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Döbeln Ekelhaft: Stadtgärtnern fliegt Hundekot um die Ohren
Region Döbeln Ekelhaft: Stadtgärtnern fliegt Hundekot um die Ohren
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19:19 14.06.2017
Rene Kordos, Mitarbeiter der Döbelner Stadtgärtnerei, kommt öfter als ihm lieb ist in Kontakt mit den tierischen Exkrementen. Beim Mähen der städtischen Grünanlagen mit der Motorsense fliegt den Männern der Hundekot nicht selten um die Ohren und ins Gesicht. Quelle: Fotograf Sven Bartsch
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Döbeln

Besonders schlimm sei der Zustand derzeit auf der nach dem Hochwasser neu angelegten Grünanlage in der Staupitzstraße. „Dort hat man auf 70 Quadratmeter mindestens 20 Haufen“, beschreibt er die unschöne Situation. „Um die Bank herum ist einfach alles zugekackt.“ Er habe schon viel erlebt, aber das sei eine neue Qualität – im negativen Sinne. Abgesehen davon, dass es im Aufenthaltsraum der Stadtgärtner derzeit ständig unangenehm rieche, weil immer irgendwer etwas von den tierischen Exkrementen am Schuh mit hereinschleppe. „Ich bin fast soweit, dass ich sage, ich kann es keinem meiner Mitarbeiter mehr zumuten, die Grünanlagen zu mähen“, sagt Lauterbach. „Beim Mähen mit der Motorsense fliegt denen das Zeug um die Ohren und ins Gesicht. Es ist ekelhaft.“

Ordnungsgeld von 35 Euro drohen

Die unerlaubt abgesetzten Hundehaufen seien generell ein Problem in öffentlichen Grünanlagen. Dabei ist jeder Hundebesitzer verpflichtet, das große Geschäft seines Schützlings aufzusammeln und ordnungsgemäß zu entsorgen. Wer erwischt wird, dem droht eine Ordnungsstrafe von etwa 35 Euro. Doch genau da liegt das Problem: „Man muss direkt dazukommen, um jemanden belangen zu können“, sagt Stadtpressesprecher Thomas Mettcher.

Dabei bietet die Stadt Hundebesitzern sogar einen kostenlosen Service für die Entsorgung der tierischen Verdauungsprodukte. An zehn Stellen im Stadtgebiet, unter anderem am Wettinplatz, in den Klosteriwesen, an der Oberbrücke, auf dem Hundefreilaufplatz, in Döbeln Nord und auf dem Mulderadweg an der Sörmitzer Straße, stehen die sogenannten Hundebeutelspender mit Tüten, in denen man das Hundehäufchen gleich nach dem Absetzen aufnehmen und abtransportieren kann. Doch auch hier gibt es ein Problem. „Manche nehmen eben nicht nur eine Tüte, sondern gleich die ganze Rolle mit.“ Dieser Eigennutz hat zur Folge, dass die Spender nicht immer gefüllt sind.

Zahl der registrierten Hunde konstant

Abgesehen davon – die Stadt ist nicht dazu verpflichtet, solche Tüten für die Entsorgung zur Verfügung zu stellen. „Jeder Hundebesitzer ist selbst dafür zuständig, seinen Hundekot wegzuräumen“, sagt auch Gerd Lauterbach. „Sogar auf der Hundewiese.“ Auch dort müssen die Stadtgärtner das Gras hauen und kommen immer wieder unangenehm in Kontakt mit dem Hundekot. „Es ist ein generelles Problem, aber momentan kommt es mir besonders extrem vor.“ An einer gestiegenen Zahl Hunde im Stadtgebiet kann es nicht liegen – die Zahl der registrierten Tiere im Stadtgebiet bewege sich auf konstantem Niveau, so Thomas Mettcher. Aktuell sind 1096 Hunde in Döbeln angemeldet.

Von Manuela Engelmann

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