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Döbeln Ende 2007: Trainingsort und kulturelle Spielstätte – die schwere Geburt der Hartharena
Region Döbeln Ende 2007: Trainingsort und kulturelle Spielstätte – die schwere Geburt der Hartharena
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12:22 02.08.2016
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Hartha

Die Geschichte der Hartharena ist auch gleichzeitig eine der mitunter unvorhersehbar mahlenden Fördermittelmühlen. Die Idee für die neue Mehrzweckhalle entstand bereits 2002. Noch einmal enorme Summen in die Sanierung der Sporthalle Hartha-Nord zu stecken, war für die Stadt keine Option mehr. Einen kompletten Neubau ohne Fördermittel zu stemmen hingegen auch nicht. Entsprechende Anträge blieben jedoch ohne Erfolg. Entweder flatterten Absagen ins Rathaus oder der aufzubringende Eigenanteil sprengte den finanziellen Rahmen der Stadt.

Erst 2005 rückte die Umsetzung des vorhabens wieder in greifbare Nähe, da Mittel aus dem Förderprogramm Stadtumbau Ost in Frage kamen. Geplant werden konnte daraufhin trotzdem nur mit großer Ungewissheit im Nacken. Erst im Mai 2006 informierte die Sächsische Aufbaubank die Stadt und attestierte die Förderfähigkeit des mit rund 5,3 Millionen Euro veranschlagten Großprojekts. Gute drei Monate später beschloss die Stadt deshalb, Nägel mit Köpfen zu machen, um den gesteckten Zeitplan einhalten zu können und ließ die Abrissbagger auf die alte Sporthalle los – und das alles ohne den tatsächlichen Zuwendungsbescheid in der Hand.

Der Baustart für die Hartharena erfolgte schließlich Mitte September 2006. Im April 2007 schlug Harthas damaliger Bürgermeister Gerald Herbst (CDU) anlässlich des Richtfestes den obligatorischen Nagel in einen Dachbalken. Im November knallten endlich die Sektkorken zur feierlichen Einweihung.

Anfang 2007 war von der Hartharena an der Döbelner Straße noch nicht viel zu sehen. Quelle: Jürgen Kulschewski/Archiv

An die erinnert sich heute Günter Roßberg gerne zurück. Seit Inbetriebnahme der Halle sitzt er im Chefsessel des eigens dafür gegründeten Kultur- und Sportbetriebes.„Das war wirklich eine sehr schöne Sache, an der einfach alle, von den Vereinen bis zur Musical Company, mitgewirkt haben.“ Momentan sitzt er mit den Sportvereinen der Stadt an der Hallennutzungsplanung für die neue Saison. „Auch von der kulturellen Seite aus können wir sehr zufrieden sein“, meint Roßberg. „Es gibt bei uns nicht nur Musikveranstaltungen, sondern zum Beispiel auch Tanzstundenbälle und Kabarett – es ist einfach eine gute Mischung.“

Einen besonders tiefen Eindruck hinterließ auch Schlagertitanin Helene Fischer, deren Live-Tour sie auch in die Froschstadt führte. „Dafür mussten wir 1200 Sitzplätze in der Hartharena aufbauen“ erinnert sich Günter Roßberg. Auch für das MDR-Fernsehen und Inka Bauses Musikshow ging schließlich kein Weg mehr an der Multifunktionshalle vorbei. „Es wurden viele Künstler aus der Region und Hartha mit einbezogen. Die Musical Company, Konditorin Mirjam Kornol und die Organisatoren des Harthaer Stock-Car-Rennens waren Freitags, 20.15 Uhr, live mit dabei“ erläutert Günter Roßberg stolz. „Das war wirklich gut und auch spannend mitzuerleben, wie so eine Übertragung vorbereitet wird.“ Davon abgesehen dürfe man auch nicht die Landesmeisterschaften im Turniertanz und die zahlreichem, vom BC Hartha ausgerichteten, Turniere vergessen.

„Das Konzept passt heute immer noch“, betont der Chef des städtischen Eigenbetriebes. „Natürlich müssen wir trotzdem immer die Augen offen halten und uns gegebenenfalls dem Markt anpassen.“ Bereits für das kommende Jahr stehen einige Veranstaltungen fest im Plan: „Wir haben das Ostrock-Musical ’Über 7 Brücken’. Das ist auch wieder etwas ganz anderes.“ Eine bunte Mischung mache die Hartharena eben aus.

Von André Pitz

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