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Döbeln Entspannung an Waldheimer Talstraße in Sicht: Bruchbude soll noch 2017 verschwinden
Region Döbeln Entspannung an Waldheimer Talstraße in Sicht: Bruchbude soll noch 2017 verschwinden
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Das marode Haus an der Talstraße in Waldheim wird ein Fall für die Abrissbirne. Wenn alles klappt, noch in diesem Jahr. Quelle: Dirk Wurzel
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Waldheim

Frohe Kunde brachte Waldheims Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) von der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses des Landkreises mit. In diesem sitzt er als Kreisrat und das Gremium hatte zu seiner jüngsten Zusammenkunft gleich ein Waldheimer Thema auf der Tagesordnung. Die Rede ist von der Ruine an der Talstraße, eine Bruchbude allererster Güte mit hohem Gefährdungspotenzial. So sind Teile des Daches eingebrochen, eine Gaube droht abzustürzen.

Wenn alles klappt, könnte das Haus in diesem Jahr Geschichte sein. „Das Landratsamt hat Mittel für die Ersatzvornahme zur Verfügung gestellt. Das soll noch in diesem Jahr passieren“, sagt der Bürgermeister. Ersatzvornahme heißt in diesem Fall: Die Behörde lässt das marode Gebäude abreißen und stellt die Kosten – die Rede ist von einem sechsstelligen Betrag im unteren Bereich – dem Eigentümer in Rechnung. Die Summe lastet dann als Grundschuld auf dem Grundstück. Möglich ist dieses Vorgehen, wenn sich Hausbesitzer partout nicht um ihr Eigentum kümmern, dieses verwahrlosen und verfallen lassen, sodass Gebäudeteile abzustürzen drohen und die Allgemeinheit gefährden. Geplant war dieses Vorgehen bei der Talstraßen-Bruchbude schon länger. Nun hat der Kreistagsausschuss Nägel mit Köpfen gemacht und das Geld für solche Ersatzvornahmen locker gemacht: Insgesamt laut Steffen Ernst 355 000 Euro für den gesamten Landkreis, an denen Waldheim mit dem Geld für die Talstraße einen recht hohen Anteil hat. Um die Abwicklung des Abbruches, wie etwa die Ausschreibung, kümmert sich der Landkreis.

In der Perle des Zschopautales gibt es noch weitere solcher Kandidaten für einen behördlich angeordneten Abriss per Ersatzvornahme. Zum Beispiel die ehemalige Fleischerei Richter an der Bahnhofstraße, den Gasthof Waldheim-Richzenhain (Gawari), den Vereinshof an der oberen Breitscheidstraße und den Gasthof Meinsberg. Bei einigen dieser Problem-Immobilien plant die Stadt ein ähnliches Vorgehen, wie beim Haus an der Talstraße.

Dort hatte das Bauordnungsamt des Landkreises die Talstraße Anfang des Jahres sperren lassen. Schwere Betonelemente riegeln seitdem die Talstraße an der Ecke zur Hainichener Straße ab. Das sieht aus, wie für immer gemacht. Damals war jedoch die Rede davon, die Sperrung bis zum 28. Februar aufrecht zu erhalten. Bis dahin hätte der Eigentümer Zeit gehabt. das Gebäude zu sichern. Aber offenbar verstrich diese Frist ungenutzt, so dass demnächst die Abrissbirne anrückt.

Von Dirk Wurzel

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