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Elternbeiträge in Kriebstein bleiben stabil – vorerst

Kinderbetreuung Elternbeiträge in Kriebstein bleiben stabil – vorerst

Eigentlich könnte die Gemeinde mehr Geld von den Eltern nehmen, die ihre Kinder in Krippe, Kindergarten oder Hort betreuen lassen. Denn der gesetzliche Rahmen gibt mehr her. Aber vorerst verzichtet die Kommune darauf, die Elternbeiträge zu erhöhen.

Vorerst verzichtet die Kommune darauf, die Elternbeiträge zu erhöhen.

Quelle: Sven Bartsch

Kriebstein. Die Eltern müssen auch im neuen Jahr nicht mehr zahlen, wenn sie ihre Kinder in den Kindertagesstätten der Gemeinde betreuen lassen. Die Beiträge bleiben stabil. Das hat der Gemeinderat auf seiner jüngsten Sitzung mit einer Gegenstimme (Andrea Röder-Reglich, CDU) beschlossen. Demzufolge kostet die Eltern ein Krippenplatz 180 Euro im Monat, für einen Kindergartenplatz sind monatlich 95 Euro fällig und die Hortbetreuung kostet 55 Euro monatlich. „Es kann sein, dass wir im kommenden Jahr nicht darum herumkommen, die Beiträge zu erhöhen“, sagt Bürgermeisterin Maria Euchler (Freie Wähler Kriebstein). Denn nach dem, was gesetzlich möglich ist, liegt Kriebstein am unteren Ende der Skala. Im Krippenbereich dürfen die Elternanteile 23 Prozent der Betriebskosten betragen – die Eltern zahlen tatsächlich rund 20 Prozent. Für Kindergarten und Hort dürfen die Beiträge bis zu 30 Prozent der Betriebskosten betragen – aktuell liegen sie bei jeweils knapp 23 Prozent. Zuletzt hatte Kriebstein die Elternbeiträge vor zwei Jahren erhöht.

Schule im kommenden Jahr Baustelle

Die Gemeinde plant, in den kommenden Jahren in die Kindereinrichtungen zu investieren. „Im Haushalt für 2018 möchte ich Geld für einen Anbau an eine unserer Kindertagesstätten einplanen“, sagt Kämmerer Wolfgang Hein. Welche Einrichtung die Kommune baulich vergrößern will, ist noch nicht ganz raus. Wahrscheinlich ist aber, dass es die Grünlichtenberger Kita sein wird. in diese gehen gerade 36 Kinder. „Das ist eine sehr kleine Einrichtung mit individueller Betreuung“, sagt Bürgermeisterin Euchler. Wirtschaftlicher wäre es aber, wenn die Einrichtung mehr Plätze hätte. Zum Vergleich: Die Kita in Kriebethal besuchen 60 Kinder, 20 die Krippe, 40 den Kindergarten. In der Grünlichtenberger Einrichtung ist schon 2016 was passiert. Die Gemeinde ließ das Hortzimmer mit einer Akustik-Decke ausstatten. Das hat sie aus dem Gemeindehaushalt vorfinanziert. 75 Prozent der Kosten sollen aus dem Förderprogramm „Brücken in die Zukunft“ ins Gemeindesäckel zurückfließen. Mit Fördergeld aus diesem neuen Konjunkturprogramm plant Kriebstein zudem, in die Grünlichtenberger zu investieren. Und das heißt: Endlich neue Fenster. Darum wird die Schule in den Sommerferien 2017 für drei Wochen schließen. So lässt die Gemeinde im Erdgeschoss zwei Terrassentüren einbauen, was für den Brandschutz wichtig ist. Auch im Obergeschoss lässt die Gemeinde Terrassentüren einbauen. Auf die Außentreppe hat die Kommune zunächst verzichtet, lässt aber bei den Arbeiten im Sommer gleich bauliche Vorkehrungen treffen, um diese Treppe später problemlos anbauen zu können. Das Vorhaben in der Schule kostet 60 000 Euro, wovon Kriebstein 42 000 Euro Fördergeld bekommt.

Von Dirk Wurzel

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