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Döbeln Leisnig: Tausendermarke bei Krippenkosten geknackt
Region Döbeln Leisnig: Tausendermarke bei Krippenkosten geknackt
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03:02 09.06.2018
Ein Krippenplatz verursacht in den Leisniger Einrichtungen Kosten von mehr als 1000 Euro. Der Elternbeitrag muss deshalb angehoben werden. Quelle: dpa
Leisnig

Die Elternbeiträge für einen Kinderkrippenplatz in Leisnig reichen nicht mehr aus. Darüber berichtete jüngst Leisnigs Hauptamtsleiterin Sonja Heier in einer öffentlichen Stadtratssitzung. Sie hatte über die Betriebskostenentwicklung für die Leisniger Kindertagesstätten aus dem Jahr 2017 informiert.

Platz kostet vierstelligen Betrag

Dabei kam zutage: Insgesamt verursacht ein Krippenplatz Kosten in Höhe eines vierstelligen Betrages. Heier: „Wir haben erstmals die Tausendermarke geknackt.“

Anteil der Eltern bei 202 Euro

Die Eltern zahlen keine 1000 Euro für einen Krippenplatz. Ihr Beitrag dafür liegt derzeit bei 202 Euro. Eine Kindergartenplatz kostet 118 Euro und ein Hortplatz 74 Euro. In den Kindergärten und im Hort blieben die Betriebskosten konstant.

Stadt und Freistaat finanzieren mit

Stadt und das Land tragen die Kosten mit. Dennoch bedeutet das für Leisnig: Die Elternbeiträge müssen steigen. „Um die Beitragserhöhung kommen wir nicht herum“, so die Hauptamtsleiterin. Entscheiden müssen schließlich die Stadträte über die Beitragserhöhung.

Beitrag wirtschaftlich nicht auskömmlich

Fakt ist: Wirtschaftlich auskömmlich sind die Beiträge derzeit nicht. Im Verwaltungsausschuss wurde das Thema bereits in nichtöffentlicher Runde beraten. Das bedeutet: Bereits in der Juni-Zusammenkunft des Stadtrates könnte eine Satzungsänderung zum Beschluss vorliegen, die höhere Elternbeiträge zum Inhalt hat.

Politik führt zu weiterer Steigerung

Für 2019 sagt Sonja Heier eine weitere Kostensteigerung voraus, denn diverse politische Entscheidungen würden in diese Richtung weisen. Zum Beispiel bekommen die Erzieher zwei Stunden zusätzlich bezahlt, als Vor- und Nachbereitungszeit. „Für die Erzieher und natürlich auch für die Kinder ist das sehr gut. Die Kommunen müssen sich nun dafür rüsten, dass sie das finanzieren können.“

Landeszuschuss gleicht das nicht aus

Heier prognostiziert, dass aus dem kommunalen Haushalt von Leisnig dann 150 000 Euro mehr jährlich fließen müssen. Zwar erhöhe sich der Landeszuschuss zur Kinderbetreuung. Für Leisnig mache das 80 000 Euro aus. Das deckt also den zu erwarteten Mehraufwand bei Weitem nicht.

Von Steffi Robak

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