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Döbeln Entwarnung an der Zschopau: Ölfilm bleibt folgenlos
Region Döbeln Entwarnung an der Zschopau: Ölfilm bleibt folgenlos
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10:44 23.10.2015
Unterhalb der Kreuzfelsen hatte sich auf der Zschopau ein kleiner Ölfilm gebildet. (Archivbild) Quelle: Archiv
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Waldheim

"Umweltschäden wurden bisher nicht festgestellt", teilt Lisa-Maria Schöne, Pressereferentin im Landratsamt (LRA) Mittelsachsen auf Nachfrage der DAZ mit. Die Mitarbeiter der zum Landratsamt gehörenden Unteren Wasserbehörde waren am Donnerstag mit an der Zschopau vor Ort.

"Es haben sich nicht mal zwei Eimer voll Blätter abgesetzt, die sich ölig anfühlten", beschreibt Regina Ludwig, Vorstandsmitglied der Kübler und Niethammer Papierfabrik Kriebstein AG, das Ausmaß des "Ölteppichs". Die Mitarbeiter des Betriebes betreiben derzeit gerade Ursachenforschung. Regina Ludwig kann aber schon soviel sagen, dass die ölige Substanz wahrscheinlich aus einem sogenannten Kondensatbehälter ausgetreten ist. In einer solchen Anlage kondensiert der Dampf zu Wasser, den die Fabrik zur Papierherstellung benötigt. "Was uns zu denken gibt: Dieser Behälter sollte eigentlich völlig ölfrei sein", sagt Regina Ludwig. Allerdings habe die Firma einen alten Kondensatbehälter außer Betrieb und einen neuen in Betrieb genommen. Wahrscheinlich sei es durch diese Reparaturarbeiten zu dem Ölaustritt gekommen.

"Wir waren mit sieben Mann vor Ort, um die Ölsperre zu errichten", sagt Daniel Seifert von der Freiwilligen Feuerwehr Waldheim. Er leitete den Einsatz auf der Zschopau unterhalb des Kreuzfelsens. Der Ort war dafür aus Feuerwehrsicht bestens geeignet für die schwimmende Abschirmung. "Wir brauchen eine gewisse Wassertiefe und eine entsprechende Fließgeschwindigkeit, um mit unserem Boot fahren zu können und die Sperre über das Wasser zu ziehen. Außerdem müssen Zufahrten vorhanden sein, damit später schwere Fahrzeuge herankommen", erläutert Daniel Seifert, weshalb die Kameraden die Ölabwehr erst am Kreuzfelsen und nicht weiter flussaufwärts aufgebaut haben. Da beim Absaugen schwere Technik zum Einsatz kommt, ist eine ordentliche Zufahrt zur Ölsperre wichtig.

"Ein von Kübler & Niethammer beauftragtes Entsorgungsunternehmen saugte vorsorglich noch das vor der Ölsperre angesammelte Laub, welches noch mit Ölresten behaftet sein könnte, ab", sagt LRA-Pressereferentin Lisa-Maria Schöne. Wasserproben haben letztlich die Mitarbeiter der Landesdirektion Sachsen genommen. Diese Behörde ist für die Überwachung der Papierfabrik zuständig ist.

Dirk Wurzel

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