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Döbeln Elf Millionen Euro Flutschäden im Striegistal
Region Döbeln Elf Millionen Euro Flutschäden im Striegistal
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18:22 18.06.2013
Bis zu einem Jahr Reparaturzeit soll die unterspülte Verbindungsstraße von Grunau nach Böhrigen in Anspruch nehmen. Quelle: Wolfgang Sens

Dabei liegen die angegebenen Schäden mit elf Millionen Euro sogar etwas höher als die in der Nachbargemeinde Roßwein mit Niederstriegis, die bis zu zehn Millionen Euro eingegeben hat.

Grund dafür ist die Verzweigung der Striegis entlang fast aller Ortsteile der Gemeinde, so dass kaum ein Dorf ohne Schaden davon gekommen ist. "Die größten Probleme sind, dass größere Teile von Bachmauern und Widerlager an Brücken ausgespült wurden", erklärt Lomtscher. Als Vorteil habe es sich erwiesen, dass viele Brücken nach 2002 neu errichtet wurden und dem Wasserdruck gut standhalten konnten. Dafür spülte das Wasser dort hinein, wo der Beton aufhört.

Unerwartet stark seien die Ausspülungen an Stützmauern in mehreren Orten, wo dicke Steinbrocken ausgespült wurden. Das ist vor allem dort ein Problem, wo Straßen direkt angrenzen. So ist die Straße im Marbacher Rosental noch immer teilweise gesperrt.

Für längere Zeit gesperrt wird die Straße von Grunau nach Böhrigen bleiben. Weil die Verbindung nach Niederstriegis eine Kreisstraße ist, sind weder Roßwein, noch die Gemeinde Striegistal für die Sanierung verantwortlich. Dennoch rechnen sowohl der Niederstriegiser Ortsvorsteher Heinz Martin als auch Lomtscher mit einer Bauzeit von rund einem Jahr. "Der Untergrund wurde richtig weggespült, da hängt die Straßendecke zum Teil durch", beschreibt Lomtscher den Schaden. Glück im Unglück für die Böhrigener: Weil der Schaden aus ihrer Sicht erst hinter der Kreuzung nach Etzdorf besteht, ist eine Umleitung über das Grüne Haus oder Etzdorf nach Grunau kein Problem.

Weiterer Reparaturbedarf besteht zum Beispiel in Arnsdorf am Dorfbach und auf der Verbindungsstraße nach Berbersdorf, an der Allee in Gersdorf, in Kummersheim auf dem Weg nach Gleisberg und in der Mobendorfer Straße zur Wiesenmühle. Auch die Arnsdorfer Teiche und die Kläranlage des Mobendorfer Wohnheims sind beschädigt. Der Marbacher Sportplatz stand unter Wasser.

Neben der Infrastruktur hatten auch einige Gebäude unter dem Hochwasser zu leiden. Die Kita Böhrigen hatte einen vollen Keller und auch einige Privat- leute mussten ihre Häuser auspumpen lassen. Sebastian Fink

Sebastian Fink

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