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Döbeln Endlich: Waldheim darf an der Autobahn für sich werben – Stadt geht jetzt in die Spur
Region Döbeln Endlich: Waldheim darf an der Autobahn für sich werben – Stadt geht jetzt in die Spur
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18:53 06.10.2016
Auch das tolle Waldheimer Rathaus könnte mit auf den Hinweistafeln stehen. Quelle: Archiv
Waldheim

Die Perle des Zschopautals darf endlich an der Autobahn für sich werben. Zum nächsten Verwaltungsausschuss steht das Thema „touristische Hinweistafeln“ auf der Tagesordnung. Die in diesem Gremium vertretenen Stadträte sollen 16 000 Euro locker machen. Das ist notwendig, damit die Stadt in die Spur gehen kann, um Entwürfe für die Schilder ausarbeiten lassen und die Tafeln schließlich in Auftrag geben kann, wenn alle verwaltungsrechtlichen Formalitäten abgewickelt sind.

Erstmal das Geld

„Uns ist es gelungen, an die geforderten Übernachtungszahlen heranzukommen – ohne den Strafvollzug einzubeziehen“, sagt Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) halb im Scherz. Zwei Schilder hat das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) der Stadt nun genehmigt. „Eins soll an der A 14 an der Auffahrt Döbeln-Nord in Richtung Dresden stehen, das andere an der A4 an der Auffahrt Berbersdorf in Richtung Chemnitz“, sagt Bürgermeister Ernst. Grobe Vorstellungen gibt es derzeit, was die Schildern zeigen sollen, sagt der Bürgermeister. Das Rathaus soll zu sehen sein, zwei Viadukte sowie die Kirche. Beim Schriftzug tendieren die einen für „Perle des Zschopautals“ und andere für schlicht und einfach „Waldheim“. Bürgermeister Ernst sieht darin den Vorteil, dass bei den Autofahrern wenigstens was hängen bleibt, wenn nur der kurze Schriftzug „Waldheim“ an ihnen vorbei rauscht. „Was länger ist, wird schlechter wahrgenommen“, sagt er. Noch ist dazu aber nichts entschieden. „Jetzt geht es erstmal um das Geld“ sagt Steffen Ernst. Er rechnet damit, dass der Waldheimer Stadtrat auf seiner letzten Sitzung in diesem Jahr final über die Hinweisschilder abstimmen könnte.

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Lange hat die Stadtverwaltung für die Hinweistafeln an der Autobahn gekämpft. Nun hat sie das Okay dafür bekommen. Für die Beschriftung gibt es unterschiedliche Vorstellungen. Wir haben einige zusammengetragen und Sie können darüber abstimmen. Bindend ist das Ergebnis freilich nicht. Am Ende entscheidet der Stadtrat als gewählte Vertretung der Waldheimer.

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Der Konsens bei diesem Thema war bisher groß. Lediglich bei den Motiven gab und gibt es unterschiedliche Auffassungen. Neben „Perle des Zschopautals“ war auch schon Georg Kolbe im Gespräch. Den Namen des Bildhauers und berühmtesten Sohn Waldheims wollten einige auch auf den Schildern lesen. Die Stadt kämpft bereits seit längerer Zeit für die touristischen Hinweistafeln, auch wenn die Übernachtungszahlen 2015 nicht ganz ausreichten, um die Hürde der Richtlinie zu überspringen. Unverständnis kommt bei diesem Thema auf, wenn so ein Kunst-Dorf wie Blockhausen bei Mulda im mittelsächsischen Erzgebirge an der Autobahn werben darf, Waldheim aber bisher nicht. Blockhausen ist vor allem als Austragungsort von Wettbewerben im Kettensägenschnitzen und einiger Feiern der mittelsächsischen CDU bekannt. Dass in der Ansammlung von Holzhäusern im Außengebiet am Waldrand pro Jahr 25 000 Gäste übernachten, wie es die Schilder-Richtlinie fordert, wirkt unrealistisch.

Von Dirk Wurzel

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