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Eine Kirchgemeinde packt an: Frischekur für Kapelle in Nauhain

Fördermittel für Sanierung Eine Kirchgemeinde packt an: Frischekur für Kapelle in Nauhain

Eine Generalüberholung bekommt derzeit die Kapelle in Nauhain. Bevor die Putz- und Bodenarbeiten aber starten können, packten die Kirchgemeindemitglieder und viele ehrenamtliche Helfer mit an, um die Kapelle leer zu räumen. Landeskirche und Denkmalpflege steuerten finanzielle Mittel bei, jetzt ruht die Hoffnung auf Spenden.

Pfarrerin Maria Beyer zeigt, wie der Altar in der Kapelle in Nauhain derzeit aussieht. Schon bald bekommt auch er eine Generalüberholung.

Quelle: Sven Bartsch

Nauhain. Von außen ist es kaum erkennbar, dafür zeigt sich im Inneren der Kapelle in Nauhain, was da seit Wochen vor sich geht. Der Putz ist bis auf eine Höhe von knapp einem Meter abgetragen. Der alte Klinkerplatten-Fußboden ist raus und der Altar steht verloren im Chorraum. Pfarrerin Maria Beyer dokumentiert den aktuellen Stand der Arbeiten. Ursprünglich sollten die Wände der Kapelle nur neu gestrichen werden, doch schon bald zeigte sich, dass der Zustand von Wänden und Böden nicht mehr auf einem optimalen Stand ist. Im Handumdrehen wurde sich ein erster Eindruck von den anstehenden Arbeiten gemacht und Kostenvoranschläge eingeholt. „Als es dann Aussicht auf Förderung von der Landeskirche gab, haben wir die Chance genutzt“, erklärt die Pfarrerin.

Putz von den Wänden geholt

Mit Hilfe der Gemeindemitglieder und weiterer ehrenamtlicher Helfer wurde die Kapelle bereits Ende des vergangenen Jahres leer geräumt. „Viele Helfer haben mit angepackt. Es war ein Selbstläufer und hatte eine ganz eigenen Dynamik“, freut sich Maria Beyer über das Engagement der fleißigen Helfer. Anschließend wurde der marode Putz von den Wänden geholt und der Fußboden abgetragen. „Wir sind in engem Kontakt mit der Denkmalpflege“, weiß Maria Beyer. In den Wänden sammelte sich immer mehr Feuchtigkeit und auch die Klinkerplatten auf dem Boden der Kapelle trugen zu einem ungünstigen Klima bei. Künftig sollen Natursteinplatten den Fußboden zieren – und ihn atmen lassen. Heizung, Leitungen und weitere Aufgaben stehen auf dem Maßnahmenplan.

Insgesamt werden rund 80 000 Euro fällig. Bis zu 40 000 Euro übernimmt die Landeskirche, bis zu 10 000 Euro die Denkmalpflege. Die notwendigen Zuwendungsbescheide sind schon eingetroffen. „Den Rest der Kosten müssen wir selber aufbringen“, so die Pfarrerin. Knapp 10 000 Euro stehen bisher zur Verfügung, für den anderen Teil erhofft sich Maria Beyer Spenden von Gemeindemitgliedern und all denjenigen, die helfen wollen.

Auch der Altar bekommt ein neues Antlitz. „Ein spätgotisches Werk von Peter Bräuer wird dort seinen Platz finden“, weiß Maria Beyer. Außerdem wird er neu verputzt und der Fußboden wird aufgebaut. So wie der Altar derzeit dasteht, könnte die Pfarrerin kaum drüber schauen. Der Chorraum, in dem der Altar steht und der um 1500 errichtet wurde, bekommt eine neue Deckengestaltung. Noch älter als dieser Teil der Kapelle ist nur der Turm selbst. Er wurde in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts errichtet.

Offene Baustelle zu Himmelfahrt

Bis zum Schluss wurde die Kapelle in Nauhain genutzt. Ab und an Gottesdienste, Taufen oder auch Silberhochzeitsjubiläen. Zuletzt gab es sogar einen Gottesdienst auf der Baustelle in der Kapelle. Die nächste Möglichkeit, einen Blick hinein zu werfen, gibt es am morgigen Himmelfahrtstag. Um 10 Uhr hält Pfarrerin Maria Beyer einen Gottesdienst ab. Allerdings vor der Kapelle. „Aber nur, wenn das Wetter schön ist. Ansonsten findet der Gottesdienst in der Wendishainer Kirche statt.“ Die Gunst der Stunde kann genutzt werden, um sich den Zwischenstand der Bauarbeiten innerhalb der Kapelle anzusehen. Wenn nichts dazwischen kommt und alle Arbeiten wie geplant verrichtet werden können, soll die Kapelle am 27. August dieses Jahres in neuem Glanz erstrahlen. Für diesen Tag ist ein Gottesdienst geplant. Um 10.15 Uhr wird der eröffnet.

Von Stephanie Helm

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