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Eintrittspreis zu Leisnigs Burg- und Altstadtfest zu niedrig

Kosten-Diskussion Eintrittspreis zu Leisnigs Burg- und Altstadtfest zu niedrig

Fünf Euro die Tageskarte, sieben Euro die Kombi-Karte fürs ganze Wochenende – das kostete zuletzt der Eintritt zum Burg- und Altstadtfest von Leisnig. Nun muss die Stadt den Eintrittspreis wahrscheinlich anheben, unter anderem, weil seit drei Jahren keine Fördermittel mehr vom Kulturraum fürs Fest gezahlt werden. Doch das ist nicht der einzige Grund für eine Preiserhöhung.

Für die Nutzung des Burghofes von Mildenstein muss die Stadt zum Altstadtfest bezahlen.

Quelle: Foto: Sven Bartsch

Leisnig. Die Eintrittsreise für das jährliche Leisniger Burg- und Altstadtfest müssen wahrscheinlich höher ausfallen als bisher. Noch ist die Entscheidung nicht gefallen. Doch Bürgermeister Tobias Goth (CDU) spricht bereits sehr offensiv davon.

In einer internen Runde der Ratsmitglieder im Verwaltungsausschuss war zuletzt das Burg- und Altstadtfest von 2016 ausgewertet worden. Es ging um knallharte Zahlen, wobei der Bürgermeister im Pressegespräch die genaue Höhe beispielsweise der Einnahmen und Ausgaben nicht konkret benennt. Doch aus der Konsequenz aus den vorliegenden Daten macht er kein Geheimnis: „In der Höhe wie bisher sind die Eintrittspreise für das Fest perspektivisch nicht zu halten.“

Diskussion schwelt schon länger

Die Eintrittspreise waren schon immer Diskussionspunkt zum Leisniger Burg- und Altstadtfest. Dabei ging es unter anderem darum, ob der Festbesuch am Freitagabend kostenlos angeboten werden solle. Zuletzt hatte eine Tageskarte für Sonnabend beziehungsweise den Sonntag jeweils fünf Euro für einen Erwachsenen gekostet, ermäßigt beziehungsweise für ein Kind zwei Euro. Ein Kombi-Ticket für beide Tage zusammen war für sieben Euro für einen Erwachsenen zu haben, für ein Kind für drei Euro. Wie die Preise in Zukunft aussehen werden, ist bisher noch nicht abzusehen.

In der nun angelaufenen Diskussion sorgen mehrere Komponenten dafür, dass über eine Erhöhung der Eintrittspreise laut nachgedacht wird. Das simpelste Argument: Der Eintritt zu vergleichbaren Festen in der Umgebung, mit vergleichbarer Kostenstruktur und mit ähnlichem kommunalen Haushaltsstatus der Stadt, koste ebenfalls mehr.

Sicherheitsdienst und Burghof kosten

Nächster Punkt ist der Sicherheitsdienst. Allein dieser hatte 2016 Mehrkosten von 3000 Euro verursacht. Die Security war aufgestockt worden, nachdem eine Serie von Brandstiftungen in Leisnig für Unruhe gesorgt hatte. Zwar war zumindest einer der Brandstifter zu dem Zeitpunkt bereits verstorben. Einige Brände wurden aber von wem anders gelegt beziehungsweise war da noch die Angst vor Trittbrettfahrern. Der Mehraufwand für die auf jeden Fall gefühlte Sicherheit ist auf jeden Fall gerechtfertigt.

Die Einnahme- und Ausgabensituation des Festes wird immens bestimmt von den Kosten, die die Stadt zum Beispiel für die Nutzung des Burghofes aufzubringen hat. Den darf die Kommune zum Fest nicht kostenlos nutzen, zahlt an den Freistaat Sachsen dafür Miete. Diese beläuft sich auf einen vierstelligen Betrag. Und Goth macht keinen Hehl daraus: Ist die Miete für den Burghof beglichen, bleibt von den eingenommenen Eintrittsgeldern so gut wie nichts mehr übrig.

2017 – ein Jahr der Analyse

Nicht zuletzt gehört in die Diskussion auch die Frage, ob fünf bis sechs Kassen zum Festgelände unbedingt nötig sind. Sie müssen aufgebaut und auch personell besetzt werden. „Das Jahr 2017 wird ein Analyse-Jahr werden, wie die Stadt mit ihrem Fest künftig umgehen möchte“, sagt Bürgermeister Tobias Goth.

Einen Beschluss vom Leisniger Stadtrat dazu, wie hoch die Eintrittspreise künftig einmal ausfallen sollen, gibt es derzeit noch nicht. Doch Goth spricht auch davon, dass es aus den Reihen der Ratsmitglieder bereits klare Aussagen gibt, zumindest eine moderate Erhöhung der Eintrittspreise durchaus mit tragen zu wollen.

Von Steffi Robak

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