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Döbeln Elektro-Tafeln in Döbeln: Lehrer mit Datenstick statt Aktentasche
Region Döbeln Elektro-Tafeln in Döbeln: Lehrer mit Datenstick statt Aktentasche
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21:37 24.11.2011
Ursula Kührig, Fachleiterin für Naturwissenschaften (2.v.l.), und Schulleiter Michael Höhme (hinten), führten gestern Schulamtsleiterin Birgit Hummitzsch (l.) und Döbelns Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (r.) die Möglichkeiten der neuen Computertechnik vor. Insgesamt 110 000 Euro investierte die Stadt in neue Technik für ihre Schulen. Quelle: Thomas Sparrer

Doch die Schüler mögen die neue Technik der Smart-Boards genannten Tafeln. Sechs Stück gibt es am Lessing-Gymnasium. Im erst kürzlich sanierten Kunstgebäude gibt es gar keine Kreidetafeln mehr. Im Naturwissenschaftsgebäude gibt es ein Smart-Board. Dazu gehören je vier Laptops. "Jüngst hatte eine Schülerin zum Lernen einer mathematischen Formel eine Youtube-Adresse parat. Wir übten die Formel mit einem Song und einen Video", schildert Ursula Kührig eine witzige Begebenheit aus dem Mathe-Grundkurs, Klasse 11.

"Die Anschaffung ist das Eine. Man braucht auch Lehrer, die das wollen", weiß Schulleiter Michael Höhme. Schulamtsleiterin Birgit Hummitzsch bestätigt, dass die Initiative für die Förderanträge immer von den Schulen ausgehen müsse. Ursula Kührig und weitere Kollegen schulen am LGD die anderen Lehrer an der Technik und stoßen auf ungeteilte Begeisterung. "Wir sind dem Schulträger sehr dankbar und nehmen mit dieser Ausstattung sicher eine Vorreiterrolle ein", sagt Michael Höhme. International ist das eher nicht so. In Goßbritannien seien 80 Prozent der Grundschulen komplett mit solcher Technik ausgestattet. Deutschland liege in diesem Ranking im unteren Drittel, irgendwo zwischen Russland und Mexiko.

"Wir nutzen alle Fördermöglichkeiten und Eigenmittel, um auch in Zukunft unsere Schulen technisch auf neuesten Stand zu bringen", versprach Oberbürgermeister Hans Joachim Egerer.

❏ Drei Smart-Boards, zwölf Notebooks und drei Drucker erhielt die Grundschule am Holländer über das Förderprogramm Medios II. Kosten: 27 000 Euro davon 80 Prozent Fördergeld.

❏ Vier Smart Boards, 16 Notebooks einen Netzwerkserver für 32 000 Euro bekam die Mittelschule Am Holländer.

❏ Sechs Tafeln, 24 Notebooks für 50 000 Euro gingen ans Gymnasium. Sieben weitere Tafeln sind beantragt. Eine weitere Grundschule stellte bereits Anträge.

Thomas Sparrer

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