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Döbeln Einkaufs-Sonntag: Döbelner und Gäste nehmen Angebot an
Region Döbeln Einkaufs-Sonntag: Döbelner und Gäste nehmen Angebot an
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00:18 21.12.2016
Quelle: Sven Bartsch
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Döbeln/Rosswein

Freundliche Gesichter, nette Verkäuferinnen, zufriedene Kunden und strahlende Kinderaugen – verkaufsoffener Sonntag in Döbeln. Am Nachmittag herrschte trotz Schmuddelwetter zeitweise dichter Andrang in den Geschäften, viele Menschen flanierten auf der Bäckerstraße zwischen Niedermarkt und Weihnachtsmarkt. Und sie ließen auch Geld in der Stadt.

„Hier ist der Andrang nicht ganz so riesig wie in den Großstädten, man wird gut beraten und mit ihrem Angebot müssen sich die Döbelner Händler keinesfalls verstecken“, brachte es Siegwart Jäntzsch (53) auf den Punkt, der mit seiner Familie aus Lommatzsch zum Advents-Bummel in die Stiefelstadt gekommen war.

Im City-Kaufhaus bildeten sich sogar kleine Schlangen an der Kasse, die Rolltreppe hatte gut zu tun. Den Service etlicher Händler, die Geschenke fürs Fest gleich hübsch verpacken zu lassen, nahmen zahlreiche Käufer gern in Anspruch, zum Beispiel in der Stadtparfümerie oder in der Buchoase an der Ritterstraße.

Genervt zeigte sich an diesem 4. Adventssonntag einzig und allein der Inhaber des Sportladens am Döbelner Obermarkt. Dessen Reaktion auf die höfliche Frage, wie denn bei ihm die Geschäfte laufen, ist in eine der unteren Schubladen einzuordnen. Ein kleiner Wermutstropfen. Vielleicht lag das daran, dass am Tag zuvor, an dem die Läden ebenfalls schon länger geöffnet waren, tatsächlich nicht ganz so viel los war. Das Fazit der Händler für den Sonnabendnachmittag fiel deshalb eher verhalten aus. „Am vergangenen Sonnabend war es voller“, sagte Birgit Wismach vom Schuhladen am Obermarkt. So richtig klagen konnte sie aber nicht. „Es ist immer jemand da, auch wenn es ein paar Leute mehr sein könnten.“ „Durchschnittlich“, lautete die Bilanz in der Fleischerei Härtel an der Ecke Bäckerstraße/Stadthausstraße. „Wenn wir das Mittagsangebot nicht gehabt hätten...“, ist weiter zu hören. Das Geschäft hatte das ganz auf weihnachtliche Gaumenfreuden angepasst. Entenkeulen und Wildgulasch gab es. Keine Freudensprünge gab es am Sonnabend in der Stadtparfümerie am Niedermarkt, dafür flossen aber auch keine Verzweiflungstränen. Als eher ruhig wurde der Kundenverkehr beschrieben.

In Roßwein hatten sich die Geschäftsleute und einige Handwerker viel Mühe gegeben, um am Sonntag Kundschaft in die geöffneten Läden zu locken. Hier duftete es nach Glühwein, dort nach Spekulatius. Andrang vor den Kassen brachte das aber nicht. An den wegen Bauarbeiten noch unfertigen Gehwegen oder am hässlichen Nieselregen könnte es unter anderem gelegen haben. Wobei: „Die Leute sollen doch nicht draußen stehen bleiben, sondern hereinkommen“, sagte Kathrin Heilfort vom Spiel- und Schreibwarengeschäft. Bei ihr konnten die Kunden sogar Weihnachtsschmuck basteln. Keinesfalls blieben die Roßweiner vor der Toreinfahrt zum Hinterhof des Friseursalons Thiele stehen. Der kleine Weihnachtsmarkt im Schein gemütlicher Holzfeuer kam gut an. Der knusprige Mutzbraten war eine willkommene Abwechslung zur derzeit gängigen Bratwurst.

Von Olaf Büchel & Dirk Wurzel

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