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Endlich wieder freie Fahrt im Striegistal zwischen Grunau und Etzdorf

Endlich wieder freie Fahrt im Striegistal zwischen Grunau und Etzdorf

steht ihnen ins Gesicht geschrieben. Herbert Naumann aus Etzdorf mit seiner 175er Jawa und Christian Mende aus Grunau mit Drahtesel waren die Ersten, die über die neue Straße fahren durften.

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Große Freude über die endlich wieder befahr- und begehbare Straße zwischen Grunau und Etzdorf, die über zwei Jahre lang gesperrt war: Herbert Naumann aus Etzdorf mit seiner 175er Jawa, Günter Käseberg aus Grunau zu Fuß und Christian Mende, ebenfalls aus Grunau, mit dem Fahrrad (v.r.). Foto: Sven Bartsch

Quelle: Sven Bartsch Foto

Grunau/Etzdorf. Die große Freude steht ihnen ins Gesicht geschrieben. Herbert Naumann aus Etzdorf sitzt auf seiner 175er Jawa, Baujahr 1975 und spielt schon ungeduldig mit dem Gas. Christian Mende aus Grunau tritt in die Pedale seines Drahtesels. Beide haben am Sonnabendvormittag das gleiche Ziel: die fertiggestellte Straße an der Striegis zwischen ihren Heimatorten. "Wir treffen uns immer einmal in der Woche zum Skat, entweder in Grunau oder in Etzdorf. Über zwei Jahre lang mussten wir dafür einen großen Umweg in Kauf nehmen. Damit ist es nun vorbei. Darüber freuen wir uns gewaltig", erzählt Herbert Naumann. Wie Mende und Naumann ging es in den vergangenen 27 Monaten vielen Kraftfahrern aus der Grunau-Etzdorfer Region.

Die zwei Skatfreunde sind Minuten später dann tatsächlich die allerersten, die mit ihren Zweirädern über die neu gebaute Piste rollen, da ist sie noch gar nicht offiziell freigegeben, werden die Markierungen noch aufgebracht. Doch keiner aus dem großen Tross, der sich zur Bauabnahme und Verkehrsfreigabe versammelt hat, will den beiden glücklichen Männern dieses besondere Erlebnis verwehren. Und so tuckern beziehungsweise radeln der Grunauer und der Etzdorf bis ganz nach vorn zur Einmündung auf die Staatsstraße, um zu sehen, ob wirklich alles fertig ist. Das ist es.

Ob Planer, Baufirmenchef, Polizist oder Straßenbehörden-Mitarbeiter - auch sie machen alle zufriedene Gesichter. Nach knapp zwei Stunden Begehen, Prüfen und Begutachten steht fest: die Kreisstraße 8296 kann für den Verkehr freigegeben werden. "Die frischen Markierungen müssen noch trocknen. So gegen 14 Uhr darf der Verkehr wieder rollen", sagt Werner Stowasser, der mit seinem Roßweiner Unternehmen im Herbst des vorigen Jahres den Auftrag erhalten hatte - sowohl für den Bau zweier Stützwände, also auch für den Straßenbau. Der Landkreis als Auftraggeber hatte bewusst beide Bauabschnitte in eine Hand gelegt, um Zeit- und Reibungsverlust zu vermeiden.

Beim Juni-Hochwasser 2013 hatte es an der Talstraße entlang der Striegis zwischen Grunau und Etzdorf erhebliche Uferabbrüche gegeben. In einem Abschnitt von 100 Metern war die Kreisstraße dadurch fast vollständig zerstört worden, weshalb sie seit dem komplett gesperrt war. Selbst Fußgänger durften offiziell nicht passieren.

Ehe die Bauarbeiten starten konnten, galt es umfangreiche Hürden zu nehmen, wie Planung, Klärung der Grundstücksverhältnisse, Grunderwerb oder Bauerlaubnisse der Eigentümer. Im vorigen November ging es dann los. Durch den milden Winter konnte durchgehend gearbeitet werden. Erst entstanden flussseitig eine rund 100 Meter lange Bohrpfahlwand und hangseitig eine Spundwand mit einer Länge von 150 Metern. Erst danach konnte der Bau des etwa 300 Meter langen Kreisstraßenabschnittes beginnen.

Das Vorhaben ist mit 1,65 Millionen Euro veranschlagt, der Preis wird möglicherweise sogar etwas unterboten. "Das Anspruchsvolle ist, in dieser Zeit unter den Rahmenbedingungen eines Naturschutzgebietes zu bauen, rechtzeitig fertig zu werden und die Baukosten einzuhalten. Wo findet man so etwas heute überhaupt noch?", lobt Eckard Bothe vom Chemnitzer Planungsbüro. Auch Werner Stowasser sieht zufrieden aus. Doch so leicht macht er es sich nicht: "Wer zufrieden ist, der rostet." © Kommentar

Olaf Büchel

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