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Döbeln Einsatz im Gotteshaus: Kirchgemeinde ruft zum Frühjahrsputz auf
Region Döbeln Einsatz im Gotteshaus: Kirchgemeinde ruft zum Frühjahrsputz auf
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09:00 24.04.2017
Gisela Creutz und ihre achtjährige Tochter Miriam packten beim Frühjahrsputz in der Kirche Ziegra ordentlich mit an und nahmen sich das Putzen der Fenster vor. Quelle: she
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Ziegra

Nach der Winterpause folgt das große Putzen. Auch auf dem Gelände der Kirche Ziegra gehört das traditionell zum Pflichtprogramm. Am vergangenen Sonnabendvormittag rief die Kirchgemeinde ihre Mitglieder auf, Hand anzulegen. An alles, was im Winter liegen bleiben musste. Sowohl auf dem Außengelände als auch in der Kirche selbst wurden Putzschwämme geschwungen, Rechen gezückt und Staub beseitigt. „Es sind viele Kirchgemeindemitglieder aus Technitz hier, aber auch die Ziegraer sind dabei“, weiß Andreas Pelz vom Kirchenvorstand der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Technitz-Ziegra. Er selbst steht mit Handschuhen bewaffnet am Zaun, um Pflanzen- und Verschnittreste in einen Container zu bugsieren. Ein Loch im Boden, mitten auf der Wiese, musste neu befüllt werden. Aber auch innerhalb des Gotteshauses stand so einiges auf dem Zettel.

Allein musste Andreas Pelz am Sonnabend nicht ackern. Im Gegenteil. Neben Christian Otto, der sich über die Maßen mit seiner Frau für die Kirchgemeinde engagiert, kamen noch so einige mehr zum Frühjahrsputz. Auch Gisela Creutz. Die Mutter einer achtjährigen Tochter beteiligt sich schon seit vielen Jahren am Putzeinsatz für die Kirchgemeinde. Bisher in Technitz, aber weil sie mittlerweile in Ziegra lebt, nun hier. Verstärkung hatte sie sich mit ihrer Tochter Miriam geholt. Die beiden nahmen sich direkt die Fenster in der Kirche vor, um dort wieder für klare Sicht zu sorgen. Mit Gummihandschuhen machte sich die Achtjährige ans Werk. „Halt, dort nicht. Die Scheibe ist schon geputzt“, rief Gisela Creutz ihrer Tochter zu als diese eifrig mit dem Lappen ans Werk ging. Das Mutter-Tochter-Gespann traute sich erst einmal nur an die kleineren Fensterpartien. Die richtig großen Außenfenster des Gotteshauses sind eine Herausforderung für sich. „Da müssen wir mal sehen, wie wir dort rangehen“, sagte Andreas Pelz. „Die Fenster sind mehrere Meter hoch und sehr kleinteilig. Da müsste jemand, der besser keine Höhenangst hat, mit der Leiter ran.“ Im Herbst soll einen solchen Putzeinsatz noch einmal geben. Dann kann auch die Hecke am Rande des Geländes gestutzt werden. „Hecken darf man im April nicht schneiden“, erklärt Pelz die Hintergründe.

Mit den Gedanken ist der Kirchenvorstand auch schon bei der nächsten Veranstaltung der Reihe „Sternstundenkonzerte“. Diese Konzerte finden zwei-, dreimal im Jahr statt. Am 11. Juni ist es das 13. Mal. Dann wird um 17 Uhr ein Streichquartett des Kammerorchesters Döbeln spielen. Die Sternstundenkonzerte stehen ganz im Zeichen der Spendenbereitschaft. „Zuletzt haben wir mit der Veranstaltungsreihe immer Geld für die Sanierung unserer Orgel gesammelt“, so Andreas Pelz weiter. Nun benötigt die Kirchenuhr eine Generalüberholung. Dort steht nämlich die Zeit still: 7.30 Uhr zeigt sie an. Mit Hilfe freiwilliger Spenden bei eben jenen Sternstundenkonzerten soll die Uhr wieder auf Vordermann gebracht werden. „Wir würden uns sehr darüber freuen, wenn wieder viele Leute den Weg in unsere Kirche finden“, hofft auch Christian Otto auf eine rege Teilnahme am nächsten Sternstundenkonzert. „Dort ist die Kirche immer rappelvoll.“

Von Stephanie Helm

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