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Einzelhandelskonzept der Stadt Döbeln fast beschlussreif

Einzelhandelskonzept der Stadt Döbeln fast beschlussreif

Noch in diesem Jahr, wahrscheinlich in der Stadtratssitzung am 13. Dezember, soll das Einzelhandels- und Zentrenkonzept für die Stadt Döbeln beschlossen werden.

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Da, wo schon ein früherer Einkaufsmarkt (Minimal) zum Amt für Arbeit und Beschäftigungsförderung umgenutzt wurde, könnte, wenn es nach dem Willen eines Investors geht, ein Discountmarkt samt Getränkehandel neu gebaut werden. Mit dem Einzelhandelskonzept will sich die Stadt Döbeln ein planungsrechtliches Mittel gegen solche Fehlentwicklungen schaffen. Auch Stadtwerbering, Handelsverband Sachsen, IHK und Landesdirektion sind mit im Boot und schlagen sich in Arbeitskreisen die Nächte um die Ohren.

Döbeln. "Wir wollen die Innenstadt weiter fördern und in den Wohngebieten die Nahversorgungseinrichtungen stärken. Im Gegenzug wollen wir damit aber gesetzliche Einflussmöglichkeiten nutzen, um Fehlentwicklungen zu verhindern", schilderte Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU) auf der jüngsten Sitzung des Döbelner Stadtrates. Ganz klar heißt das: Die Innenstadt bekommt als zentraler Versorgungsbereich Priorität. Der Bau von immer größer werdenden Handelseinrichtungen außerhalb der sogenannten integrierten Lagen (Innenstadt und Wohngebiete) soll verhindert werden. Denn die Stadt sei flächendeckend mit Discountern und anderen Märkten gut versorgt. Es gebe nur noch einen Verdrängungswettbewerb, der zu Fehlentwicklungen führen kann, indem er die Innenstadt schwächt und dieses dann zu Leerständen und baulichen Missständen führen kann.

Letzten Anschub für das Aufstellen eines Einzelhandelskonzeptes gab der Bauantrag eines Investors, der auf der Freifläche am Arbeitsamt einen weiteren Discountmarkt und einen Getränkehandel, genau gegenüber dem vorhandenen Lidl-Markt und dem Sachsenland-Getränke-Markt bauen wollte. Die Stadt hatte abgelehnt, vor Gericht in zwei Instanzen verloren und legte die Fläche daraufhin durch ein Bebauungsplanverfahren auf Eis. Nun ist das Einzelhandelskonzept bedeutsam, um künftig von vornherein besser steuern zu können. "Für die 17 500 Euro Kosten des Konzeptes muss die Stadt allerdings allein aufkommen. Alle Förderanträge waren erfolglos. Seit dem Aufstellungsbeschluss und der Vergabe der Konzepterstellung an die Leipziger Handelsberatung BBE saßen Vertreter aller Stadtratsfraktionen, des Stadtwerberinges, des Bundes der Selbstständigen und der IHK gemeinsam in einem Arbeitskreis am Tisch. Auch die Genehmigungsbehörden wie die Landesdirektion Chemnitz, der Planungsverband Sachsen und der Handelsverband Sachsen sitzen mit im Boot. Im Mai, Juni und zuletzt am 3. September wurde beraten und mittlerweile erste Daten einer Haushaltsbefragung der Kunden vorgestellt. "Im Ergebnis soll nun am 1. Oktober der Konzeptentwurf vorliegen, im November in einem weiteren Workshop beraten und dann öffentlich ausgelegt werden, bevor wir im Dezember zum Beschluss kommen können", so Oberbürgermeister Egerer.

-Kommentar Seite 11

 

 

 

 

322 Haushalte, davon 109 in Döbeln sowie 213 im Umland haben die Berater der Leipziger Firma zum Einkaufsstandort Döbeln befragt. Die Kernaussage bestätigt Döbeln als bedeutendsten Einkaufsstandort in der Region.

Bevorzugter Einkaufsort ist die Innenstadt. Kaufland zählt dabei als Gewinn. Denn mehr als 50 Prozent der in der Handelsstudie befragten Kunden gaben an, einen Einkauf bei Kaufland mit einem Innenstadtbesuch zu verbinden. Zweitwichtigster Handelsstandort ist das Gewerbegebiet Döbeln-Ost (Marktkauf, Toom, Kress).

Das Fazit des Konzeptentwurfs ist eindeutig: Die Weiterentwicklung der Innenstadt von Döbeln bildet den Kern. Parallel soll der Erhalt wohngebietsintegrierter Nahversorgung oberste Priorität erhalten.

Thomas Sparrer

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