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Döbeln Eisenbahnbrücke wird nicht gesperrt – Rosa-Luxemburg-Straße startet im März
Region Döbeln Eisenbahnbrücke wird nicht gesperrt – Rosa-Luxemburg-Straße startet im März
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00:21 10.09.2017
So soll es unter der Eisenbahnbrücke in der Grimmaischen Straße nicht gleich wieder aussehen. Quelle: Sven Bartsch
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Döbeln

Ein 213 000 Euro- Straßenbaupaket hat der Döbelner Stadtrat am Abend beschlossen. Die Fahrbahnerneuerung der Rosa-Luxemburg-Straße zwischen Stadtbadbrücke und Bahnhofstraße wird dagegen in diesem Jahr nicht mehr starten sondern ins Frühjahr verschoben. Das kündigte Bauamtsleiter Erik Brendler den Stadträten an. In einem Gemeinschaftsprojekt von Stadt und Abwasserzweckverband Döbeln-Jahnatal sollte die Rosa-Luxemburg-Straße noch in diesem Jahr beginnen werden. Der Abwasserverband will in dem Abschnitt den Abwasserkanal erneuern. Doch der liegt mittig in der Straße. Das heißt der Abschnitt der Rosa-Luxemburg-Straße muss für die Bauzeit nicht halbseitig sondern voll gesperrt werden. „Deshalb haben wird uns mit dem Abwasserzweckverband und allen weiteren Beteiligten darauf verständigt, dass wir in diesem Jahr noch die Ausschreibungen und Vergaben vorbereiten. Gebaut wird frühestens im März“, kündigte Bauamtsleiter Erik Brendler an. Es wäre fatal, im Oktober mit dem Kanalbau zu beginnen und dann wie an der Bahnhofstraße über den Winter eine vollgesperrte Straßenbaustelle brach liegen zu lassen. Die Stadt als Baulastträger der Rosa-Luxemburg-Straße wolle so etwas nicht.

Beschlossen wurden die Fahrbahnsanierungen der Parkstraße im Ortsteil Großsteinbach sowie der Straße Geleitshäuser im Ortsteil Markritz. Etwa auf Höhe des Parkplatzes Bürgergarten soll die Fahrbahndecke der Waldheimer Straße erneuert werden. Auf dem Busbahnhof erhalten zwei Busspuren einen neuen Belag. Diese vier Maßnahmen wurden am Abend im Paket ausgeschrieben. Den Zuschlag bekam die Firma Hoff Straßen- und Tiefbau aus Ostrau für 213 000 Euro.

Und noch eine Entscheidung wurde getroffen: Der Gehweg unter der Eisenbahnbrücke in der Grimmaischen Straße wird nicht verbreitert, sondern bleibt an den schmalsten Stellen nur 80 bis 100 Zentimeter breit. Damit sprach sich die Stadt gegen Pläne des Landesamtes für Straßenbau (Lasuv) aus. Das Landesamt hatte unter der Brücke im Zuge der zweijährigen Bauzeit rund um den Hauptbahnhof die Fahrbahn tiefer gelegt, um die Durchfahrtshöhe für Lkw zu verbessern. Jetzt will das Lasuv noch den Gehweg unter der Brücke erneuern. Um diesen Gehweg aber zu verbreitern, hätte man zur Absicherung des Felses an der Brücke Bohrpfähle setzen müssen. Dazu hätte für das Bohrgerät die Straße gesperrt und ein Plateau aufgeschüttet werden müssen. Die Brücke wäre wieder komplett dicht gewesen. Die Stadt als Eigentümerin des Gehweges gab diesen Verbreiterungsplänen jetzt eine Abfuhr. Der Aufwand sei zu groß, zu teuer, zu langwierig. Nicht zuletzt hat die Bahn angekündigt, dass sie mittelfristig, also in fünf bis zehn Jahren, an der Brücke größere Investitionen plant. Dann wäre für eine solche Gehwegverbreiterung immer noch eine Chance. Das Lasuv wird jetzt in den nächsten Tag den Gehweg zu beiden Seiten unter der Brücke ordentlich herstellen. Hierzu ist allerdings nur eine halbseitige Sperrung nötig.

Von Thomas Sparrer

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