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Erdbeerernte bei Sömnitz: Süße Früchte selbst pflücken

Junger Gartenbauer macht’s möglich Erdbeerernte bei Sömnitz: Süße Früchte selbst pflücken

Erdbeeren sind lecker. Spätestens seit Einführung des Mindestlohns haben die süßen roten Früchte auch ihren Preis. Wer den ein etwas drücken und zum vollen Körbchen sagen will: „Die hab’ ich selbst gepflückt!“, der ist bei Christian Wachs in Sömnitz richtig. Der studierte Gartenbauer bietet zum ersten Mal in diesem Jahr eine Selbstpflücke an.

Ein großes Schild am Feldrand weist auf die Erdbeer-Selbstpflücke hin.

Quelle: Sven Bartsch

Sömnitz/Region Döbeln. Erdbeeren sind lecker. Spätestens seit Einführung des Mindestlohns haben die süßen roten Früchte auch ihren Preis. Wer den ein wenig drücken und zum vollen Körbchen sagen will: „Die hab’ ich selbst gepflückt!“, der ist bei Christian Wachs in Sömnitz richtig. Der 25-Jährige bietet zum ersten Mal in diesem Jahr eine Selbstpflücke an.

Christian ist beruflich nur fast in die Fußstapfen seines Vaters, des Sömnitzer Landwirtes Axel Wachs, getreten. Der junge Mann hat in Pillnitz Gartenbau studiert, seine Bachelor-Arbeit sogar über Erdbeeren geschrieben. Gerade ist er dabei, auch den Masterabschluss zu machen. „Ich wollte gern das Gelernte in die Praxis umsetzen. Deshalb haben wir im vergangenen Jahr auf einem halben Hektar ein Erdbeerfeld angelegt. In diesem Jahr kann zum ersten Mal gepflückt werden“, erklärt Christian Wachs. Er hält die Erdbeere für eine interessante Kulturpflanze und möchte zum Erhalt dieser in der Region beitragen. Auf einem weiteren halben Hektar hat er im Frühjahr schon die nächsten Pflanzen in die Erde gebracht. Diese sind im kommenden Jahr so weit, so dass dann auf einem Hektar Erdbeeren geerntet werden können.

Das Feld befindet sich ganz in der Nähe des Ortes, an der Straße zwischen Sömnitz und Auerschütz. Die Pflanzen stehen sehr gut und hängen voller Früchte der schmackhaften Sorte Dar Royal. Der junge Obstbauer ist selbst überrascht, wie gut die Pflanzen tragen. Vielleicht liegt es daran, das während der Blütezeit ganz in Nähe ein Imker seine Bienenvölker hatte. Eigentlich wegen des Raps’, doch vermutlich haben auch die Erdbeeren davon profitiert. Große rote Früchte leuchten bereits zwischen den dunkelgrünen Blättern. Das Selberpflücken soll bald möglich sein. „Wenn die Witterung mitspielt und es nicht noch extrem regnet, dann kann es am Sonntag los gehen“, sagt der Sömnitzer. Er ist dann selbst täglich, ab jeweils etwa 8 Uhr vor Ort, weist ein, wiegt die Erdbeeren der Selbstpflücker und kassiert. „Es wird ein vernünftiger Preis sein. Schließlich pflücken die Leute ja selbst“, sagt Christian Wachs. Er hat zudem eine Erdbeer-Hotline eingerichtet. Über die kann sich jeder vor der Anfahrt noch einmal versichern, ob das Pflücken wirklich möglich ist und über die Nummer (siehe unten) kann Christian auch schnell zum Feld gerufen werden, falls er mangels Pflücker auf dem Hof in Sömnitz ist. „Wenn jemand anruft, bin ich in ein paar Sekunden am Feld. Von Montag bis Sonntag, von 8 bis 19 Uhr, kann gepflückt werden. Behältnisse zum Pflücken muss jeder selbst mitbringen“, sagt Christian.

Andreas Wachs vom Vorwerk 1 in Mochau, übrigens der Onkel von Christian, will dieses Jahr ebenfalls wieder das Selbstpflücken von Erdbeeren anbieten. „Wenn es so weit ist, stellen wir wieder unsere Hinweistafeln in Döbeln-Ost auf. Vermutlich starten wir in der nächsten Woche“, sagt Andreas Wachs.

Da Obstgarten Leisnig schon seit Jahren keine Selbstpflücke mehr anbietet, gibt es im Altkreis Döbeln offensichtlich keine weiteren Möglichkeiten.

Erdbeeren zum Selberpflücken: bei Sömnitz, links an der Straße Richtung Auerschütz; ab diesem Sonntag, 8 Uhr; Erdbeer-Hotline: 0162/58 15 403; Pflückbehältnisse selbst mitbringen.

Von Olaf Büchel

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