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Döbeln Einwohner wünschen sich Notrufnummer
Region Döbeln Einwohner wünschen sich Notrufnummer
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00:22 10.02.2018
Für Ausnahmesituationen wie nach dem Sturm Friederike, als beispielsweise die Otzdorfer vier Tage ohne Strom waren, wünschen sich die Einwohner eine Notrufnummer, an die sie sich wenden können. Quelle: Sven Bartsch
Niederstriegis

Ohne die „ganz großen Probleme“ habe man in der Gemeinde Niederstriegis den jüngsten Sturm überstanden, resümierte Ortschaftsratschef Steffen Zaspel am Dienstagabend. Abgesehen von ein paar umgefallenen Bäumen sei kein größerer Schaden zu beklagen gewesen. Was allerdings für Aufruhr sorgte, war der mit einigen materiellen Schäden verbundene Stromausfall. Vor allem ein paar Otzdorfer Haushalte hatte es schwer getroffen, vier Tage blieben sie stromlos.

http://www.lvz.de/Region/Doebeln/Otzdorfer-bis-Monntagmittag-ohne-Strom

Ortschaftsrätin Simone Maul brachte aus der Anwohnerschaft ein Anliegen mit: „Ich bin gefragt worden, ob es nicht eine Notrufnummer gibt, die man in solchen Situationen wählen kann.“ Das wäre vor allem für ältere Leute, die allein und eher abgelegen leben, wichtig. Die Auffassungen der Räte dazu erwiesen sich als breit gefächert. Einhellig aber diskutierte man, dass bei Stromausfällen dort angerufen werden müsste, wo man den Strom bezieht – beim Anbieter nämlich. Der Bürgermeister könne den Strom ja schließlich auch nicht wieder zurückbringen. „Das ist ja klar“, sagte Simone Maul, der es aber grundsätzlich um etwas anderes ging. „Leute wie wir sind in der Lage, sich selbst zu helfen oder Nachbarschaftshilfe zu organisieren.“ So manchem älteren Einwohner sei das nicht möglich.

Bürgermeister Veit Linder (parteilos) erklärte, dass es in Roßwein definitiv eine Nummer gäbe, die in Notfällen angerufen werden könne und die immer besetzt sei. Er wies aber im gleichen Atemzug darauf hin, dass es sich tatsächlich um eine Nummer für echte Notfälle handele und nicht wegen jeden Schnickschnacks angerufen werden dürfe. „Wer ein Problem hat, ruft in Roßwein die 4660 an.“ Diese Nummer sei durch die Umleitung auf ein Bereitschaftshandy immer in Betrieb.

Grundsätzlich waren aber alle Ortschaftsräte der Meinung, dass in Situationen wie dem länger andauernden Stromausfall die Nachbarschaftshilfe greifen sollte. Heinz Martin, der selbst in Otzdorf lebt und vier Tage stromlos war, hat noch eine andere Idee. „Es sollte sich jeder einfach einen Notstromer hinstellen, oder wenigstens den Anschluss vorhalten, den man dazu braucht.“ So sei man in Ausnahmezuständen flexibler. Simone Maul pflichtete dem bei. Und auch Bürgermeister Veit Linder hatte schon einmal den Gedanken geäußert, dass es möglicherweise sinnvoll sei, sich besser auf solche Situationen vorzubereiten. Dafür sei aber auch jeder persönlich zuständig.

Von Manuela Engelmann

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