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Döbeln Endhaltestelle: Lutherdenkmal
Region Döbeln Endhaltestelle: Lutherdenkmal
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23:02 01.11.2013
Vom roten Kreuz noch ein paar Meter weiter nach hinten: Der Pferdebahn-Verein plant, das Gleis bis zum Luther-Denkmal zu verlängern. Quelle: Wolfgang Sens

Um rund 100 Meter soll sich das Gleis der Pferdebahn verlängern. Endstation wäre dann nicht mehr vor dem Amtshaus auf dem Obermarkt, sondern vorm Lutherdenkmal auf dem Lutherplatz. Rund 80 000 Euro soll das kosten, sagt Uwe Hitzschke, Vorsitzender des Pferdebahnvereins. "Wir sehen das als Möglichkeit, noch besser auf Döbeln und seine wenigen Highlights hinzuweisen", sagt Uwe Hitzschke.

Eine dieser Sehenswürdigkeit ist natürlich die Pferdebahn selbst. Andere schlummern in der Nicolaikirche und dahinter. "Die Kirche bietet einen seltenen Schnitzaltar und den Mirakelmann", sagt Uwe Hitzschke. Ein Mirakelmann ist eine lebensgroße Jesus-Figur aus der Zeit vor der Reformation. Sie kam zum Beispiel bei Passionsspielen zum Einsatz, die den Leidensweg Christus nachstellten. "Das Färberviertel ist eine weitere Sehenswürdigkeit in diesem Teil Döbelns. Die Touristen könnten mit der Pferdebahn bis dorthin fahren, sich alles ansehen und wieder zurückfahren", sagt Uwe Hitzschke. Der Verein wollte das Projekt eigentlich schon eher anschieben. Aber die Flut verzögerte es. Jetzt soll der Plan in einer der kommenden Stadtratssitzungen auf der Tagesordnung stehen. Denn schließlich ist der Verein darauf angewiesen, dass ihm die Stadt finanziell unter die Arme greift.

Darauf können die Engagierten vom Pferdebahn-Verein derzeit aber wenig hoffen. "Wir werden uns mittelfristig nicht an der Finanzierung dieses Vorhabens beteiligen", fasst Rathaussprecher Thomas Mettcher die Auffassung der Chefetage der Stadtverwaltung zusammen. Als Gründe nennt er die Hochwasserfolgen und Pflichtaufgaben der Stadt sowie die Sanierung des Lessing-Gymnasiums. Alles Dinge, die Geld kosten.

"Außerdem gestaltet sich eine Verlängerung der Pferdebahn wegen des hohen Verkehrsaufkommens auf der kleinen Kirchgasse schwierig", so Thomas Mettcher. Das kontert Pferdebahn-Vereinschef Uwe Hitzschke: "Es reicht, vor der Querung die Fußgängerampel zu drücken. So häufig fahren wir schließlich nicht." Er will jedoch bei diesem Vorhaben nicht drängeln. "Uns kommt es auf ein bis zwei Jahre nicht an", sagt er.

Uwe Hitzschke, Pferdebahn-Verein

Thomas Mettcher, Stadtverwaltung

Dirk Wurzel

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