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Döbeln Eine Woche mit Ampel: Roßweiner sehen Vor- und Nachteile
Region Döbeln Eine Woche mit Ampel: Roßweiner sehen Vor- und Nachteile
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14:14 20.04.2017
Noch sind nicht alle Ampeln in Betrieb. Quelle: Olaf Büchel
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Rosswein

Die Stadt hat zum ersten Mal überhaupt fest installierte Ampelanlagen. Diese hat der noch nicht ganz fertiggestellte innerstädtische Ausbau der Staatsstraßen mit sich gebracht. Seit einer Woche sind fast alle Lichtsignale an der Sparkassen- und der Poststraßenkreuzung in Betrieb. Die Reaktionen der Roßweiner sind unterschiedlich.

Helmut Kugler lebt schon seit 40 Jahren in Roßwein. In dieser Zeit ist er gut ohne feste Ampeln ausgekommen. Mit seinen 91 Jahren ist er heute als Fußgänger, aber auch noch als Autofahrer unterwegs. Gegen die neuen Lichtsignalanlagen hat er nichts. „Na klar muss man sich erst richtig daran gewöhnen. Aber die Ampeln bringen wenigstens richtige Ordnung rein in den Verkehr“, sagt Kugler. Eine kurze Zeit an der roten Fußgängerampel zu stehen, stört den Rentner nicht. Dafür kommt er schließlich gleich darauf sicher über die Straßen, die gerade in der Hauptverkehrszeit stark befahren sein können.

In der Hauptverkehrszeit sieht hingegen Peter Burkhardt das Hauptproblem. Der Roßweiner hat nach Inbetriebnahme der Ampel selbst schon ziemlich lange Autoschlangen bei Rot erlebt. „Der Verkehr hat sich hier von der alten Post bis an die Obere Weinbergstraße zurückgestaut“, beschreibt Burkhardt. Kraftfahrer, die auf der Oberen Weinbergstraße stehen, hätten zeitweise Mühe, auf die Döbelner Straße in Richtung Sparkasse aufzufahren. Erst wegen des Ampel-Rückstaus, und wenn dieser langsam abfließe, komme auch schon wieder Verkehr aus Richtung Sparkasse. Peter Burkhardt: „So richtig ausgegoren ist das noch nicht.“ Froh ist Burghardt zudem, dass er das Elektronikfachgeschäft an der Dresdner Straße aufgegeben hat. Durch die Ampel gibt es auch dort Rückstau. „Ein Be- und Entladen an einem Geschäft ist dort kaum noch möglich.“

Roßweins Bauamtsleiterin Petra Steurer ist nicht für die Ampeln verantwortlich, da es sich um Staatsstraßen handelt, die sich in Regie des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) befinden. Doch sie weiß, dass es sich eigentlich um „intelligente“ Ampeln handeln soll. Das heißt: längere Grünphasen bei langen Autoschlangen, damit der Verkehr besser abfließt.

Noch ist aber der Innenstadtring nicht fertig. Die Döbelner Straße zwischen Sparkasse und Markt und nun auch die Straße am Markt sind wegen Bauarbeiten gesperrt. Die Poststraße ist nur in Richtung Norden offen, damit die Busse auf der Umleitungsstrecke besser um die „Postecke“ kommen. Die Ampel für die spätere Auffahrt von der Post- auf die Döbelner Straße ist noch außer Betrieb.

Von Olaf Büchel

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