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Döbeln Einigung auf dem Harthaer Friedhof
Region Döbeln Einigung auf dem Harthaer Friedhof
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13:21 10.05.2016
Quelle: Sven Bartsch
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Hartha

„Ich möchte den Friedhof heller gestalten, damit sich die Leute nicht erdrückt und trotz ihrer Trauer möglichst wohl fühlen“, sagte Harthas Friedhofsmeister Sebastian Markert Anfang Februar. Danach trat der Denkmalschutz auf den Plan und überraschte sowohl die Friedhofs- als auch die Stadtverwaltung mit der Aussage, dass es sich bei der Ruhestätte um ein Flächendenkmal handele. Ein Umgestaltung ohne Abstimmung mit der Behörde kommt also nicht infrage. Bei einer Begehung des Friedhofes mit Friedhofsmitarbeitern, Kirchenvorstand, Landratsamt, Naturschutzbund, Stadtverwaltung und Vertretern des Amtes für Denkmalpflege am 28. April wurden die Rahmenbedingungen für das weitere Vorgehen abgesteckt. Die Ergebnisse stellte Sebastian Markert am Dienstagmorgen auf dem Friedhof vor. So soll darauf geachtet werden, dass die ursprüngliche Alleenführung auch nach notwendigen Baumfällungen oder Neupflanzungen erkennbar bleibt. Zudem muss mit in Betracht gezogen werden, ob Tiere in den jeweiligen Bäumen leben. „Es geht darum, dass die alten Bäume erhalten bleiben und nicht aus irgend einem kryptischen Grund weggemacht werden“, so Markert über das friedhofsprägende Gehölz. Über die kommenden Jahre hinweg möchte sich der Friedhofsmeister in Absprache mit Denkmalschutz und Naturschutzbund um die hoch über den Gräbern thronenden Fichten kümmern, die zum Teil entfernt und durch kleinere Bäume ersetzt werden sollen.

Für frischen Wind im Baumbestand des Friedhofs hat Markert bereits Anfang der Woche mit Unterstützung von Sylvia Reichert-Penzel gesorgt. Die Harthaerin ist nach Markerts Aufruf Baumpatin geworden und kümmert sich jetzt um eine frisch gepflanzte Nelkenblütenkirsche. „Ich bin der Meinung, so ein Baum ist ein Geschenk an nachfolgende Generationen. Außerdem spendet er Freude für Menschen und Lebensraum für Tiere. Insgesamt haben sich bis heute zehn Baumpaten dazu bereit erklärt, den Friedhof bei der Pflege neuer Gewächse unter die Arme zu greifen oder finanziell zu Unterstützen. Gesucht wird weiterhin. „Es gibt noch viel zu tun“, meint der Friedhofsmeister. Nun möchte die Verwaltung die Ruhestätte zum Tag des offenen Denkmals im September anmelden.

Von André Pitz

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