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Einen Vogel auf Händen tragen

Burg Mildenstein Einen Vogel auf Händen tragen

Die Beizjagd mit Greifvögeln hat eine Jahrtausende alte Tradition. Gäste der Burg Mildenstein konnten Grundzüge dieser Art des Jagens und die dazu gehörenden Begriffe zum jüngsten Erlebnistag kennen lernen. Heike und Peter Jäkel unterhalten in Langenau bei Brand-Erbisdorf eine Wildvogelpflegestation, kennen sich deshalb auch mit Greifvögeln aus.

Heike Jäkel mit einem Wüstenbussard. Auf Burg Mildenstein erklärt sie die Grundzüge der Beizjagd.

Quelle: Sven Bartsch

Leisnig. Wo hohe Herrschaften residierten – und das taten sie auf der Burg Mildenstein – frönten sie auch der Jagd. So waren am Sonntag zum thematischen Erlebnistag auf der Burg Jagdhornsignale zu vernehmen. Jedoch musste sich niemand vor einem wilden Jäger in Acht nehmen. Stattdessen erfuhren die Gäste, die vor allem am Nachmittag den Burghof und die Museumsräume bevölkerten, einiges über das Jagdhandwerk, wie es unter anderem der Burgeigentümer Kaiser Barbarossa gepflegt haben dürfte. Dazu gehörte die Beizjagd, mit Greifvögeln.

Als Burgfräulein auf dem Pferderücken

Die Attraktion des Tages waren die Vögel von Heike und Peter Jäkel. Ein Uhu, zwei Wüstenbussarde und zwei Turmfalken saßen auf ihren Recks und wurden von den Gästen aus sicherer Entfernung bestaunt und fotografiert. So mancher der gefiederten Protagonisten fasse schon mal ordentlich zu, wenn ihm jemand zu nahe komme, sagt Heike Jäkel. Anders verhielt sich hingegen Stute Kanada: Mit ihr am Zügel drehte Peter Jäkel so manche Runde im Burghof, im Sattel ein stolzes kleines Burgfräulein. Am Nachmittag erläuterte Heike Jäkel das kleine Einmaleins des Falknerhandwerks.

Burgbewohner erzählen von früher

Bevor ein Vogel zur Beizjagd einsetzbar ist, wird er zunächst abgetragen, das heißt: Er lernt es, ohne Angst auf dem Handschuh am Arm des Falkners zu sitzen, während dieser den Vogel mit sich trägt. Am Nachmittag fanden sich sogar einige mutige Kinder, die einen Turmfalken auf Händen trugen. Zum thematischen Erlebnistag schlüpften Burgmuseumsmitarbeiter in die Rollen früherer Burgbewohner. So erzählte Kurfürstin Margaretha aus der Burggeschichte. Wer wollte, konnte alten Geschichten von der Jagd und vom Wald lauschen, sich über Jagdmethoden und Jagdwaffen aus dem Mittelalter informieren oder sich die ersten Handgriffe des Bogenschießen erklären lassen.

Horn und Harfe in der Kapelle

Für die passende Klangkulisse sorgte Stefan Weyh nicht allein mit Jagdhornklängen. Sein Harfhorn-Konzert zog Neugierige in die Burgkapelle. Weyh spielt Harfe und Alphorn simultan, da ihn beide Instrumente klanglich begeistern. Gleichzeitig Harfe spielend und ein so genanntes Vogelhorn blasend, brachte Weyh unter anderem Stücke von Vivaldi und Mozart zu Gehör. Für den Dienstag wird erneut auf die Burg Mildenstein eingeladen. Im Rahmen der Aktion im Schlösserland Sachsen „Ferienspaß für Königskinder“ beginnt 11 Uhr eine Führung zum Thema „Ritter“.

Von Steffi Robak

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