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Döbeln Elektrisch mobil mit Stil
Region Döbeln Elektrisch mobil mit Stil
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00:18 06.09.2017
Die Ergotherapeutinnen Laura Gutschow und Kathleen Helle hatten ein Erbsenbad mitgebracht. Quelle: Sven Bartsch
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Hartha

An einem Tag mit vielen Terminen wünscht sich auch manch jüngerer Mensch ein Gefährt, dass ihn ohne viel Aufhebens von a nach b bringt. „Und jetzt stellen Sie sich vor, Sie sind 30 oder 40 Jahre älter“, sagt Steffen Müller von der Oschatzer Vertretung von Alippi, wo Elektro-Gefährte für die ältere Generation angeboten werden.

Er ist am Sonnabend mit drei Rollern auf zwei und vier Rädern zur Harthaer Gesundheitsmeile am Pflegeheim mit Herz gekommen und der Gästemagnet am Sonnabendvormittag. Beim zweirädrigen Modell Charly hat der Akku um die Mittagszeit schon ziemlich gelitten. „Das wäre was für den Hausmeister hier, der hat den schon halb leer gefahren“, berichtet Müller lachend.

Zwei vierrädrige Modelle sind Gatsby im Stil der 1920er Jahre mit – beim hinten liegenden E-Motor unnötigem, aber schickem - Kühlergrill, runden Augenlichtern und kirschrotem Lack. Und Comet, der sich im Selbstversuch als äußerst praktisch erweist. Ein Hebel zum Vorwärtsfahren, einer für rückwärts, kleiner Wendekreis, 16km/h Höchstgeschwindigkeit und ein ordentlicher Anzug beim Losfahren – da muss sich der Benziner-Fahrer erstmal dran gewöhnen. Der Elektromotor kennt eben keine Verzögerung. „An der Ampel könnte man auf den ersten Metern ein Auto stehen lassen“, meint Müller. Dabei sind die Gefährte mit rund 25 Kilometern Reichweite eher gemütliche Cruiser. „Für Leute, die geistig noch fit sind, zum Einkaufen fahren, zum Arzt oder zum Skat bei Freunden“, erklärt Katrin Erichson, die die Gesundheitsmeile mit organisiert hat.

Zum neunten Mal schon hat Petra Schreiter, Gründerin von Pflege mit Herz, zur Gesundheitsmeile vor ihr Pflegeheim an der Straße des Friedens eingeladen und gemeinsam mit Erichson steht sie jedes Jahr vor der Herausforderung, wieder etwas Neues auf die Meile zu bringen.

Das ist den Frauen nach dem großen Fest zum Firmenjubiläum im letzten Jahr diesmal gleich doppelt gelungen. Neben den E-Mobilen und den bekannten Partnern wie Hörakustik Vogler aus Döbeln, die Hörtests anboten oder den Harthaer Apotheken mit ihren BMI-Bestimmungen und Salben zum Selbermachen war auch die Ergotherapie Ergovision aus Mittweida zum ersten Mal dabei. Laura Gutschow und Kathleen Helle hatten unter anderem ein Erbsenbad mitgebracht. In einer großen Schale voller getrockneter Erbsen hatten sie je fünf Holzwürfel und alte Münzen versteckt. Besucher konnten nun versuchen, diese ohne hinzusehen, herauszufischen. „Man übt damit die Wahrnehmung und die Sensorik. Man muss die Münzen festhalten und die Erbsen loslassen. Man kann die Erbsen auch erwärmen, dann ist es noch besser für die Durchblutung“, erklärte Gutschow. Gar nicht so einfach auch für jüngere Hände, zeigte der Selbstversuch.

Und man darf gespannt sein, was sich Petra Schreiter und Katrin Erichson zur zehnten Ausgabe der Gesundheitsmeile ausdenken. Etwas besonderes haben sie für nächstes Jahr wieder angekündigt.

Von Sebastian Fink

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