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Döbeln „Er ist ein Kämpfertyp“ – Jürgen Köber für Heimatpreis nominiert
Region Döbeln „Er ist ein Kämpfertyp“ – Jürgen Köber für Heimatpreis nominiert
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00:20 05.08.2017
Jürgen Köber ist für den Goldenen Stiefel als „Gute Seele“ nominiert. Quelle: Sven Bartsch
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Waldheim

Die Vorschläge für den „Goldenen Stiefel 2017“, den Heimatpreis von Sparkasse Döbeln, Landkreis und Döbelner Allgemeine Zeitung, sind in den vergangenen Wochen in die Redaktion geflattert. Schon bald tagt eine Jury, um die Preisträger auszuwählen, die Anfang September bei einer Festveranstaltung im Leisniger Rathaus die „Goldenen Stiefel“ überreicht bekommen. Bis dahin stellen wir die Kandidaten in Wort und Bild vor. Heute: Jürgen Köber aus Waldheim, der von der CDU-Bundestagsabgeordneten Veronika Bellmann in der Kategorie „Gute Seele“ nominiert wurde.

Erst Lehrer, dann Schulleiter

Nach 38 Jahren Lehrer, davon 27 als Direktor, verabschiedete sich Jürgen Köber vor wenigen Tagen in den Ruhestand. „Er ist ein Kämpfertyp“, schreibt die Politikerin. „Er war immer der wichtigste Mensch in der Waldheimer Oberschule ohne den nichts lief und der sehr viel durchgesetzt hat.“ 30 Jahre – genauso lange wie es die Schule schon gibt – war er an der Waldheimer Oberschule angestellt. Erst drei Jahre als Lehrer, später als Schulleiter. Er erlebte Höhen und Tiefen – bei Schülerzahlen (von 630 bis 245) und Anerkennung der eigenen Arbeit (Ausländerklassen und erste Schule mit Computerkabinett). Dass er fast die komplette Sanierung der Schule mit erlebt, gehört zu den Höhen. „Das ist mein Vermächtnis als Schulleiter, mehr darf ich nicht erwarten“, sagt der 64-Jährige. Rund fünf Millionen Euro sind seit der Wende in die Waldheimer Oberschule geflossen.

Das Bestreben, seine Schule voranzubringen, hat Jürgen Köber bis zuletzt nicht aufgegeben. Erst von einigen Monaten sprach er bei der Waldheimer Stadtverwaltung vor, um einen Anbau zu bewirken. „Die Schule wächst kontinuierlich seit Jahren und der Platz reicht eigentlich schon jetzt nicht mehr aus“, richtete er sein Anliegen in Richtung Stadt. Die Schule ist für 17 Klassen ausgelegt. Die sind voll. Tendenz steigend. Ebenso engagiert zeigte er sich beim Ruf nach einem neuen Sportplatz – mit Erfolg, er wurde im August vergangenen Jahres erstmals zur Nutzung freigegeben.

Mitschüler in Gesellschaft integriert

Mindestens genauso wichtig: Jürgen Köber schaffte es als Schulleiter die Türen zum gesellschaftliche Leben immer offen zu halten. Schulmeisterschaften, „Jugend trainiert für Olympia“ oder der Sponsorenlauf „Running for Help“ – es gab nichts, wobei die Waldheimer Oberschüler nicht mitmischten. Für seine Leidenschaft als Direktor, seinen unerbittlichen Kampf für seine Schule und sein grenzenloses Engagement wurde Jürgen Köber nun für den Heimatpreis „Goldener Stiefel“ nominiert.

Von daz

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