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Döbeln Erlaubnis für Hundegnadenhof Jahna nur mit Ostrauer Tierheim
Region Döbeln Erlaubnis für Hundegnadenhof Jahna nur mit Ostrauer Tierheim
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20:01 23.02.2018
Quelle: Yvonne Jasinski zieht mit zwei eigenen Hunden in Jahna ein, sobald das Haus wieder bewohnbar ist.
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Jahna/Ostrau

Es war die ultimative Forderung der Einwohnerversammlung in Jahna vergangene Woche: Einem regulären Betrieb des jahrelang illegal geführten Hundegnadenhofs im Ort wird nur zugestimmt, wenn sichergestellt wird, dass ausschließlich das Tierheim Wiesengrund aus Ostrau Nutzer wird und künftig bleibt.

Dem steht nun nichts mehr im Wege: Ostraus Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) hat bei einem Termin im Landratsamt am Donnerstag die Voraussetzungen dafür besprochen: „Die Genehmigung der Nutzungsänderung wird nur dem Tierheim erteilt. Man nennt das ein bedingtes und nutzerbezogenes Einvernehmen der Gemeinde“, erklärte Schilling der DAZ.

Landratsamt meldet sich nach DAZ-Artikel

Dieser Voraussetzung würde das Landratsamt folgen. Vom Baurecht sei diese Art der Genehmigung gedeckt, da die Nutzung des Hofes durch das Tierheim im öffentlichen Interesse liege und das Heim selbst Teil der öffentlichen Daseinsfürsorge sei. Wegen eines Termins im Amt hatte das Gemeindeoberhaupt nicht lange fragen müssen. „Aufgrund der Berichterstattung in der Zeitung, kam das Landratsamt schon Anfang der Woche von selbst auf uns zu“, lobte Schilling die Behörde.

Damit ist die Sorge einiger Anwohner vom Tisch, dass der Besitzer des Gnadenhofs in Jahna, Eberhard Weise, das Tierheim nach erteilter Betriebserlaubnis durch einen anderen Betreiber ersetzen könnte. „Ein neuer Nutzer müsste den Betrieb als Gnadenhof komplett neu beantragen. Wir als Gemeinde würden die Zustimmung verweigern, wenn der Betreiber nicht passt“, sagte Schilling.

Stiftung soll Tierheim den Hof überlassen

Der gleiche Fall träte ein, wenn sich das Tierheim nicht mehr in der Lage sähe, den Hof zu betreiben. „Das Tierheim kann den Hof zurückgeben, aber dann erlischt auch die Nutzungserlaubnis“, erläuterte der Bürgermeister.

Da der Besitzer bereits hoch betagt ist, gab es unter den Jahnaern zudem die Sorge um die Zukunft des Standortes. Auch hier ist eine Lösung bereits vorbereitet. „Künftig soll das Gelände über eine Stiftung weitergeführt werden. Diese würde dem Tierheim den Hof dauerhaft überlassen“, sagte Schilling.

14 statt 15 Hunde zugelassen

Der Bürgermeister hatte zudem noch einige neue Details zum künftigen Betrieb des Hofes zu verkünden. So werden dort maximal 14 statt der bisher gehandelten 15 Hunde gehalten – inklusive der zwei Hunde, die Tierheim-Mitarbeiterin Yvonne Jasinski privat mitbringt. Ziel des Heims sei es jedoch nicht, die verbleibenden zwölf Plätze immer belegt zu halten.

Bis überhaupt der erste ältere Hund in Jahna einzieht, dürften ohnehin noch Monate vergehen. Einerseits sind am Antrag zur Nutzungsänderung noch einige Formalitäten zu ändern, bevor das Landratsamt seine offizielle Zustimmung erteilt. Zum anderen muss das Haus, das unter Vorbetreiber Christiaan Danhoff arg gelitten hatte, erst wieder bewohnbar gemacht werden. Besitzer Eberhard Weise unterstützt das Tierheim finanziell dabei. Zwei Zwinger in einem flachen Stallgebäude sollen schalldicht hergerichtet werden, so dass kein Hundegebell nach draußen dringt. Ruhezeiten soll es durchgängig nachts und in der Mittagszeit geben.

Von Sebastian Fink

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