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Eingeschränkter Sportunterricht in Großweitzschen

Gemeinde muss in Turnhalle investieren Eingeschränkter Sportunterricht in Großweitzschen

Große Ausgaben kommen auf die Gemeinde Großweitzschen zu: Die Bildungsagentur hat bei einer Überprüfung der Grundschul-Turnhalle das fehlen von Prallschutzwänden bemängelt. Die muss die Kommune nun schnellstmöglich einbauen. Andere Investitionen in die Schule rücken dadurch in den Hintergrund.

Die Grundschulkinder in Großweitzschen müssen derzeit auf laufintensiven Sport verzichten.

Quelle: Sven Bartsch

Großweitzschen. Ungeplante Ausgaben kommen auf die Gemeinde Großweitzschen zu: Nach einem Rundgang durch die Grundschul-Turnhalle während der Winterferien hat die Sächsische Bildungsagentur festgestellt, dass rundherum Prallschutzwände fehlen, die für den Turnhallenbetrieb gesetzlich vorgeschrieben sind. Wegen dieses sicherheitstechnischen Mangels findet seither nur eingeschränkt Sportunterricht statt, wie Bürgermeister Ulrich Fleischer (parteilos) bestätigt. „Es darf derzeit kein laufintensiver Sport gemacht werden. Ungehindertes Auftreffen auf die Wände muss vermieden werden“, erklärt das Gemeindeoberhaupt. Sportarten wie Völkerball, Wendeläufe und Sprints fallen in der restlichen Hallensaison weg. Dennoch findet ein geregelter Sportunterricht statt. Die Sportlehrer haben sich auf die Lage eingestellt. Stunden fallen nicht aus, wie Schulleiterin Anita Reppe betonte.

Durch die Aufforderung der Bildungsagentur ist die Gemeinde nun gezwungen, die Prallschutzwände schnellstmöglich nachzurüsten. Dabei hatte es den Hinweis auf den Mangel schon bei früheren Überprüfungen gegeben. Alle zwei Jahre kontrolliert die Bildungsagentur den Sicherheitsstandard von Schulen und Sportstätten. Nun wurde sie in ihren Forderungen konkret. „Es gab vorher schon den Hinweis, aber nicht in dieser Strenge. Es war eher als langfristige Maßnahme angekündigt. Bei der letzten Begutachtung wurde dieser Standard nun mit Nachdruck verlangt“, sagt Fleischer.

Wie viel die Nachrüstung kosten wird, ist derzeit noch nicht absehbar. Jedoch ist der Bürgermeister überzeugt, dass es eine Summe sein wird, die die Gemeinde nicht eben im Vorbeigehen aufbringen kann. „Es ist bereits alles am Laufen. Wir holen derzeit Angebote ein und werden dann die Kosten betrachten und sehen, wie schnell dafür auch Fördermittel zu bekommen sind“, sagt Fleischer. Das Problem sei, ein passendes Förderprogramm zu finden, da derzeit die Ausrichtung eher auf Außen- und energetische Sanierung fokussiert sei. Zur Not müsse die Gemeinde das Geld allein aufbringen. Für eine Auftragsvergabe könnte selbst die Gemeinderatssitzung am 26. April noch zu früh kommen. Mit einem tatsächlichen Beginn der Arbeiten kann demnach erst ab Mitte des Jahres gerechnet werden.

Durch die unerwarteten Ausgaben rücken voraussichtlich weitere Investitionen in der Grundschule in den Hintergrund. Erst in der vergangenen Woche konnte der neue Werkraum im ehemaligen Zimmer des Ganztagsangebotes für die Schüler fertig eingerichtet werden. Insgesamt 35 000 Euro hat die Kommune aus eigener Tasche für neue Elektrik, Malerarbeiten und die Ausstattung mit 16 Arbeitsplätzen investiert. Dies ist jedoch im Umnutzungsplan der Grundschulräume nur das erste Glied einer Kette von Baumaßnahmen: Der alte Mittelschulwerkraum im Obergeschoss, der für die Kinder wegen der hohen Werkbänke nicht ideal ausgestattet war, sollte als nächstes zurückgebaut und zu einem neuen Klassenraum für die erste Klasse umgestaltet werden. Deren Klassenzimmer soll anschließend aus dem Keller nach oben verlegt werden. „Wann dies geschehen kann, hängt von der Haushaltplanung und den zu erwartenden Umbauten in der Turnhalle ab“, sagt Fleischer.

Von Sebastian Fink

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