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Eins, zwei, Tep: Schüler präsentieren gelernte Tänze in der Hartharena

Tanzstundenball in Hartha Eins, zwei, Tep: Schüler präsentieren gelernte Tänze in der Hartharena

Über 100 Schüler der Leisniger und Waldheimer Oberschulen sowie des Harthaer Gymnasiums hatten am vergangenen Sonnabendabend ihren großen Auftritt. Neun Tänze, die sie in den letzten Wochen beim Tanzcenter Kießling erlernten, brachten sie aufs Parkett. Begleitet von den Blicken stolzer Muttis, Vatis, Omas und Opas.

Samantha Boitz und Niko Gerber waren eins von 50 Paaren, die beim Tanzstundenball in der Hartharena ihr Gelerntes vorzeigen durften.

Quelle: René Helm

Hartha. „Die Männer links vorwärts, die Damen rechts rückwarts“, gibt Mario Müller seinen Schützlingen letzte Anweisungen mit auf den Weg, bevor die Schritte von ganz alleine kommen. Der Tanzlehrer und Inhaber des Tanzcenters Kießling aus Frankenberg begleitete die Schüler der neunten Klassen von Leisniger und Waldheimer Oberschule und Harthaer Gymnasium in den letzten Wochen dabei, die Standardtänze zu erlernen. Am Sonnabendabend hatten die Mädchen und Jungen ihren großen Auftritt. Alle waren gekommen – Oma, Opa, Eltern, Tanten und Freunde – um die Ergebnisse beim großen Tanzstundenball in der Hartharena zu sehen.

Freundinnen leihen sich gegenseitig Ballkleider

Das Licht etwas gedimmt, die Tische festlich geschmückt – an eine Turnhalle erinnerte die Hartharena nicht mehr wirklich. Dafür sorgten nicht zuletzt die Schüler selbst, denn sie sind im feinen Zwirn und schicken Ballkleidern zum Ball gekommen. Samantha Boitz und Niko Gerber waren eins von knapp 50 Paaren, die auf dem Parkett die Hüften schwangen. Beide kennen sich seit Kindheitstagen und waren sogar das zweite Mal beim Tanzstundenball. Letztes Jahr waren sie ganz regulär dabei, als sie beide in der neunten Klasse waren. Dieses Jahr hatten sie einfach Lust, noch einmal dabei zu sein. Samantha Boitz, die mittlerweile die zehnte Klasse besucht, trägt ein glitzerndes, türkises und bodenlanges Kleid. Ihrer Freundin lieh sie ein weinrotes Kleid, weil sie so viele im Schrank hat. Neun Tänze beherrschen die Schüler an diesem Abend. Gestartet wird aber mit der traditionellen Polonaise, bei der zu Beginn des Abends alle Paare gemeinsam auf die Tanzfläche treten und sie nach und nach einnehmen. Genug Zeit für Mutti und Vati ihre Kinder zu begutachten und stolz die eine oder andere Träne zu vergießen. Dann geht es endlich los und als erstes wird der langsame Walzer getanzt. Musik kommt von der Band „Heinz“ aus Glauchau.

Mario Müller führt als Tanzlehrer durchs Programm. Seit Jahrzehnten macht seine Tanzschule die Schüler der Region zu kleinen und großen Tänzern. Immer noch wird im Harthaer „Schwan“ geprobt – inklusive rustikalem Ambiente, wie früher. Der erfahrene Tanzlehrer erklärt, warum es nicht nur ums Tanzen geht. „Die Schüler lernen ihr Gegenüber wertzuschätzen. Höflichkeit, Umgang und eine gesteigerte Sozialkompetenz sind tolle Nebeneffekte unseres Tanzkurses.“ Kommen anfangs noch unsichere Schüler zum ersten Mal in den Kurs, sind es am Ende selbstsichere junge Männer und Frauen. „Es wird sich untereinander respektiert“, weiß Mario Müller.

Selbstvertrauen und höfliche Umgangsformen

Die Höflichkeit zeigt sich nicht zuletzt beim Tanzstundenball. Schon Wochen zuvor wurden die Mädchen ganz klassisch von den Jungen eingeladen. Und zum großen Abend brachten sie ihrer Tanzpartnerin dann auch noch einen kleinen, zarten Blumenstrauß mit. Das Tanzen läuft bei dem einen Paar besser, bei dem anderen etwas holpriger. Macht aber nichts, denn allein der Spaß zauberte den Schülern ein Lächeln auf die Lippen. Und die Familie? Die kann gar nicht glauben, wie schnell aus ihrem kleinen Mädchen plötzlich eine junge Frau werden konnte, die jetzt im Ballkleid an der Seite ihres Tanzpartners übers Parkett schwebt. In unzähligen Fotos hielten die Familien diese Erinnerungen fest.

Das Tanzcenter Kießling hat schon jetzt wieder erste Buchungen fürs nächste Jahr. „Die Begeisterung, Standardtänze zu erlernen, ist nie abgeklungen“, freut sich Mario Müller.

Von Stephanie Helm

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