die anderen Kollegen nicht so gern gemacht, aber ich hatte lange Erfahrung mit dem Käfer und wusste, wo was zu stehen hat“, sagte sie. „Damals musste ich nur einen Prototypen vorführen und dann durfte ich alles machen, hatte freie Hand“, erzählte sie.

Und so überzog sie die Sitze eines Käfers mit Jeansstoff, ließ sie in bunten Farben lackieren, die ihr auch privat gefielen oder sorgte für edle Innenausstattung. Dass die Sondermodelle 30 Jahre später Ikonen und begehrte Sammlerstücke sein würden, damit hatte sie nicht gerechnet. „Ich dachte, na sollen sie noch ein paar verkaufen“, sagte sie lächelnd.

Die glückliche Besitzerin eines Samtroten, die Liljequist auf dem Beifahrersitz begrüßen durfte, war Ramona Hansen aus Burgstädt. Sie ließ sich das Armaturenbrett signieren und schwärmte vom Käfertreffen: „Es ist herrlich, mit den Leuten zu reden über solche alten Modelle. Und es macht Spaß so einen zu schalten“, sagt sie und gab zu, dass es im Alltag ein Mercedes Automatik sei, den sie fahre. Brunhild Liljequist, die auch den Golfball-Schaltknauf im GTI und die Karo-Sitze erfand, fährt heute keinen Käfer mehr. Umso mehr freute sie sich über eine kleine Ausfahrt mit Karola Hansen.

Von Sebastian Fink

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